VOLLTEXTSUCHE
News, 10.11.2010
Umfrage
Arbeitgeber nehmen Bewerber oft auch online unter die Lupe
Immer mehr deutsche Arbeitgeber fühlen Bewerbern im Vorfeld einer Stellenbesetzung in Suchmaschinen auf den Zahn. Viele Personaler recherchieren auch gezielt in Social Networks.
Karriere-Killer Social Networks: Gleich ob Facebook, MySpace oder Xing - Arbeitnehmer sollten stets bedenken, dass sie auch für Arbeitgeber sichtbar sind.
Karriere-Killer Social Networks: Gleich ob Facebook, MySpace oder Xing - Arbeitnehmer sollten stets bedenken, dass sie auch für Arbeitgeber sichtbar sind.
Arbeitnehmer, die privat im Internet ein schlechtes Bild abgeben, haben bei Bewerbungen inzwischen schlechte Karten. Denn die Hälfte aller deutsche Arbeitgeber (49%) macht sich über potenzielle Kandidaten mittlerweile online schlau. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) unter deutschen Arbeitgebern durchgeführt hat. Fast die Hälfte der befragten Personalentscheider (45%) nutzen zur Recherche nach Bewerbern Suchmaschinen. Ein weiteres Fünftel (21%) durchforstet Social Networks, die in erster Linie beruflich ausgerichtet sind, wie zum Beispiel Xing oder LinkedIn, und jeder sechste Personaler (17%) recherchiert in Social Networks, die eher privaten Charakter haben, wie zum Beispiel Facebook.

„Das Internet ist für Firmen eine wichtige zusätzliche Informationsquelle geworden, um sich ein Bild über einen potenziellen Mitarbeiter zu machen“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Umfrageergebnisse. Bewerber, die sich selbst die Chancen nicht versieben wollen, sollten daher auf ihr Online-Image achten und, wie Scheer erklärte, dafür sorgen, dass ihre im Internet veröffentlichten Äußerungen und Fotos beruflich vorteilhaft sind. Laut BITKOM bestehe nämlich immer die Gefahr, dass Personalentscheider über ihre Internet-Recherchen nicht nur unvorteilhaften Aussagen und Bilder, sondern auch Widersprüche im Lebenslauf entdecken.

Die Lust am Ausspähen geht aus Sicht des BITKOM allerdings zu weit. Deshalb begrüßt der Hightech-Verband ein neu auf den Weg gebrachtes Gesetz, das dem künftig Grenzen setzen und den Datenschutz von Arbeitnehmern stärken soll. Danach soll die Online-Recherche über Bewerber nur noch mit Suchmaschinen sowie in sozialen Netzwerken mit eindeutig beruflichem Charakter erlaubt sein. Dass dem dann tatsächlich auch so sein wird, daran hegt der BITKOM allerdings noch Zweifel.

 „Die Recherche in privaten Online-Netzwerken durch Personaler ist in der Praxis kaum zu überprüfen, zumal sich der berufliche oder private Charakter vieler Netzwerke nicht klar abgrenzen lässt“, sagte Scheer. Dennoch gebe das Gesetz künftig klar vor, dass Internet-Recherchen im privaten Umfeld zu unterbleiben haben. Das neue Datenschutzgesetz für Beschäftigte muss noch den Bundestag passieren und soll im kommenden Jahr in Kraft treten.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG