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News, 03.08.2011
Umfrage
Firmen beklagen hohe Schäden durch Social Media-Datenlecks
Imageschäden und Umsatzverluste durch Datenlecks, Rechtsstreitigkeiten infolge von Veröffentlichungen - Unternehmen müssen immer öfter teuer für ihr Social Media-Engagement bezahlen. Der wirtschaftliche Schaden für betroffene Unternehmen ist zum Teil immens, ergab jetzt eine Erhebung.
Trotz der Risiken, die mit Social Media-Posts einhergehen können, hat nur eine Minderheit der Firmen bislang eine Social Media-Policy.
Trotz der Risiken, die mit Social Media-Posts einhergehen können, hat nur eine Minderheit der Firmen bislang eine Social Media-Policy.
Unternehmen haben immer häufiger mit Datenlecks und den Folgen eigener Versäumnisse im Hinblick auf Veröffentlichungen in Social Media zu kämpfen. Das zeigen die Ergebnisse einer im April im Rahmen des „Symantec Social Media Protection Flash Poll“ durchgeführten Umfrage, an der sich weltweit insgesamt 1.225 Managern und IT-Verantwortlichen in Unternehmen aus insgesamt 33 Ländern beteiligt haben. Danach verzeichnete im Durchschnitt jedes Unternehmen, das in Social Media aktiv war, im vergangenen Jahr neun Fälle, in denen vertrauliche Informationen über Social Media an die Öffentlichkeit gelangten. Fast immer mussten die betroffenen Unternehmen dafür teuer zahlen: In 94 Prozent der Fälle zogen diese Datenlecks und Social Media-Pannen Imageschäden, Verlust an Kundenvertrauen und erhebliche Umsatzeinbußen nach sich.

Häufigste Ursache für Social Media-Pannen in betroffenen Organisationen war im Jahr 2010 ein übergroßes Informations- bzw. Kommunikationsbedürfnis eigener Mitarbeiter, die auf Facebook & Co. zu viele Informationen verbreiteten (46%).  Auf dem zweiten Platz rangieren Social Media-Vorfälle, bei den vertrauliche Daten an die Öffentlichkeit gelangten (41%), und dahinter Rechtsstreitigkeiten infolge von Social Media-Posts (37%). „Organisationen verbreiten immer öfter geschäftsrelevante Informationen über soziale Netzwerke und kommunizieren dort mit Kunden, Partnern oder Mitarbeitern. Dadurch wächst die Gefahr, dass auch vertrauliche Daten ungewollt ins Netz gelangen“, so Symantec. Hinzu kommt, dass es in den meisten Unternehmen nach wie vor keine klar definierten und der Belegschaft gegenüber kommunizierten Richtlinien zum Umgang mit sozialen Medien gibt - mit der Folge, dass das Risiko von Social Media-Pannen noch verstärkt wird. So besitzt bislang gerade mal ein Viertel der befragten Unternehmen eine Social Media-Policy. Mehr als acht von zehn befragten Firmen erwägen allerdings, entsprechender Richtlinien im Unternehmen einzuführen und durch Schulungen für Mitarbeiter das Risiko geschäftsschädigender Social Media-Posts zu reduzieren.

Der wirtschaftliche Schaden von Social Media-Pannen indes kann, je nach Vorfall und Unternehmensgröße, bis in die Hundertausende, zuweilen sogar in die Millionen gehen, wie die Befragung aufzeigt. So büßten etwa Unternehmen, die durch eine solche Panne Umsatzverluste erlitten, im Durchschnitt 427.000 Euro ein. Die Kosten für von Rechtsstreitigkeiten betroffene Unternehmen summierten sich im Durchschnitt auf 448.400 Euro. Der Schaden für Unternehmen, bei denen Social Media-Posts den Aktienkurs nach unten drückten,  lag der Erhebung nach sogar im Schnitt bei 716.000 Euro. Die Kosten für entstandene Imageschäden und Vertrauensverluste beliefen sich auf durchschnittlich rund 440.000 Euro. Die durch Veröffentlichungen auf Facebook & Co. erlittenen direkten finanziellen Einbußen bezifferten betroffene Firmen im Durchschnitt auf knapp 443.000 Euro.

Angesichts der Folgen, die Social Media-Pannen nach sich ziehen können, müssen Unternehmen laut Symantec in der Lage sein, in Social Media veröffentlichte Informationen zu erfassen und unter Einhaltung branchenspezifischer Vorgaben korrekt zu archivieren. „Dies ist beispielsweise bei einer eDiscovery-Anfrage notwendig. Hier müssen Unternehmen im Rahmen gerichtlicher Auseinandersetzungen ihre elektronischen Daten als Beweismittel offenlegen“, so der Security-und Storage-Anbieter in seinem Bericht. Auch sei Symantec zufolge laut Gartner damit zu rechnen, dass bis Ende 2013 die Hälfte aller Unternehmen aufgefordert sein wird, für eDiscovery-Anfragen bereits veröffentlichte Social Media-Inhalte aufzubereiten. „Eine Archivierungssoftware kann Firmen dabei helfen, derartige Inhalte übersichtlich zu speichern und auf Facebook, Twitter, LinkedIn, SharePoint oder Blogs veröffentlichte Informationen schnell wiederzufinden“, so Symantec.
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