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News, 13.08.2015
Migrationsstudie
Zuwanderer in Deutschland immer besser qualifiziert
Das Qualifikationsniveau von Zuwanderern und deren Nachkommen von Migranten hat sich in Deutschland dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln nach in den letzten Jahren stark erhöht.
Bild: panthermedia.net / Riccardo Piccinini
Bild: panthermedia.net / Riccardo Piccinini
Immer mehr Menschen in Deutschland haben einen sogenannten Migrationshintergrund, das heißt sind Zuwanderer oder stammen von solchen ab. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berichtet, hat sich der Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln an der Gesamtbevölkerung in Deutschland seit dem Jahr 2005 von 18 auf 20 Prozent erhöht. Zugleich nahm auch das Qualifikationsniveau der Migranten deutlich zu: Während vor zehn Jahren lediglich rund jeder Siebte (14 %) einen Hochschulabschluss hatte, traf dies im vergangenen Jahr auf mehr als 25 Prozent der in Deutschland lebenden Migranten zu. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch bei den in Deutschland geborenen Nachkommen früherer Zuwanderer. Hier erhöhte sich der Anteil mit erfolgreich absolviertem Hochschulstudium im selben Zeitraum bei den 25- bis 34-Jährigen von acht auf 15 Prozent.

Deutlich besser sieht es auch aus, was den Anteil der beruflich „abgeschlagenen“ Migranten angeht: Während vor zehn Jahren noch fast jeder Zweite (46 %) ohne abgeschlossene Berufsausbildung war, galt dies im vergangenen Jahr für nur mehr gut ein Drittel  aller Zuwanderer in Deutschland (36 %). Auch bei den in Deutschland geborenen Kindern von Migranten zeigt sich bei der Bildung eine, wenn auch zögerliche, Aufwärtstendenz. Hier sank der Anteil der Personen ohne Berufsabschluss in der Altersgruppe der 25- bis 34 Jährigen von 36 auf 34 Prozent.

Blickt man auf den Bildungslevel der in Deutschland lebenden Personen ohne Migrationshintergrund, zeigt sich jedoch, dass es trotz aller Positiventwicklungen  in Sachen „Integration durch Bildung“ in Deutschland noch viel zu tun gibt. So liegt der Anteil der Deutschen ohne ausländische Wurzeln, die keine Berufsausbildung abgeschlossen haben, in der Altersklasse von 25 bis 34 Jahre mit 15 Prozent weniger als halb so hoch.

Dem IW Köln zufolge müsse daher die Integrationspolitik in Deutschland weiter gestärkt werden. „Wünschenswert wäre beispielsweise eine gezieltere Sprachförderung vom ersten Tag in der Kita an bis zum Schulabschluss. Zudem benötigen viele Migrantenkinder weitere Hilfen wie Hausaufgabenbetreuung, weil ihre Eltern häufig die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen und ihre Kinder deshalb zu wenig unterstützen“, so das arbeitgebernahe Wirtschaftsforschungsinstitut. „Gelingt es, die Integration weiter zu verbessern, kann selbst die Flüchtlingszuwanderung eine Chance bieten – und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.“

cs/IW Köln
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