
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgebervereinigung energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen Ostdeutschland (AVEU) haben sich in Halle auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 20.000 Beschäftigten der privaten Energienwirtschaft in Ostdeutschland geeinigt. Danach erhalten die Beschäftigten ab 1. Januar 2011 drei Prozent mehr Gehalt. Zudem erhalten Vollzeitbeschäftigte für das zweite Halbjahr 2010 eine Einmalzahlung in Höhe von 1.500 Euro und Teilzeitbeschäftigte einen am Vollzeitbetrag anteilig zu berechnenden Einmalzuschuss.Für Auszubildende sieht der Abschluss ebenfalls eine Erhöhung der Vergütung um drei Prozent vor, zuzüglich einer Einmalzahlung in Höhe von 300 Euro.
Darüber hinaus verständigten sich die Tarifparteien darauf, den Manteltarifvertrag, der von den Arbeitgebern zum 31. Dezember 2007 gekündigt worden war, ab 1. Oktober 2010 mit einer Mindestlaufzeit bis Ende 2015 zu verlängern. Für die Beschäftigten gilt damit – entgegen der ursprünglichen Forderung der Arbeitgeber nach einer Arbeitszeitverlängerung – auch weiterhin die 38-Stunden-Woche.