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News, 15.07.2013
Studie zur Arbeitsbelastung
Jeder Dritte arbeitet unter starkem Zeitdruck
Mehr als ein Drittel aller Erwerbstätigen in Deutschland fühlt sich in der Arbeit unter starkem Zeitdruck. Betriebliche Maßnahmen zur Reduktion der psychischen Arbeitsbelastungen sind dennoch nach wie vor die Ausnahme.
Besonders Führungskräfte empfinden häufig starken Zeitdruck.
Besonders Führungskräfte empfinden häufig starken Zeitdruck.


Mehr als jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland (34 %) empfindet bei der Arbeit starken Zeitdruck. Jeder Vierte (24 %) ist  häufig bei der Arbeit angespannt. Das ergab jetzt eine repräsentative Studie des Kölner Marktforschungsinstitutes YouGov. Immerhin rund jeder achte Arbeitnehmer fühlt sich sogar gänzlich überfordert und nach eigener Auskunft seine Arbeit nicht gewachsen (13 %). Bei den Job-Neulingen, die auf ihrer Stelle erst weniger als ein Jahr sind, berichten sogar 16 Prozent von dem Gefühl der Überforderung, bei den über 50-Jährigen ist dies dagegen lediglich bei sieben Prozent der Fall.

Besonders weit verbreitet ist das Gefühl, unter starkem Zeitdruck zu stehen, bei Führungskräften: Hier beträgt der Anteil der Befragten, die der Zeitdruck psychisch schwer belastet, sogar 42 Prozent. Von den Arbeitnehmern ohne Führungsposition verspüren dagegen nur 30 Prozent an ihrer aktuellen Arbeitsstätte starken Zeitdruck. Auch berichten Führungskräfte mit einem Anteil von 31 Prozent erheblich häufiger von einem angespannten Arbeiten als Angestellte ohne Führungsposition (21 %). Am meisten unter Strom beziehungsweise Spannung stehen Arbeitnehmer zwischen 31 und 40 Jahren: In dieser Altersklasse sagen rund drei von zehn befragten Angestellten, häufig in der Arbeit angespannt zu sein (29 %). Von den über 50-Jährigen sagt dies noch immerhin rund jeder Fünfte (19 %).

Ein weiterer Stress- und somit Belastungsfaktor ist die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes: 40 Prozent der Arbeitnehmer haben dahingehend ernsthaft oder zumindest teilweise Sorge. Besonders weit verbreitet ist die Furcht vor einem Arbeitsplatzverlust bei Neueinsteigern. Hier hat sogar die Hälfte nach eigener Auskunft zumindest phasenweise Jobangst. Vergleichsweise häufig als belastend angeführt wird auch ein häufig störungsintensives Arbeitsumfeld, demnach ein Drittel ständig wegen Störungen von außen die eigene Arbeitstätigkeiten unterbrechen muss (33 %).

Trotz der in vielen Berufen und Wirtschaftszweigen zunehmenden psychischen Belastungen sind Programme zur Gesundheitsförderung in Unternehmen der Erhebung nach noch immer Mangelware. So erhält nur gut ein Drittel aller Arbeitnehmer in Deutschland aktuell von seinem Arbeitgeber Angebote zur Gesundheitsförderung, die aus Sicht der jeweilig Befragten sinnvoll sind (34 %). Bei zwei von fünf befragten Angestellten gibt es solche Angebote in dem eigenen Unternehmen überhaupt nicht (39 %), ein gutes Viertel fühlt sich in Sachen betriebliche Gesundheitsförderung zumindest teilweise versorgt (27 %).

„Wie die Studienergebnisse zeigen, besteht bei vielen Unternehmen noch Handlungsbedarf, Angebote zur Gesundheitsförderung passgenau zu gestalten und an die Angestellten heranzutragen“, resümierte Dr. Marco Haferburg, Leiter der Organisationsforschung und -beratung bei YouGov.„Gezielte Maßnahmen zur Vorbeugung psychischer Belastung erhöhen die Mitarbeiterzufriedenheit und reduzieren Ausfälle“ so Haferburg weiter.

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