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News, 20.05.2014
Studie zu Belastungen am Arbeitsplatz
Überstunden höhere Recruiting-Hürde als Schmutz und Lärm
Jobs mit Zeitdruck, Schichtarbeit und Überstunden schrecken Stellensuchende nach einer Studie stärker ab als Tätigkeiten, die mit überdurchschnittlich hohen körperlichen Belastungen einhergehen.
Dem IAB zufolge belegt die Studie, dass die  Arbeitsbedingungen vielfach für Stellensuchende bei ihrer Jobwahl durchaus eine  Rolle spielen können.
Dem IAB zufolge belegt die Studie, dass die Arbeitsbedingungen vielfach für Stellensuchende bei ihrer Jobwahl durchaus eine Rolle spielen können.
Schwierig zu besetzende Stellen sind häufiger als andere Stellen mit Überstunden, Schichtarbeit oder Termin- und Zeitdruck verbunden. Stellen, die mit Hitze, Schmutz und Lärm verknüpft sind, weisen dagegen keine erhöhten Rekrutierungsprobleme auf. Das ergab eine  Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) unter insgesamt knapp 14.000 Betrieben und Verwaltungen. So hat bei Stellen, in denen Überstunden an der Tagesordnung sind, knapp jeder zweite befragte Organisationen Probleme beim Recruiting, bei Jobs, in denen Mehrarbeit nur selten oder nie vorkommt, tut sich dagegen weniger als ein Drittel mit der Stellenbesetzung schwer.

Grund für die scheinbar deutlich geringeren Besetzungsprobleme bei Stellen, in denen Überstunden sowie Termin- und Zeitdruck eher selten sind, könnte nach Auskunft der IAB-Forscher Alexander Kubis und Anne Müller sein, dass Hitze, Schmutz und Lärm am häufigsten bei Stellen anzutreffen sind, die auch ungelernten Arbeitskräften offen stehen und in manchen Bereichen der Produktion oder auch im Baugewerbe gang und gäbe seien. „Für die Jobsuchenden gibt es zu diesen Stellen oft keine Alternativen, bei denen angenehmere Arbeitsbedingungen herrschen“, so die Arbeitsforscher in ihrem Bericht.

Allerdings ist unklar, ob Überstunden oder Termin- und Zeitdruck Ursache oder Folge von Problemen beim Recruiting sind. So sei den Forschern zufolge zum Beispiel auch denkbar, dass der Betrieb aufgrund eines Facharbeitermangels Probleme beim Besetzen offener Stellen hat und dies von den Beschäftigten in Form von Überstunden aufgefangen werden müsse.

Ungeachtet dessen offenbart die Studie aber auch, dass Zeitdruck in der Arbeitswelt zum Regelfall geworden ist, demnach die Unternehmen bei über der Hälfte der vakanten Stellen mit Termin- und Zeitdruck rechnen. Gut ein Drittel der vakanten Jobs ist mit erhöhten körperlichen Belastungen verbunden, rund jede vierte Stelle geht mit Schichtarbeit, Wochenenddienst oder kurzfristigen Änderungen des Arbeitsinhaltes einher.  

Wie aus der Studie hervorgeht, betreffen Termin- und Zeitdruck, Überstunden sowie kurzfristige Änderungen des Arbeitsinhalts und der Arbeitszeit vor allem Jobs für Akademiker, während körperliche Belastungen wie etwa Hitze, Schmutz und Lärm sowie Schichtdienst, Nachtarbeit und Wochenenddienst bei Stellen, für die ein Hochschulabschluss gefordert wird, eher selten das Jobbild prägen. Sie sind dagegen bei Tätigkeiten, die auch Ungelernten offen stehen, neben Termin- und Zeitdruck die häufigsten unangenehmen Arbeitsbedingungen.

Der Komplettbericht zur Studie mit Grafiken steht als kostenfreier Download zur Verfügung.
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