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News, 20.03.2009
Teure Schnäppchen
Kauf von Grauimporten kann ungeahnte Folgen haben
Was beim Online-Einkauf häufig wie ein Schnäppchen aussieht, entpuppt sich letztlich oft als teurer Reinfall, berichtet TECHNIKdirekt.de. Häufig handle es sich hier um Grauimporte, deren Erwerb für Käufer eine Reihe von Problemen nachsichziehen können.
Nach Auskunft von TECHNIKdirekt.de, Marktplatz für IT, Unterhaltungselektronik und hochwertige Haushaltsgeräte, gelange immer wieder Markenware auf den Markt, welche zwar von dem Markenhersteller stamme, aber nicht für den Verkauf in der Europäischen Union (EU) freigegeben sei. Ob es sich bei einem Angebot um eine solche Ware handelt, ist jedoch für Kunden dem Bericht nach nicht ersichtlich. Gleichzeitig kann der Kauf von solchen so genannten Grauimporten für den Käufer, gleich ob Endverbraucher oder Unternehmen, sowohl rechtlich als auch praktisch zu erheblichen Problemen führen, warnt der Online-Marktplatz und Spezialversender. TECHNIKdirekt nennt hierzu insbesondere folgende Bereiche:
  1. Markenrechtsverstoß:  Wird eine Markenware auch zu beruflichen oder gewerblichen Zwecken eingesetzt, kann die Grenze zum geschäftlichen Verkehr überschritten werden. Ebenso kann ein Weiterkauf der Ware unter Umständen zu einem Markenrechtsverstoß führen und strafrechtliche Konsequenzen haben. Hingegen unbedenklich ist der Kauf von solcher Ware dem Bericht zufolge, wenn die Markenware rein privat genutzt wird. In diesem Fall sind keine Markenrechtsprobleme zu erwarten.
  2. Garantie- und Gewährleistungsprobleme: Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen beinhaltet der Kauf rechtlich einwandfreier Ware in der Gewährleistungszeit einen kostenlosen Service im Falle einer Reparatur. Wird die Ware indes bei einem Händler außerhalb der EU gekauft, müsse sich der Käufer in der Regel an den ausländischen Händler hinsichtlich eventueller Gewährleistungsansprüche wenden, wobei diese im Einzelfall erheblich von denen der EU abweichen können. Ansprüche bei inländischen Vertriebsgesellschaften bestehen bei Graumarktimporten demnach nicht.
  3. Verringerter Lieferumfang: Wie TECHNIKdirekt berichtet, sei es außerhalb von Deutschland eine verbreitete Praxis, Zubehörteile extra zu verkaufen, die eigentlich zum Lieferumfang gehören. „Das ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern kann sehr teuer werden, wenn es sich um notwendiges Zubehör wie Software, Kabel oder ähnliches handelt. Der Lieferumfang eines Produkts sollte deshalb genauestens verglichen werden“, rät der Spezialversender.
  4. Logistische Probleme: Zudem besteht bei Grauimporten die Gefahr von langen Lieferzeiten, schlechten Verpackungen und damit verbundenen Transportschäden.

Da die Markenhersteller dem Bericht zufolge jedoch nicht verpflichten seien, auf dem Produkt selbst anzugeben, ob die Ware tatsächlich für den EU-Markt vorgesehen und freigegeben ist, bestehe für Kunden kaum eine Möglichkeit, dies allein anhand der Ware zu überprüfen. Um die Gefahr, an Graumarktware zu gelangen, möglichst zu vermeiden, sei es für jeden Kunden wichtig, seine Waren von zuverlässigen Händlern zu kaufen und sich gegebenenfalls die Freigabe der Ware für die EU ausdrücklich zusichern bzw. garantieren zu lassen. „Konsumenten müssen sicher sein können, dass sie rechtlich einwandfreie Waren kaufen“, konstatiert Martin Saftenberger, Vertriebsleiter bei TECHNIKdirekt.de. „Der Käufer selbst ist nicht in der Lage, die Rechtssicherheit zu prüfen. Das muss der Shop-Anbieter leisten“, so sein Fazit.

Quelle: TECHNIKdirekt.de

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