VOLLTEXTSUCHE
News, 21.04.2015
„Eco“-Trend verstärkt sich
Studie zeigt starkes Umweltbewusstsein bei Verbrauchern
Umweltbewusstes Handeln wird für Unternehmen immer wichtiger: Immer mehr Verbraucher weltweit richten ihr Konsumverhalten auch an Umweltschutzaspekten aus, hat eine Studie ermittelt.
Mehr als jeder zweite Deutsche trifft Kaufentscheidungen auch nach ökologischen Aspekten. In Indien trifft dies allerdings sogar auf mehr als neun von zehn Verbrauchern zu.
Mehr als jeder zweite Deutsche trifft Kaufentscheidungen auch nach ökologischen Aspekten. In Indien trifft dies allerdings sogar auf mehr als neun von zehn Verbrauchern zu.
Immer mehr Verbraucher weltweit orientieren sich bei Kaufentscheidungen und ihrer Markenwahl an ökologischen Aspekten. Das zeigen die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) unter 28.000 Konsumenten im Alter ab 15 Jahren in 23 Ländern. So gaben in dieser 76 Prozent der Befragten an, dass Unternehmen und Marken zu einem umweltbewusstes Handeln verpflichtet sind. Die große Mehrheit richtet hieran der Befragung nach auch ihr Konsumverhalten aus, wonach knapp zwei von drei Befragten nach eigener Auskunft nur Produkte und Dienstleistungen kaufen, die ihren Werten, Idealen und Überzeugungen entsprechen. Bei den meisten Befragten geht das Sozial- und Umweltbewusstsein so weit, dass sie sich schlecht fühlen, wenn sie gegen ihre Überzeugung verstoßen. So fühlen sich zum Beispiel knapp zwei Drittel der Verbraucher weltweit schuldig, wenn sie nicht umweltfreundlich handeln.

Umwelt- und Klimaschutz für Unternehmen erfolgsentscheidend


Auch in Deutschland sieht die große Mehrheit der Verbraucher umweltschutzkonformes unternehmerisches Handeln als ein Muss an. 73 Prozent der Deutschen meinen, dass Unternehmen hierzu verpflichtet sind. Rund ein Fünftel der Befragten stimmt dieser These sogar stark zu. Lediglich neun Prozent vertreten diese Meinung nicht. Während zwischen den Geschlechtern  in dieser Frage kaum Unterschiede festzustellen sind (Frauen: 74 %; Männer: 71 %), differieren die 15 bis 19-Jährigen und über 50-Jährigen hier etwas stärker. So sehen von den Jungen lediglich 65 Prozent umweltbewusstes Handeln von Unternehmen als ein Muss an, bei den Älteren ab 50 Jahren dagegen 76 Prozent.

Über alle Länder hinweg betrachtet, sind 78 Prozent der Frauen und 75 Prozent der Männer der Meinung, dass ein umweltbewusstes Handeln für jedes Unternehmen Pflicht sein muss. Am stärksten verbreitet ist diese Haltung in den Indien und Indonesien. Hier vertreten die Ansicht mehr als 90 Prozent der Konsumenten. Auch in Japan und Schweden, die im weltweiten Ranking zu den Schlusslichtern zählen, legt jeweils mehr als die Hälfte der Befragten Wert auf ein umweltbewusstes Verhalten von Unternehmen.

Umweltgewissen der Deutschen stark unterdurchschnittlich ausgeprägt

Wenn es um das eigene Umweltbewusstsein geht, können die Deutschen weit eher mit eigenem umweltschädlichem Verhalten leben als der internationale Durchschnitt der Verbraucher: Während weltweit 63 Prozent der Konsumenten ein schlechtes Gewissen plagt, wenn sie gegen Umweltschutzprinzipien verstoßen, fühlt sich in Deutschland nur weniger als jeder Zweite (46 %) schuldig, wenn er umweltschädlich handelt. Damit liegt Deutschland im internationalen Ranking auf dem viertletzten Platz. Ein gering ausgeprägtes ökologisches Gewissen zeigen nur die Schweden (37 %), die Polen (38 %) und Südkoreaner (41 %). Das  stärkste Umweltbewusstsein, zumindest was das Umweltgewissen angeht, ermittelte die Studie in Indien und Indonesien: Hier gaben jeweils mehr als acht von zehn Befragten an, sich schuldig zu fühlen, wenn sie der Umwelt schaden (Indien: 85 %; Indonesien: 83 %). Das ist ein nahezu doppelt so hoher Anteil wie in Deutschland.

Werte und Ideale mehrheitlich von kaufentscheidender Bedeutung

Bei den meisten Deutschen spielen Werte wie etwa der Schutz der Umwelt oder eine faire Bezahlung auch im Konsumentenalltag eine Rolle. So kaufen 58 Prozent nach eigener Auskunft nur Produkte und Dienstleistungen, die mit ihrem Wertekanon im Einklang stehen. Jeder Zehnte legt hierauf sogar großen Wert (10 %). Besonders ausgeprägt ist diese Haltung bei den 15- bis 19-Jährigen und 30- bis 39-Jährigen. In diesen Altersklassen richten sogar jeweils 61 Prozent ihr Konsumverhalten an Werten aus.

Im weltweiten Durchschnitt orientieren sich nach eigener Auskunft sogar 63 Prozent der Befragten bei Konsumentscheidungen an ethischen Prinzipien, rund jeder Sechste tut dies sogar stark (17 %). Auch beim Transfer der eigenen Überzeugungen in den konkreten Konsumentenalltag liegt Indien ganz vorne. Hier fließen Werteaspekte sogar bei 94 Prozent in Kaufentscheidungen mit ein. An zweiter Stelle folgen Indonesien und die Ukraine gleichauf mit jeweils 78 Prozent. Am schwächsten ausgeprägt ist die Neigung, Konsumentscheidungen auch nach ethischen Kriterien zu treffen, in Schweden (35 %) sowie in Argentinien und Belgien (jeweils 43 %).

cs/GfK
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG