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News, 17.12.2014
Umfrage Arbeitszufriedenheit
Gutes Arbeitsklima wichtiger als fester Feierabend
Deutsche Arbeitnehmer verbinden mit einem „guten Arbeitsplatz“ einer aktuellen Studie zufolge vor allem ein kollegiales Arbeitsumfeld sowie eine von Wertschätzung geprägte Führungs- und Unternehmenskultur. Mit Überstunden haben dagegen weniger Beschäftigte, zumindest so sie sich in Grenzen halten, ein Problem.
Werteorientierung wie Kollegialität und Teamgeist zahlt sich der Studie nach für Unternehmen aus (Ulrich Antas, Minden  / pixelio.de).
Werteorientierung wie Kollegialität und Teamgeist zahlt sich der Studie nach für Unternehmen aus (Ulrich Antas, Minden / pixelio.de).

Fehlende Unterstützung und Anerkennung sind für Arbeitnehmer in Deutschland ein deutlich größeres Problem als ein nicht immer pünktlicher Feierabend. Das zeigt die Studie "Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg" der Personalberatung Rochus Mummert. Danach ist es von drei von vier befragten Arbeitnehmern wichtig, von Vorgesetzten und Kollegen unterstützt zu werden. Ein weiteres Kriterium für einen „guten Arbeitsplatz“ ist für zwei Drittel, dass das Arbeitsklima und das allgemeine Miteinander von Wertschätzung und nicht von Neid und Ellenbogen-Denken geprägt sind. Auf einen „festen Feierabend“ legt dagegen nur rund jeder Zweite besonderen Wert. „Etwas ketzerisch könnte man diese Zahl auch so interpretieren, dass die andere Hälfte am liebsten schon vor Dienstschluss dem gefürchteten Gemisch aus Angst und Druck entfliehen möchte“, so Dr. Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. Zudem kollidiere die in vielen Betrieben übliche minutengenaue Zeiterfassung häufig mit einer inoffiziellen Erwartungshaltung, dass Fehler bitte schön korrigiert werden, nachdem man „ausgestempelt“ hat.

Gelebte Wertekultur befördert Unternehmenserfolg


Wie die Studie belegt, macht das, was einen „guten Arbeitsplatz“ aus Arbeitnehmer-Sicht ausmacht, auch unternehmerisch, sprich ökonomisch Sinn. So ergab die Befragung laut Rochus Mummert, dass Unternehmen, die auf Werte wie Vertrauen, Integrität und Loyalität setzen, deutlich ertragsstärker sind als Firmen, deren Unternehmenskultur durch Misstrauen und Beliebigkeit bis hin zu einer „Rette sich wer kann“-Mentalität geprägt ist. „Es geht also nicht darum, eine ‚Wohlfühl-Oase‘ zu schaffen, sondern vernünftige Rahmenbedingungen für erfolgreiches Arbeiten“, so Schlipat.

Rochus Mummert nach steht als zentrales Fazit der Studie, dass die Erwartungen und Wünsche der Arbeitnehmer auf der einen Seite und das wirtschaftlich Vernünftige auf der anderen Seite fast deckungsgleich sind. Laut Schlipat hält diese Erkenntnis auch in den Chefetagen immer stärker Einzug, in der betrieblichen Praxis gehe dann jedoch noch oft viel schief. Der Grund: In vielen Unternehmen werde, wie die Personalberater immer wieder feststellt, zwar ein Werte-Leitbild definiert, dieses dann im Alltag jedoch von den Führungskräften nicht gelegt. „Wertschätzung lässt sich nicht delegieren, Wertschätzung ist Chefsache!“, so der Personalexperte.

Bild: pixelio.de

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