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Pressemitteilung

Taiwans Werkzeugmaschinenbau auf dem Sprung in eine „smarte“ Zukunft

Vier taiwanischen Top-Unternehmen präsentieren auf der Pressekonferenz von TAITRA im Rahmen der AMB 2016 ihre Strategie und ihre Produkte unter dem Rahmenthema „Taiwan Machine Tools Advancing Smart Manufacturing“
(PM) Stuttgart, 15.09.2016 - Die exportabhängige Marktwirtschaft Taiwan ist mit einer Größe von 35.801 Quadratkilometern etwa so groß wie Baden-Württemberg und spielt in der spanabhebenden Metallbearbeitung global eine wichtige Rolle. Neben der Elektronikindustrie, die Global Player wie Acer, Asus oder HTC hervorgebracht hat, stellt der aufstrebende Maschinenbau einen Eckpfeiler der taiwanischen Wirtschaft dar. Die Nummer 1 der Werkzeugmaschinen-Cluster in der Welt befindet sich an der Westküste Taiwans in der Stadt Taichung, das gemeinhin als „Golden Valley" bekannt ist. Etwa 300.000 Experten arbeiten hier bei mehr als 1.000 Herstellern von Präzisionsmaschinen, die einen jährlichen Output von 4 Milliarden US-Dollar erzielen. Das macht Taiwan im globalen Maßstab zum siebtgrößten Herstellerland von Werkzeugmaschinen, die zu einem großen Teil ausgeführt werden.

Insgesamt exportiert Taiwan 80 Prozent seiner Werkzeugmaschinen in 138 Länder auf der Welt. Darunter ist auch Deutschland als fünftwichtigster Absatzmarkt für die taiwanischen Maschinenbau- und Fertigungsprodukte. Während Taiwan im Jahr 2015 Werkzeugmaschinen und -komponenten im Wert von 177 Millionen US-Dollar nach Deutschland ausführte, exportierte Deutschland in umgekehrter Richtung etwa das Dreifache, nämlich Werkzeugmaschinen zur Metallbearbeitung im Wert von rund 448 Millionen US-Dollar.

Productivity 4.0 aus Taiwan – Maschinenbau- und IT-Knowhow

Mit den Maschinen aus Deutschland hat auch die Idee des Industrie 4.0 seinen Weg nach Taiwan genommen. Die taiwanische Regierung verfolgt inzwischen ein „Productivity 4.0“-Programm und unterstützt die Firmen auf dem Weg zu intelligenten, vernetzten Maschinen. „Smart Manufacturing bedeutet, Maschinen mit Robotern, Sensoren, Maschinennetzwerken und Big Data zu vernetzen. Taiwan ist eines der wenigen Länder, das sowohl im Bereich Maschinenbau als auch in der IT-Entwicklung über ein großes Maß an Erfahrung verfügt“, erklärt Hou Wen-Chin, stellvertretender Geschäftsführer von TAITRA. Er ergänzt: „Mit dem Aufkommen von Industrie 4.0 und mit Blick auf zukünftige Trends fördert die taiwanische Regierung die Entwicklung „smarter“ Maschinen und unterstützt diesen Upgrading-Prozess mit staatlichen Ressourcen sowie durch eine enge Zusammenarbeit mit den Herstellern.“ Dabei werden auch Kooperationen mit deutschen Unternehmen gezielt ins Visier genommen. So hat die FFG Werke GmbH in letzter Zeit strategische Partnerschaften mit Siemens, der KUKA AG, Bosch, SAP sowie der RWTH Aachen und dem Fraunhofer Institut geschlossen.

Vier taiwanischen Top-Unternehmen präsentieren auf der Pressekonferenz von TAITRA im Rahmen der AMB 2016 ihre Strategie und ihre Produkte unter dem Rahmenthema „Taiwan Machine Tools Advancing Smart Manufacturing“:

FFG Werke GmbH

FFG will unter dem Motto „Smart Production Systems” Impulse für die moderne Fertigung setzen. Dazu gehören verschiedene neue Produkte und Dienstleistungen, die sich auf die Produktionsdatenanalyse und Service-Optimierung konzentrieren. Ein Beispiel ist „Solution Wizard", ein gesteuertes Fehlersuche-Tool für Maschinenbediener.

Buffalo Machinery Co., Ltd.

Für Buffalo Machinery steht die Zuverlässigkeit im Vordergrund. In diesem Rahmen hat Buffalo Machinery die patentierte „Smart Machining Technology" (SMT) entwickelt. Das 5-Achs-Drehzentrum MCU 5-X verfügt über eine Self-Learning-Funktion, die automatisch die auszuführenden Schneide-Konditionen einstellt. Hierdurch wird nicht nur die Lebensdauer der Werkzeuge verlängert, sondern es lässt sich auch eine fünf bis sechs Mal höhere Präzision erreichen.

Tongtai Machine & Tool Co., Ltd.

Tongtai entwickelt multifunktionale Maschinen, um die Vielzahl an Kundenanforderungen zu bedienen. So hat Tongtai zum Beispiel für die Automobilindustrie eine „smarte“ Gesamtlösung entwickelt. Seine intelligente Fertigungsstrategie vergleicht Tongtai mit einem Oktopus. Dieser besteht, so Tongtai, aus zwei Nervensystemen (HMI), dem Herz (PC/NC), sowie aus 500 Millionen Detektoren (Sensoren) und acht Tentakeln, womit Devices wie Automationssysteme, Mehrachs-Systeme oder die Ultraschall-unterstützte Maschinen gemeint sind. Das Gesamtsystem sorgt für Echtzeitüberwachung und stellt hohe Genauigkeit, Effizienz und Flexibilität sicher.

YCM Industries Co., Ltd.

Um höchste Qualitätsstandards zu bedienen, unterhält YCM einen ganzheitlichen Produktionskreislauf – von der Gießerei über die Montage bis hin zur Transportverpackung. Zur Effizienzsteigerung hat YCM das selbstentwickelte „i-Direct" Monitoring System etabliert. Das System ermöglicht eine Echtzeitüberwachung, analytische Produktionsreports und reduziert Maschinenausfallzeiten, zum Beispiel auch dadurch, dass notwendige Wartungsarbeiten vorhergesagt werden.

Druckfähiges Bildmaterial finden Interessierte unter folgendem Link: archiv.storyletter.de/download/160914_TAITRA_AMB2016_Pictures.zip
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