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News, 07.05.2009
Umfrage
E-Commerce im Handel Kernbaustein der Strategie
Der Online-Umsatz deutscher Handelsunternehmen steigt stetig an. Deshalb wollen viele Unternehmen auch im Krisenjahr 2009 ihre E-Commerce-Aktivitäten weiter ausbauen. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, der zufolge das Internet sowohl für Hersteller als auch den stationären Handel vor allem in Sachen Kundengewinnung immer stärker an Bedeutung gewinnt.
E-Commerce-Aktivitäten markieren in deutschen Handelsunternehmen zunehmend einen Kernbestandteil des eigenen Geschäfts. Und das aus gutem Grund, wie eine von Marktforschungsinstitut eResult im Auftrag der Atrada AG durchgeführte Umfrage unter 250 Entscheidern von Handelsunternehmen und Herstellern mit Direktvertrieb aufzeigt. So erzielt bereits ein Fünftel der befragten Unternehmen mehr als die Hälfte ihres Umsatzes durch E-Commerce. Zugleich vermeldet mehr als jedes zweite Unternehmen, dass sein Online-Umsatz kontinuierlich wächst. Vier von zehn befragten Unternehmen wollen deshalb trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage weiter in die Optimierung und den Ausbau ihres Online-Business investieren.

Neukundengewinnung steht an erster Stelle

Nach Auskunft von rund 62 Prozent der Entscheider ist das Thema E-Commerce für das eigene Unternehmen von zentraler strategische Bedeutung und sowohl die Entscheidungsbefugnis als auch die Budgetierung betreffend in der Geschäftsführung verankert. Danach befragt, welche Ziele sie mit ihren E-Commerce-Aktivitäten verfolgen, nennen fast drei Viertel der Entscheider das Hinzugewinnen neuer Markanteile (72,1%) bzw. neuer Kunden. Fast jedes zweite Unternehmen möchte mittels E-Commerce zudem die Kosten senken (45,6%). Daneben sehen 42,2 Prozent der Handelsunternehmen E-Commerce als Weg, Kunden in Stammkäufer zu wandeln, und 39,6 Prozent zudem die Möglichkeit, die Kundenansprache flexibler zu gestalten. Fast jedes fünfte Unternehmen will weiterhin dadurch das Cross-Selling verbessern (23,1%), und knapp jedes siebte sich so neue Möglichkeiten schaffen, um eine Sortimentausweitung vorzunehmen (15,6%).

E-Commerce zentraler Umsatzbaustein

Laut Umfrage verzeichnen 65,6 Prozent der Handelsunternehmen einen kontinuierlichen Anstieg ihres E-Commerce-Geschäfts. Demgegenüber registrieren nur vier Prozent der Unternehmen einen Rückgang, während knapp ein Drittel angibt, dass ihr E-Commerce-Umsatz zurzeit stagniert (30,4 %). Welche Bedeutung dem E-Commerce für Handelsunternehmen mittlerweile zukommt, zeigt vor allem der Online-Umsatzanteil: Bei mehr als vier von zehn Befragten (44,3%) macht der E-Commerce-Anteil am Umsatz mehr als ein Viertel der Gesamteinnahmen aus, bei jedem fünften Unternehmen (22,3%) sogar mindestens die Hälfte. Bei 78,7 Prozent der Unternehmen beträgt der über E-Commerce erzielte Umsatzanteil zumindest über 10 Prozent.

Krise beeinflusst E-Commerce-Investitionen kaum

Wie aus der Umfrage hervorgeht, sind sich fast alle Handelsunternehmen darin einig, dass Investitionen in den Aufbau und die Entwicklung von E-Commerce-Strukturen unverzichtbar sind. So gaben laut eResult fast acht von zehn befragten Unternehmen an, in Folgemaßnahmen investieren zu wollen. Bei einem Fünftel steht der Einstieg in den E-Commerce zumindest kurz bevor. 41,6 Prozent der Unternehmen planen E-Commerce-Investitionen nach eigener Auskunft sogar noch in diesem Jahr, spätestens jedoch 2010. Rund jedes vierte Unternehmen (24,3%) sieht dabei gerade in der Wirtschaftskrise eine Chance, durch den Ausbau seiner E-Commerce-Strukturen neue Absatzkanäle zu erschließen und so gestärkt aus ihr hervorzugehen. Nur 17,6 Prozent der Handelsunternehmen stellen schon geplante E-Commerce-Investitionen aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage bis auf weiteres zurück.

An erster Stelle der Investitionsvorhaben steht die Erweiterung bzw. Optimierung bestehender Strukturen (61,5%), gefolgt von Investitionen in E-Commerce-Bausteine für einen Multi-Channel-Vertrieb (29,7%). Ganz oben in der Liste der geplanten Detailmaßnahmen stehen dabei Investitionen in die Shop-Entwicklung (45,3%), neue Shop-Technologie (32,4%) und die Integration von Kundenservice-Lösungen (29,7%). Bei jeweils rund jedem fünften Unternehmen weiterhin auf der Agenda: Investitionen in Online-Bezahlsysteme (25,7%) sowie die Optimierung der Online-Marketingaktivitäten (24,3%). Zudem plant jedes vierte Unternehmen ein ERP-(20,3%) bzw. CRM-System (19,6%) zu integrieren.

„Die eResult Befragung verdeutlicht nicht nur die anhaltende und sogar wachsende Bedeutung von E-Commerce in Unternehmen. Vielmehr zeigt sie auch, dass viele derzeit eingesetzte Shopsysteme mit steigenden Anforderungen an ihre Grenzen kommen und nachgerüstet werden müssen“, berichtet Konstantin Waldau, CEO der Atrada AG. Ausweg bietet in diesem Kontext Waldau zufolge so genannter „Managed E-Commerce“, der neben dem kompletten Outsourcing entsprechender Infrastrukturen und Geschäftsprozesse auch selektive Services wie die Bereitstellung von Serverleistung, Speicherplatz oder Shared Hosting umfasse. „Solche gemanagten Lösungen belasten die unternehmensinterne IT nicht und werden ständig weiterentwickelt. Somit müssen Unternehmen Online-Handelsplattformen nicht ständig nachrüsten und können sich verstärkt ihrem Kerngeschäft widmen“, so der Atrada-Vorstand.

Quelle: Atrada AG

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