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News, 20.08.2014
Umfrage zum Thema Ausbildung
Ausbildungssuchende zu wenig mobil
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 21.000 Lehrstelleninteressierte, die eine Ausbildung beginnen wollten, aber keine Ausbildungsstelle fanden. Gleichzeitig blieben 33.500 Ausbildungsplätze unbesetzt. Für 2014 zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.
Weil die meisten Ausbildungssuchenden nur regional suchen und auch viele Arbeitgeber ihre Suche auf die Region beschränken, finden Angebot und Nachfrage oft nicht zueinander.
Weil die meisten Ausbildungssuchenden nur regional suchen und auch viele Arbeitgeber ihre Suche auf die Region beschränken, finden Angebot und Nachfrage oft nicht zueinander.
Nach einer Meldung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln bewerben sich in Deutschland nur knapp 16 Prozent der Schulabgänger, die eine Ausbildung suchen, und sonstigen Ausbildungsinteressierten überregional. Das hat dem Wirtschaftsforschungsinstitut zufolge eine Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) ergeben. Die Folge: Laut dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beauftragten Qualifizierungsmonitor hat knapp die Hälfte aller kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) in Deutschland große oder mittlere Probleme, Ausbildungsstellen zu besetzen (große: 17 %; mittlere: 30 %). Bei den großen Unternehmen sind es gegenwärtig immerhin knapp drei von zehn befragten Unternehmen (28 %), die Probleme haben, neue Auszubildende zu rekrutieren.

Ein gewichtiger Grund für die mangelnde Übereinstimmung von Ausbildungsangebot und -nachfrage liegt in der geringen Mobilität der Auszubildenden in spe. Da der jeweils gesuchte Ausbildungsberuf oft nicht am Wohnort der nach einer Ausbildungsstelle Suchenden angeboten wird, bliebe in diesen Fällen nur ein Umzug, der für viele potenziellen Azubis aber erst mal nicht in Frage kommt. Hinzu kommt, dass nicht selten Ausbildungsstellen von Unternehmen außerhalb der eigenen Region  von den Lehrstellensuchern/-sucherinnen gar nicht wahrgenommen werden. Dennoch sehen der BIBB-Umfrage zufolge 63 Prozent der Unternehmen überregionale Recruiting-Aktivitäten im Ausbildungsbereich als wichtig an.

„Um Angebot und Nachfrage an Ausbildungsplätzen zusammenzubringen, sollten vor diesem Hintergrund sowohl Unternehmen als auch ausbildungsinteressierte Jugendliche ihren Suchhorizont erweitern“, so das IW Köln, soll heißen: auch außerhalb des lokalen Arbeitsmarktes um Azubis werben beziehungsweise nach der gewünschten Ausbildungsstelle suchen. „Denn die duale Ausbildung in Deutschland ist einerseits noch immer eine verlässliche Berufsgrundlage für junge Menschen und hilft Unternehmen andererseits, ihren Fachkräftebedarf zu sichern“, so das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut.
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