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News, 17.06.2008
Studie belegt
In Deutschland fliegen CEOs am schnellsten!
Der Erfolgsdruck für Vorstandsvorsitzende (CEOs) in Deutschland wächst: Einer aktuellen Studie zufolge hat sich die Zahl der Top-Manager, die unfreiwillig ihren Vorstandsposten räumen mussten, im Jahr 2007 fast verdoppelt.
Während die Zahl der Chief Executive Officers (CEOs) bzw. Vorstandsvorsitzenden, die unfreiwillig ihren Hut nehmen müssen, weltweit – u.a. auch in den USA und Japan - seit 2005 leicht abnimmt, hat sich der Druck auf europäische Vorstandschefs stark erhöht. Vor allem in Deutschland wird der CEO-Posten inzwischen immer häufiger zum Schleudersitz. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Studie „CEO Succession“, die von der internationalen Strategieberatung Booz & Company zum siebten Mal in Folge durchgeführt wurde. Demnach schied jeder fünfte Vorstandschef in Deutschland (19,7%) 2007 unfreiwillig aus dem Amt. Im europäischen Durchschnitt ereilte dieses „Schicksal“ jeden Sechsten (17,6%), weltweit hingegen nur rund jeden Siebten (13,8%).

Der Studie zufolge mussten 38 Prozent aller europäischen Vorstandsvorsitzenden im letzten Jahrzehnt den Vorstandssessel räumen, in den USA dagegen nur etwas mehr als jeder Vierte (27%). Der Grund für die deutliche höhere Flukationsrate: Laut Studie nehmen Aufsichtsräte in Europa ihre Kontrollfunktionen stärker wahr als ihren internationalen Kollegen. Angesichts einer Wahrscheinlichkeit von weltweit 2,1%, als CEO aus dem Amt gedrängt zu werden, könnte sich der Druck auf Vorstandsvorsitzende, wie die Experten meinen, in Zukunft noch verschärfen. Sogar bei besonders schlecht abschneidender CEOs beträgt das Risiko demnach nur 5,7 Prozent, und das, trotzdem die betreffenden Vorstandsvorsitzenden laut Studie in den letzten zwei Jahren mindestens ein Viertel des Aktienwertes ihres Unternehmens vernichtet haben und im Vergleich zu ihrer „Peer Group“ um mindestens 45% schlechter abschneiden.

„Aufsichtsräte sind kontinuierlich gefordert, im kritischen Dialog mit dem CEO den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern – die Freisetzung des CEOs sollte das letzte Mittel sein“, betont Stefan Eikelmann, Sprecher der deutschen Geschäftsführung von Booz & Company. Interessant dabei: Vorstandsvorsitzende, die von außerhalb berufen wurden („Outsider“) erzielen schlechtere Ergebnisse als solche, die aus dem Unternehmen kommen („Insider“). Entsprechend überrasche es auch nicht, dass Outsider über die letzten fünf Jahre betrachtet, sowohl in Europa als auch im deutschsprachigen Raum ein 10% höheres Risiko haben, unfreiwillig auszuscheiden als Insider. „Die besseren Ergebnisse von Insidern könnten erklären, weshalb schlechte Performance bisher nicht zwingend dazu führt, dass Aufsichtsräte den CEO abberufen“, so Booz & Company in ihrem Bericht. So sei die Zahl geeigneter Kandidaten im Unternehmen für einen solchen Posten naturgemäß begrenzt, was Eikelmann zufolge wiederum die steigende Bedeutung einer langfristigen Planung zur Besetzung der höchsten Führungspositionen aus den eigenen Reihen unterstreicht: „Hier sind Unternehmen mehr denn je gefordert, ihre Top-Talente zu entwickeln und zu halten. Dies gehört in die Zielvereinbarung des Top Managements.“

Eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie „CEO Succession 2007 – The Performance Paradox“ steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.


Quelle: Booz & Company

http://www.booz.com/media/file/CEO-Succession-2007-presend.pdf

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