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News, 10.07.2013
Knackpunkt Unternehmensführung
Viele Angestellte unzufrieden mit den eigenen Chefs
Mehr als ein Viertel aller Beschäftigten in Deutschland ist unzufrieden mit der eigenen Unternehmensführung. Laut einer Umfrage vermissen viele Angestellte in der Chefetage insbesondere die Fähigkeit, zu motivieren.
Zweithäufigster Grund für das Scheitern von Managern sind unzureichende soziale Kompetenzen, ergab eine weitere Umfrage unter Personalverantwortlichen.
Zweithäufigster Grund für das Scheitern von Managern sind unzureichende soziale Kompetenzen, ergab eine weitere Umfrage unter Personalverantwortlichen.
28 Prozent der Angestellten in Deutschland sind unzufrieden mit der Leistung ihrer Unternehmensleitung. Das ergab eine Umfrage der Personalberatung InterSearch Executive Consultants unter 750 Arbeitnehmern in Deutschland. Woran es demnach vielfach in den Chefetagen mangelt, ist vor allem die Fähigkeit, die eigenen Beschäftigten zu motivieren. Gut die Hälfte der befragten Angestellten sieht hier bei den eigenen Chefs ein Manko (52 %). Des Weiteren vermissen vier von zehn Beschäftigten bei ihrer Unternehmensleitung „persönliche Glaubwürdigkeit und Werteorientierung“ (41 %), und für ein Drittel mangelt es den Bossen an „Persönlichkeit/Charisma“ (34 %). Weitere vergleichsweise häufig genannte Kritikpunkte sind ein Mangel „Bescheidenheit und Gemeinsinn“ (27 %), zu wenig „eigener Arbeitseinsatz“ (18%) und eine zu geringe „Kreativität und Innovationsfreude“ (18 %). Mangelnden Mut und Unternehmergeist beklagen dagegen nur sieben Prozent. Fehlende Erfahrung in der Unternehmensführung sowie zu wenig Risikobereitschaft sehen sogar nur jeweils fünf Prozent bei ihren Firmenchefs.

"Die Ergebnisse überraschen nicht", so Thomas Bockholdt, Managing Partner von InterSearch Executive Consultants. "Mangelnde Führungskompetenz und fehlende Soft Skills sind die häufigsten Gründe für vorzeitige Entlassungen im Topmanagement", erläutert Bockholdt. So ergab eine Umfrage der Personalberatung unter mehr als 200 Personalentscheidern von Unternehmen ab 250 Beschäftigten, dass 43 Prozent der Fälle, in denen Top-Manager vorzeitig „gegangen“ werden, auf mangelnde Führungskompetenz zurückzuführen sind. Auf den weiteren Plätzen im Ranking der Trennungsgründe folgen unzureichende soziale Kompetenzen (35 %) sowie die „Unvereinbarkeit der Manager-Persönlichkeit und Unternehmenskultur“ (28 %).

„Weiche“ Kriterien werden häufig unterschätzt

Der Personalberatung nach liegt das Problem von Fehlbesetzungen im Auswahlprozess begründet. „Soziale Kompetenzen werden von den Personalverantwortlichen bei der Frage nach den wichtigsten Auswahlkriterien erst an dritter Stelle genannt - hinter Fachkompetenz an erster und Berufserfahrung an zweiter Stelle“, so InterSearch. Ein weiterer Grund sei der Verzicht auf unterstützende diagnostische Maßnahmen im Auswahlverfahren: Während für Fachkräfte umfangreiche Persönlichkeitstests die Regel sind, müssen sich Top-Manager, wie die Umfrage unter Personalentscheidern ergab, bei 43 Prozent der Unternehmen keinerlei Tests unterziehen.

"Gerade auf Topmanagement-Ebene sollten die Unternehmen keinen Aufwand scheuen, um sichergehen,  den auch persönlich am besten geeigneten Kandidaten zu berufen. Ergänzende diagnostische Instrumente, die über das klassische Einstellungsgespräch hinausgehen und die Facetten einer Persönlichkeit zutage bringen, sollten daher unbedingt zum Einsatz kommen", so Bockholdt. So lasse sich das Risiko einer Fehlentscheidung am besten minimieren.
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