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News, 02.10.2012
Außenhandelspreise August
Teure Energie treibt Index der Einfuhrpreise in die Höhe
Ein starker Preisauftrieb bei importierten Energieprodukten hat im August den Index der Einfuhrpreise in Deutschland deutlich nach oben schnellen lassen. Auch Getreide war erheblich teurer als im Vorjahr, während sich Importe von Metallen deutlich verbilligten.

Die Preise für nach Deutschland importierte Güter sind im August fast dreimal so stark auf Jahressicht gestiegen wie im Juli. So erhöhten sich die deutschen Einfuhrpreise dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge gegenüber August 2011 im Schnitt um 3,2 Prozent. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge im August im Mittel lediglich mit einem Anstieg binnen Jahresfrist um  2,7 Prozent gerechnet. Im Juli und im Juni hatte die Jahresveränderungsrate noch 1,2 bzw. 1,3 Prozent betragen. Gegenüber Juli verteuerten sich Importe nach Deutschland um durchschnittlich 1,3 Prozent.

Maßgeblich verantwortlich für die deutlich höhere Jahresveränderungsrate war eine starke Beschleunigung des Preisauftriebs bei importierter Energie. So verteuerten sich Energieprodukte im August auf Jahressicht um 11,4 Prozent und damit fast achtmal stärker als im Juli (+1,5% auf Jahressicht). Gegenüber Juli erhöhte sich das Preisniveau von Energieimporten im August um stolze 6,5 Prozent, womit sich auch auf Monatssicht der Preisauftrieb beschleunigte (Juli gegenüber Juni:+1,5%). Die höchste Jahresveränderungsrate wies importiertes Erdöl aus, das sich auf Jahressicht um 16,8 Prozent und gegenüber Juli um 9,1 Prozent verteuerte. Auch Mineralölerzeugnisse waren erheblich teurer als im Jahr zuvor. Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist im Schnitt um 15,9 Prozent und gegenüber Juli um 8,6 Prozent. Erdgas kostet dagegen im August nur 1,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und verbilligte sich gegenüber Juli sogar leicht (-0,5%). Die Preise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse herausgerechnet erhöhten sich die deutschen Einfuhrpreise im August auf Jahressicht im Durchschnitt lediglich um 1,1 Prozent (+ 0,0% gegenüber Juli).

Erheblich günstiger als im Vorjahresmonat war im August dagegen wie bereits in den Vormonaten importiertes Eisenerz. Dem Statistikamt zufolge mussten Importeure hierfür 20,3 Prozent weniger bezahlen als im Jahr zuvor. Gegenüber Juli verbilligte sich Eisenerz im Durchschnitt im August um 3,3 Prozent. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze lagen 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau (-2,1% gegenüber Juli). Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht sogar um 7,4 Prozent (-1,3% gegenüber Juli). Auch importierte Nicht-Eisen-Metalle waren deutlich günstiger. Hier lagen die Preise um durchschnittlich 4,8 Prozent unter dem Vorjahresstand (-0,3% gegenüber Juli). Besonders starke Preisrückgänge wies der Index für Nickel aus, das sich auf Jahressicht um 16,8 Prozent verbilligte (-4,6% gegenüber Juli). Aber auch Kupfer und Aluminium kosteten deutlich weniger als im Jahr zuvor (-4,2 bzw. -6,9%) und verbilligten sich gegenüber Juli (-1,8 bzw. -0,9%). Noch stärker fielen allerdings die Preise für importierten Rohkaffee. Er verbilligte sich für Importeure im Schnitt auf Jahressicht sogar um 24,4 Prozent und gegenüber Juli um 7,1 Prozent. Eine gegenläufige Entwicklung zeigte sich dagegen bei den Preisen für Getreide: Sie schossen binnen Jahresfrist um 13,0 Prozent nach oben.

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