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News, 07.09.2015
Informationsmanager gefragt
Vielen Unternehmen fehlt es an Big Data-Spezialisten
KomplexesWissen über die eigene Kundenzielgruppe kann für Unternehmen bares Geld sein. Voraussetzung ist allerdings die Fähigkeit, entsprechende Daten zu erfassen, auszuwerten und gezielt zur Umsatzsteigerung zu nutzen. Gerade aber für die Analyse von Big Data fehlt es einer Studie nach noch vielfach an entsprechenden Experten.
Ganzheitliche Datenanalysen über alle Kommunikationskanäle und Kundenkontaktepunkte hinweg sind der Studie nach noch die Ausnahme.
Ganzheitliche Datenanalysen über alle Kommunikationskanäle und Kundenkontaktepunkte hinweg sind der Studie nach noch die Ausnahme.

Das wertvollste Gut für kundenorientierte Branchen wie dem Einzelhandel sind Kundendaten. Da E-Commerce den stationären Handel zunehmend kannibalisiert, ist es heutzutage für ein Unternehmen mit starkem Verbraucher-Fokus wichtiger denn je, die von den Kunden im Internet hinterlassenen Spuren zu analysieren und gewinnbringend einzusetzen. Wie der Informationsmanagement-Dienstleister Iron Mountain jetzt in einer Studie ermittelt, verfügt jedoch nur jedes dritten Unternehmen in  kundenorientierten Branchen über einen so genannten Informationsmanager, der betriebswirtschaftliches Kompetenz und ITK-Know-how verbindet, um geeignete Strategien – zum Beispiel zur effektiven Analyse von Kundendaten – zu entwickeln. Gleichermaßen sind sich 92 Prozent der Entscheider im Einzelhandel darüber einig, dass solche Informationsexperten eine entscheidende Rolle dabei spielen können, Unternehmensinformationen wie zum Beispiel Kundendaten aus CRM- oder ERP-Systemen wertschöpfend zu nutzen.

„Der Umsatz steigt und fällt mit der effektiven Nutzung von Kundendaten. Um ihren vollen Wert zu verstehen, ist es nötig, Fachwissen sowohl in der IT als auch in der Betriebswirtschaft mit zu bringen. Diese Anforderung kann ein Informationsmanager erfüllen, der als Schnittstelle zwischen der IT und operativen Abteilungen wie dem Vertrieb oder Marketing agiert. Diese Informations-Profis wissen nicht nur, wo wertvolle Informationen unter dem Big-Data-Berg begraben liegen, sondern auch wie man diese gewinnbringend einsetzt. Wie unsere Studie zeigt, fehlt vielen Unternehmen in kundenorientierten Branchen ein solcher Experte, obwohl fast alle Unternehmen glauben, dass dieser ihnen bei der Auswertung von Unternehmensinformationen dienlich sein könnte“, so Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain Deutschland GmbH.

Kundenorientierte Branchen sind Nachzügler in Sachen Informationsmanagement


In anderen, weniger kundenorientierten Branchen hingegen ist die Rolle des Informationsmanagers um einiges weiter verbreitet. Dies sind vor allem Sektoren, bei denen die Einhaltung regulatorischer Verpflichtungen traditionsgemäß eine große Rolle spielt. So verfügen 46 Prozent produzierenden Unternehmen, 48 Prozent im Energieunternehmen sowie 50 Prozent der Finanzdienstleister laut Studie über einen Informationsmanager

Priorität der Informationsprofis liegt nicht auf Mobile Business oder Web 2.0

Den vollen Wert von Kundendaten nutzbar zu machen und diese dabei sicher und nach aktuellen Datenschutz-Standards aufzubewahren, gewinnt immer mehr an Bedeutung für den Geschäftserfolg und die Reputation der Marke in kundenorientierten Unternehmen. Im Einzelhandel wandte man frühzeitig Datenanalysen an, um seine Kunden besser zu verstehen. Auf Grund des verstärkten Wettbewerbs durch den E-Commerce fällt die Marktdurchdringung vielen Unternehmen heutzutage um einiges schwerer als früher.

„Wer nicht mit der Integration von Mobilgeräten und Trends wie Kundenbetreuung über soziale Netzwerke mithält, ist klar im Nachteil. Diese neuen Plattformen erzeugen jedoch Unmengen an unstrukturierten Daten, die es nicht nur zu archivieren, sondern deren Mehrwert es auch für den eigenen Wettbewerbsvorteil zu nutzen gilt“, erklärt Hans-Günter Börgmann.

Wie Studie von Iron Mountain ergab, sind Informationsmanager in Einzelhandelsunternehmen allerdings hauptsächlich für die Verwaltung klassischer strukturierter Daten verantwortlich. 71 Prozent nannten Kundendaten und 76 Prozent gaben E-Mails als Hauptaufgaben an. Lediglich 29 Prozent arbeiten mit Social Media-Inhalten und nur 37 Prozent sind an mobiler Kommunikation beteiligt.

cs/Iron Mountain

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