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News, 27.11.2007
Umfrage
Deutsche duzen die Kollegen und siezen ihren Chef
Geht es um die Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten, stellt sich insbesondere neuen Mitarbeitern o­ft die Frage: Wen soll ich duzen und wen siezen? Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die eigenen Kollegen werden meist geduzt, die Vorgesetzten meist gesiezt.
Beim Umgangston in deutschen Unternehmen gilt zumeist die Regel: Auf Du und Du mit den Kollegen, bei Vorgesetzten gilt hingegen meist das „Sie“. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der Stellenbörse Monster, an der sich 2.776 Arbeitnehmer aus Deutschland beteiligt haben. Mehr als drei Viertel der Befragten sind demnach mit Kollegen mehrheitlich per „Du“. Die Chefs hingegen duzt nur knapp ein Drittel (31%).

Anders als im privaten Umfeld, markiert die Frage „Duzen oder Siezen?“ im beruflichen Kontext, speziell Umgang mit Kollegen und Führungskräften, nicht selten ein Problem: Zu schnelles Duzen gilt als despektierlich und wird zumeist als unhöflich empfunden, zu langes Siezen hingegen oft als distanziert und steif. Wie aus der Umfrage hervorgeht, setzt die Mehrheit deutscher Unternehmen von daher nach wie vor noch auf die allgemeine Etikette: Erst kommt das „Sie“ und dann das „Du“, und letzteres auch nur, wenn dies erwünscht ist.

Ein Drittel (31%) der Befragten duzt im eigenen Unternehmen jedoch jeden – von den Kollegen angefangen bis hin zum Chef. In ihren Unternehmen gehört das „Du“ zur Unternehmensphilosophie und gilt im Grunde als ein „Muss“. Beim Rest und damit 69 Prozent der Befragten hingegen bleibt das Duzen zumeist auf den Kollegenkreis begrenzt. Ein Drittel (33%) siezt nur Vorgesetzte und ist mit allen anderen per „Du“, und jeder Fünfte (19%) duzt zumindest die Mehrzahl der Kollegen. Nur jeder Sechste (17%) greift selbst bei Kollegen mehrheitlich zum „Sie“.

„Die Umfrage hat gezeigt, dass in deutschen Unternehmen ein freundschaftlicher Umgangston herrscht. Vor allem unter direkten Kollegen wird viel geduzt“, kommentiert Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe von Monster Worldwide, die Umfrageergebnisse. Weiterhin zeigten die Ergebnisse auch, dass bereits in vielen Unternehmen über alle Führungsebenen hinweg geduzt werde. Wie Bertoli ausführt, sei bekannt, dass eine einheitliche Anrede das Gemeinschaftsgefühl stärken könne, weshalb das „Du“ auch immer öfter Bestandteil der Firmenpolitik von Unternehmen werde.

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