VOLLTEXTSUCHE
News, 11.02.2014
Boom mobiler Datendienste
Studie prognostiziert massiven Anstieg des mobilen Datenverkehrs
Der Siegeszug von Smartphones und Tablets lässt den mobilen Datenverkehr rapide steigen: Nach einer aktuellen Studie dürfte sich das über mobile Endgeräte transferierte Datenvolumen bis 2018 in Deutschland rund verzehnfachen.
Online-Spiele, Videos, Foto-Posts in Social Media - immer schnellere Geschwindigkeiten machen mobile Datendienste immer attraktiver.
Online-Spiele, Videos, Foto-Posts in Social Media - immer schnellere Geschwindigkeiten machen mobile Datendienste immer attraktiver.

Im Jahr 2018 werden weltweit jährlich etwa 190 Exabyte an Daten über mobile Internet-Verbindungen versandt werden. Das entspricht einem Datenvolumen von 190 Milliarden Gigabyte und ist ein 11-fach höheres Datenvolumen als 2013. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Cisco Visual Networking Index Global Mobile Data Traffic Forecast for 2013 to 2018“ des Netzwerkausstatters Cisco. Für Deutschland prognostiziert die Studie für 2018 ein mobiles Datenaufkommen von monatlich rund 287 Petabyte beziehungsweise eine Million Gigabyte. Damit wächst der mobile Datenverkehr in Deutschland bis 2018 viermal schneller als das via Festnetz übertragene Datenvolumen. Im Zuge dieser Entwicklung erhöht sich der Anteil des mobilen Datenaufkommens am gesamten Datenverkehr in Deutschland in diesem Zeitraum von zwei auf zehn Prozent. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Datenübertragungsgeschwindigkeit mobiler Verbindungen von 2,1 auf 3,6 Megabit in der Sekunde (Mb/s). Smartphones werden der Cisco-Studie nach im Jahr 2018 sogar im Schnitt mit 15 Mb/s an die Datenautobahnen angebunden sein. Der gesamte Smartphone-Traffic über 4G (LTE), der Nachfolgegeneration des Mobilfunkstandards 3G,  wird sich laut Cisco bis dahin von sechs Prozent (2013) auf 56 Prozent erhöhen.

Das Wachstum des mobilen Datenverkehrs liegt teilweise an einer weiterhin starken Zunahme der Anzahl mobiler Internet-Verbindungen, etwa durch persönliche Geräte und Maschine-zu-Maschine (M2M)-Verknüpfungen. Im Zuge des Trends zum Internet of Everything wird der M2M-Datenverkehr in Deutschland um das 36-Fache steigen und 2018 etwa 10 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen.

„In vier Jahren wird es in Deutschland doppelt so viele Mobilgeräte geben wie Einwohner“, sagt Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. „Auch in Sachen Geschwindigkeit und intelligente Funktionen werden wir weltweit mit an der Spitze stehen“, so Tuszik weiter. Dies werde Deutschland aber nur erreichen, wenn der Ausbau und die Modernisierung der Mobilfunknetze sowie der Infrastrukturen konsequent vorangetrieben würden. „Dafür ist eine gezielte übergreifende Investition sowie eine breite politische und gesellschaftliche Unterstützung nötig. Ohne dies würde Deutschland den Anschluss verlieren“, so der Cisco Deutchland-Chef.

Fast fünf Milliarden mobile Nutzer weltweit

Laut Studie wird der mobile Datenverkehr bis 2018 dreimal stärker wachsen als das Datentransfervolumen über Festnetz. Angetrieben wird das Wachstum des mobilen Datenverkehrs durch unter anderem eine weiter steigende Zahl mobiler Nutzer. So dürfte die Zahl der Nutzer von mobilen Datendiensten bis 2018 weltweit um gut ein Fünftel auf 4,9 Milliarden Menschen steigen. Zugleich wird sich die Zahl mobiler Verbindungen von sieben Milliarden (2013) auf 10 Milliarden, darunter 8 Milliarden persönliche Geräte und 2 Milliarden M2M-Verbindungen, erhöhen. Hinzu kommt, dass die Datenübertragung über mobile Endgeräte immer schneller wird. So wird sich die Durchschnittsgeschwindigkeit mobiler Internetverbindungen in den kommenden vier Jahren von 1,4 auf 2,5 Mb/s nahezu verdoppeln, bei Smartphones werden es Schnitt im Jahr 2018 sogar 7,0 Mb/s sein. 2013 betrug die Datenübertragungsgeschwindigkeit laut Cisco im Durchschnitt 4,0 Mb/s. Ein weiterer Treiber des mobilen Datenaufkommens ist eine immer stärker Video-Nutzung: Während im Jahr 2013 Video-Daten gut die Hälfte des mobilen Datenverkehrs (53 %) ausmachten, werden 2018 bereits mehr als zwei Drittel des gesamten mobilen Datentransferaufkommens (69 %) auf Videos entfallen.

Weitere weltweite Ergebnisse der Cisco-Studie:

  • Smartphones, Notebooks und Tablets werden für etwa 94 Prozent des weltweiten mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein, M2M-Verbindungen für 5 Prozent.
  • Der mobile Cloud-Traffic steigt von 2013 bis 2018 um das 12-Fache. 2018 werden 90 Prozent des mobilen Datenverkehrs aus Cloud-Anwendungen kommen, Ende 2013 waren es bereits 82 Prozent.
  • Die Anzahl der Wearables wird im gleichen Zeitraum von 21,7 Millionen auf 176,9 Millionen zunehmen.
  • Der Datenverkehr über 4G-Netzwerke wächst um das 18-Fache und wird 2018 51 Prozent des gesamten Mobil-Traffics betragen.
  • Der Offload von Mobilverkehr auf WiFi und Small-Cell-Technologien gewinnt immer mehr an Bedeutung: In vier Jahren werden mehr mobile Daten über WLAN (17,3 Exabyte/Monat) übertragen als über Mobilnetze (15,9 Exabyte/Monat).
  • Der mobile Datenaustausch wird 2018 zu 69 Prozent aus Videodaten, 17 Prozent aus Web- und Datenanwendungen, 11 Prozent aus Audio-Streaming und 3 Prozent aus Filesharing bestehen.
  • Im weltweiten Vergleich wird der mobile Traffic am stärksten im Raum Nahost/Afrika um das 14-Fache steigen, in Westeuropa am geringsten um das 7-Fache.
Eine englischsprachige Zusammenfassung der Ergebnisse der Cisco-Studie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG