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News, 26.01.2011
Studie
Verständnis von Nachhaltigkeit greift oft zu kurz
Viele Unternehmen verbinden mit nachhaltiger Unternehmensführung in erster Linie eine wirtschaftlich gesunde Unternehmensentwicklung. Soziale und ökologische Aspekte bleiben dagegen oft noch außen vor, zeigt eine aktuelle Studie.
Knapp 40 Prozent der Unternehmen betrachten das Thema Nachhaltigkeit ausschließlich im Kontext ihrer wirtschaftlichen Entwicklung.
Knapp 40 Prozent der Unternehmen betrachten das Thema Nachhaltigkeit ausschließlich im Kontext ihrer wirtschaftlichen Entwicklung.
Anders als Verbraucher, die mit dem Thema Nachhaltigkeit vorrangig gesellschaftliche und ökologische Aspekte verbinden, machen Unternehmen hier ihr Handeln in erster Linie an ökonomischen Größen fest. Das zeigen die Ergebnisse einer vom Kompetenzzentrum Innovation und marktorientierte Unternehmensführung (KIM) im Auftrag der Graduate School Rhein-Neckar (GSRN)durchgeführten Studie zum Thema „Nachhaltiges Innovationsmanagement“. So nannten 80 Prozent der befragten Firmen zur Frage, woran sich Nachhaltigkeit aus ihrer Sicht bemesse,  die Gewinn- und Renditeentwicklung, also nachhaltiges Unternehmertum statt kurzfristiger Gewinnmaximierung. Auf soziale und ökologische Aspekte verwiesen dagegen nur 60 Prozent der Unternehmen.

„Bei erstaunlich vielen Unternehmen sind die ökologischen und sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit nicht ins Bewusstsein gerückt“, so die Studienautoren. Gründe hierfür seien dem Bericht zufolge, dass es oft an Wissen zu den Möglichkeiten und an Messmethoden fehle. Selbst Maßnahmen wie die Überprüfung von Prozessen fänden hier nur selten statt. So hätten beispielsweise erst 15 Prozent der kleineren und mittleren Unternehmen bisher einen Umweltweltaudit durchgeführt. Werden indes ökologische  relevante Maßnahmen ergriffen, dann nicht zuletzt auch oft aus wirtschaftlichen Gründen. So antworteten  knapp 60 Prozent der Unternehmen auf die Frage, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen sie ergreifen, effizienzgerichtete Innovationen umzusetzen, die zu geringerem Materialaufwand bzw. Energieaufwand pro hergestellter Einheit führen.

Trotz der nach wie vor bestehenden Diskrepanzen im Verständnis und im Umgang mit dem Thema, gewinnt der Faktor Nachhaltigkeit den Studienautoren zufolge dennoch branchenübergreifend immer mehr an Relevanz. „Wir erleben derzeit einen Bewusstseinswandel beim Thema Nachhaltigkeit“, erläutert Prof. Dr. Rainer Völker, Leiter des Kompetenzzentrum Innovation und marktorientierte Unternehmensführung (KIM). „Bislang waren beispielsweise positive Umweltwirkungen häufig willkommene Nebeneffekte von Kostensenkungszielen. Inzwischen aber steigt der Druck von Konsumenten und der breiteren Öffentlichkeit auf die Unternehmen, auch in direkter Weise Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen.“
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