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News, 07.06.2006
IT und Telekommunikation
Schwere Versäumnisse bei der Datensicherheit in KMUs
Viele kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland vernachlässigen Aspekte des Datenschutzes im betrieblichen Alltag auf nahezu fahrlässige Weise. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Ausgabe des vom Sicherheitsunternehmen Checkpoint realisierten Sicherheitsindex.
Seit Oktober 2004 führt das IT-Sicherheitsunternehmen Checkpoint (http://www.checkpoint.de) einen Online-Check zu Sicherheitsthemen durch, der sich bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) einer zunehmenden Beliebtheit erfreut. Die neueste Auswertung der hier erhobenen Daten lässt jedoch auf gravierende Mängel im Hinblick auf Datensicherheit und Datenschutz in dieser Unternehmensgruppe schließen.

Demnach gibt es fast in jedem zweiten mittelgroßen Unternehmen mit 100 bis 250 Mitarbeitern keinen eigenen Datenschutzbeauftragten. Nur 55 Prozent der Unternehmen dieser Größe haben hierfür eine eigene Stelle vorgesehen. Selbst bei größeren Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern verzichtet noch fast jedes Dritte auf einen eigenen Datenschutz-Beauftragten.

Ähnlich schlecht ist es um die Datensicherheit bestellt. Demnach sichern lediglich 60 Prozent der Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern die Daten regelmäßig und in ausreichendem Umfang. Bei den noch kleineren Unternehmen verzichtet sogar mehr als die Hälfte auf eine umfassende Datensicherung (60 Prozent). Und selbst dann, wenn eine Datensicherung durchgeführt wird, gibt es meist noch Nachlässigkeiten bei der Überprüfung der Funktionsfähigkeit der genutzten Sicherungsverfahren und der Technik. Rund 24 Prozent der Unternehmen, die ihre Daten sichern, führte keine Überprüfungen durch, weitere 17 Prozent konnten die Frage nach derartigen Tests nicht beantworten.

Im Vergleich zu früheren Untersuchungen hat sich zudem der Anteil der Unternehmen erhöht, die ihre Mitarbeiter nicht umfassend genug über Sicherheitsrisiken informieren und die Einhaltung von Regeln verlangen. Hatten vor einem Jahr rund 32 Prozent der Unternehmen eingestanden, hier nur unzureichend aktiv zu sein, so waren es in diesem Jahr bereits 40 Prozent. Nur 22 Prozent der Unternehmen geben ihren Mitarbeitern einen IT-Sicherheitsleitfaden an die Hand und weisen auf Sanktionen bei Verstößen hin.

Die unzureichende Datenschutz- und Sicherheitspraxis in den KMUs hängt nach Ansicht der Experten von Checkpoint vor allem mit mangelnder Kenntnis der Problematik und auch fehlenden finanziellen Ressourcen in den Unternehmen zusammen.

Praxis-Tipp:

Das vollständige Ergebnis des IT-Sicherheitsindex können Sie auf der eigens hierfür eingerichteten Website https://www.sicherheitsindex.de nach einer kostenfreien Registrierung herunterladen. Unter der Adresse können Sie auch selbst an der laufenden Befragung teilnehmen.

Quelle / Urheber dieses Beitrages:
WRS.de
Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co KG
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