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Trotz Wirtschaftswachstum 2010: Aussichten bleiben bescheiden

Flucht in die Selbständigkeit ist nicht für jeden Arbeitslosen der Königsweg aus der Krise
(PM) Berlin/Düsseldorf, 22.12.2009 - Er wird übersichtlich ausfallen, der Aufschwung, aber offensichtlich kommt er: Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird im kommenden Jahr bei 1,25 Prozent liegen. Diese Prognose trifft der Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) www.bvr.de in seinem aktuellen Konjunkturbericht. „Die wirtschaftliche Erholung erfolgt in Deutschland schneller und stärker als noch im Sommer erwartet", erläutert BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin. Der preisbereinigte Rückgang der Wirtschaftsleistung dürfte sich in 2009 auf 4,5 Prozent belaufen.

Der verbesserte Ausblick auf die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr dürfe aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Aussichten für die Wirtschaft auf mittlere Sicht verhalten blieben. Das Wachstumstempo werde im Durchschnitt des kommenden Jahres niedriger ausfallen als noch in diesem Sommer und Herbst. Der Wirtschaftseinbruch vom Winter 2008/2009 werde daher voraussichtlich erst 2013 wieder ausgeglichen werden und der private Verbrauch in 2010 preisbereinigt stagnieren oder sogar sinken, glaubt man beim BVR. Zudem werde der Anstieg der Tarifeinkommen schwächer ausfallen. Auch stelle die steigende Arbeitslosigkeit einen Belastungsfaktor dar. „Der Impuls durch die Konjunkturprogramme ist beträchtlich, reicht aber nicht aus, um die negativen Einflüsse auszugleichen", so Martin. Die Sparquote werde im kommenden Jahr leicht von 11,2 Prozent auf 11,0 Prozent zurückgehen. Der Anstieg der Verbraucherpreise werde sich auf rund ein Prozent belaufen.

Unterdessen lässt nach einem Bericht des Handelsblattes www.handelsblatt.de die Angst vor dem Jobverlust in Deutschland die Bereitschaft zur Unternehmensgründung anwachsen. Allerdings: „Trotz der Trendwende sehen Experten der Industrie- und Handelskammern kein Ende der Gründungskrise: Es sind vermehrt Arbeitslose, die sich aus der Not heraus selbstständig machen, viele ohne klare Geschäftsidee. Nach Berechnungen des Instituts für Mittelstandsforschung wurden im ersten Halbjahr 2009 208.000 Unternehmen gegründet, 0,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der sich als Differenz aus Gründungen und Liquidationen ergebende Saldo war mit rund 5.900 positiv. 2008 war die Zahl der neuen Firmen im vierten Jahr in Folge gesunken, auf 206.000“, so das Blatt. Und weiter: „Marc Evers vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht in der jüngsten Entwicklung das typisch deutsche Muster: Nimmt die Arbeitslosigkeit zu, steigt auch das Gründungsinteresse. Problematisch sei, dass damit die Qualität der Businesspläne sinke: Viele Starts würden hastig vorbereitet, vier von zehn arbeitslosen Gründern hätten keine klare Geschäftsidee.“ Udo Nadolski, Personalexperte und Geschäftsführer des Düsseldorfer Beratungshauses Harvey Nash www.harveynash.de, warnt allerdings vor Verallgemeinerungen. Zwar seien „insbesondere Gründungen angesichts drohender oder bestehender Arbeitslosigkeit bisweilen nicht optimal vorbereitet, die Gründungsbereitschaft deutscher Hochschulabsolventen hingegen ist viel versprechend.“ 54 Prozent der Top-Studenten können sich nämlich nach der aktuellen Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company www.mckinsey.de mit dem Titel „Most Wanted - die Arbeitgeberstudie“ vorstellen, eine eigene Firma zu führen, rund 12 Prozent von ihnen würden die selbständige Tätigkeit einer Festanstellung sogar vorziehen. „Gut ausgebildete Young Professionals haben als Gründer viel eher die Möglichkeit, selbst Entscheidungen zu treffen, eigenverantwortlich zu handeln, neue Dienstleistungen oder Produkte zu prägen und schließlich Arbeitsplätze zu schaffen“, analysiert Nadolski.
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