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News, 04.05.2012
Sinkende Kauflust
Teure Energie belastet Konsumklima in Deutschland
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April erneut leicht eingetrübt. Viele Deutsche schnallen angesichts der hohen Energie- und Kraftstoffpreise den Gürtel enger. Die Konjunktur betreffend mehrt sich allerdings der Optimismus, zeigt der Konsumklimaindex im April.
Deutsche Verbraucher halten sich beim Einkauf wieder mehr zurück. Im Jahresdurchschnitt erwartet die GfK dennoch ein deutliches Wachstum des Konsums.
Deutsche Verbraucher halten sich beim Einkauf wieder mehr zurück. Im Jahresdurchschnitt erwartet die GfK dennoch ein deutliches Wachstum des Konsums.
Die hohen Energiepreise drücken weiter auf die Stimmung der Verbraucher. Wie die Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK) in Nürnberg mitteilte, gab der Indikator zum Konsumklima in Deutschland im April gegenüber März um 0,2 auf 5,8 Punkte nach. Für Mai prognostiziere der Gesamtindikator der GfK nach eine weitere Eintrübung der Verbraucherstimmung auf 5,6 Punkte. Das wäre der tiefste Wert seit einem halben Jahr. „Die ständigen Meldungen über neue Preisrekorde an den Zapfsäulen der Republik bleiben bei den Verbrauchern nicht ohne Wirkung. Entsprechend nehmen die Inflationsängste wieder zu“, so die GfK zur aktuellen Stimmungsdelle.

Die Angst vor einem weiteren Verlust an Kaufkraft zeigt sich unter anderem in abermals gesunkenen Erwartungen der Verbraucher zur Entwicklung ihrer eigenen finanzielle Haushaltslage. So gab der Teilindikator zu den Einkommenserwartungen nach einem Einbruch im März erneut leicht nach und notiert bei nunmehr 33 Punkten (-1,3 Punkte). „Die Konsumenten sehen ihre Kaufkraft beeinträchtigt, da mehr und mehr ihres Einkommens für Energie, und hier speziell für Benzin und Diesel, aufgewendet werden muss und somit nicht für andere Anschaffungen zur Verfügung steht“, erklärte die GfK. Trotz des erneuten Rückgangs weise allerdings der Indikator dem Forschungsinstitut nach weiterhin „ein überaus gutes Niveau“ auf.

Die Sorge um die weitere Preisentwicklung, insbesondere im Bereich der Energie, zeigt sich auch in einer deutlich gedämpften Kauflust. So brach der Indikator zur Anschaffungsneigung im April gegenüber März um 11,0 Punkte ein. Laut GfK notiere der Indikator mit einem aktuellen Stand von 27,6 Punkten zwar nach wie vor auf einem guten Niveau, allerdings um nunmehr sieben Zähler niedriger als im Vergleichszeitraum 2011. „Steigende Preiserwartungen zeigen im April dieses Jahres verstärkt ihre Wirkung auf die Konsumneigung. Damit überschatten sie momentan die anhaltend positiven Effekte, die von der guten Arbeitsmarktentwicklung ausgehen“, konstatierten die Konsumforscher. Hinzu komme der GfK zufolge, dass die augenblickliche Beruhigung auf den Finanzmärkten die Neigung der Verbraucher zum Sparen wieder steigen lasse.

Trotz gebremster Kauflust: Von Krisenstimmung sind die Deutschen weit entfernt, wie der Indikator zu den Konjunkturerwartungen belegt. Mit einem weiteren Anstieg um 1,3 Punkte auf 8,5 Punkte legte das Vertrauen, dass die Konjunktur in Deutschland an Fahrt gewinnen, im April den zweiten Monat in Folge zu. „Nach der kleinen Schwächephase im letzten Quartal 2011 sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft wieder auf Erholungskurs“, so die GfK. Ausgehend davon, dass sich der Arbeitsmarkt in Deutschland so positiv entwickle, wie derzeit prognostiziert, dürfte sich aus Sicht der GfK das Konsumklima auch in kommenden Monaten insgesamt stabil entwickeln. Ein Einbruch sei in jedem Fall nicht zu befürchten. Vor diesem Hintergrund bekräftige die GfK ihre Jahresprognose für 2012 von einem realen Wachstum des privaten Konsums um ein Prozent. „Dies setzt allerdings voraus, dass die Finanz- und Schuldenkrise nicht wieder neu entflammt, sondern sich die Beruhigung weiter fortsetzt“, so das Marktforschungsinstitut.
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