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News, 07.03.2007
Studie belegt
Frauen verdienen wesentlich weniger als Männer
Eigentlich ist jegliche Benachteiligung von Arbeitnehmern aufgrund personenspezifischer Merkmale wie des Geschlechts spätestens seit Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) gesetzlich untersagt und stellt solche unter Strafe. Dennoch werden Frauen nach wie vor deutlich schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Wie eine aktuelle Online-Umfrage des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung belegt, gibt es in Hinblick auf die „Gleichberechtigung der Frau“ zumindest in beruflicher Hinsicht noch viel zu tun. So zeigt die auf der WSI-Internetseite www.frauenlohnspiegel.de durchgeführte Umfrage, an der sich rund 68.000 Beschäftige in Deutschland beteiligten, dass der Bruttomonatsverdienst von Frauen im Schnitt rund 22 Prozent unter dem der Männer liegt.

Dem Bericht der Hans-Böckler-Stiftung zufolge fallen die Einkommensunterschiede je nach Beruf und Tätigkeit unterschiedlich aus. So verdiene eine Großhandelskauffrau monatlich im Durchschnitt rund 2.188 Euro € brutto und liege damit rund 504 € unter dem Verdienst ihrer männlichen Kollegen. Männliche Informatiker erhielten mit einem durchschnittlichen Bruttoverdienst von 3.971 Euro rund 381 Euro mehr als ihre weiblichen Pendants. Bei den Bankkaufleuten betrage der Unterschied monatlich sogar rund 716 Euro (Frauen 2.967 € / Männer 3.682 €). Ähnlich große Unterschiede konnten auch in anderen Branchen und Berufsgruppen wie beispielsweise bei den Chemielaborantinnen, Maschinenbauingenieurinnen und Köchinnen ausgemacht werden.

Wenngleich sich die Ergebnisse der Umfrage mit der häufigeren Berufsunterbrechung, kürzeren Berufserfahrung, der geringeren Zahl von Führungspositionen und der partiell noch geringeren Qualifikation erklären ließen, scheinen geschlechtsspezifische Benachteiligungen keine Seltenheit. Nach Meinung von Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs, belegten zahlreiche Studien, dass es immer noch eine Lohndiskriminierung gäbe. „Nach wie vor bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer.“

So sollen die Daten des WSI-Frauenlohnspiegels dazu beitragen, mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern zu schaffen und die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern offenlegen. Dabei könne jede Frau (und jeder Mann) über den Lohnspiegel im Internet überprüfen, welche Löhne und Gehälter in einzelnen Berufen tatsächlich gezahlt würden. Die Online-Umfrage würde in jedem Falle fortgeführt. Als möglicher Lohn für die Teilnahme winkt der Gewinn einer Reise für zwei Personen nach Südafrika.

Weitere Informationen zur Umfrage erhalten Interessenten über das Portal www.frauenlohnspiegel.de oder direkt über den nachfolgenden Hyperlink „weitere Infos“.

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