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News, 12.02.2013
Liebe keine Gewähr für Datensicherheit
Verliebte in Sachen Datenschutz oft blind
Das Sprichwort „Liebe kennt keine Grenzen“ ist zwar für viele eher eine Floskel. Bezogen auf den Umgang mit persönlichen Daten trifft sie auf die große Mehrheit der Verliebten einer neuen Studie zufolge aber zu.
Intime Fotos auf Facebook - bei nicht wenigen Deutschen hat sich die Offenheit im Umgang mit persönlichen Daten dem Partner gegenüber schon gerächt.
Intime Fotos auf Facebook - bei nicht wenigen Deutschen hat sich die Offenheit im Umgang mit persönlichen Daten dem Partner gegenüber schon gerächt.
Risiken den Datenschutz betreffend werden von den meisten Liebenden, zumindest solange die Liebeswelt noch heil ist, schlichtweg ausgeblendet. Das zeigt jetzt eine neue Studie von McAfee, in der der IT-Sicherheitsanbieter weltweit rund 7.700 Personen im Alter zwischen 18 und 54 Jahren zum Umgang mit digitalen Daten in ihren Beziehungen befragt hat. Demnach versenden zwei von drei befragten Deutschen Intimes oder Persönliches in Form von Texten oder Bildern digital an ihre Partner. Damit ist das Vertrauen bei den Deutschen in den eigenen Partner Datenschutzaspekte betreffend deutlich stärker ausgeprägt als bei Verliebten in England und Australien: Hier kennt die Liebe jeweils nur bei gut der Hälfte den Datenschutz betreffend keine Grenzen. Über das Smartphone haben sogar schon 75 Prozent der weltweit Befragten intime Texte oder Bilder versandt. Und das obwohl nur rund ein Viertel der Befragten davon ausgehen, beim eigenen Partner auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit diesen Daten auch im Falle dessen, dass es mit der Liebe mal vorbei sein sollte, vertrauen zu können.

Deutsche rächen bei Liebesaus besonders oft mit Datenmissbrauch


Kommt es zum Datenmissbrauch durch einen (einstigen) Vertrauten, lässt sich der Schaden nur schwer begrenzen. So wurden beispielsweise immerhin fünf Prozent der weltweit befragten Personen bereits von einem Ex-Partner bedroht, auf Facebook von ihnen private Fotos zu veröffentlichen. In Deutschland meinen es besonders viele damit ernst: Hier machten 70 Prozent die Drohung wahr. In Mexiko und Großbritannien ließen dagegen nur 31 Prozent bzw. 42 Prozent der Drohung Taten folgen. Besonders problematisch: Die Löschung solcher Fotos kann nur der vornehmen, der sie auf Facebook eingestellt hat. Rund sechs von zehn befragten Deutschen (58%) ist das bereits passiert: Sie mussten den Veröffentlicher um das Löschen der intimen Fotos bitten. Ein Viertel musste sogar über einen Anwalt oder ein Gericht die Löschung erzwingen.

"Menschen müssen über die Folgen Ihrer Nutzungsgewohnheiten sehr viel besser informiert sein,“ so Toralv Dirro, Sicherheitsstratege EMEA bei McAfee. „Dem Partner Passwörter für Geräte oder Anwendungen zu überlassen, ist kein Zeichen von Vertrauen – es ist einfach fahrlässig“, mahnt Dirro. So gaben fünf Prozent der weltweiten befragten Personen an, sich schon einmal in den Account eines Dritten ohne dessen Wissen eingeloggt zu haben, um dort gespeicherte Inhalte offenzulegen. Als Motive nannten die Befragten Rache dafür, dass sie von dem Betreffenden verlassen wurden (35%), belogen wurden (29%), betrogen wurden (19%) oder von diesem unangemessene Fotos mit anderen Personen gepostet wurden (23%).

Cyber-Stalking an der Tagesordnung

Sehr beliebt ist auch, dem eigenen Partner nachzuspionieren, getreu dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Bewaffnet mit dem Kennwort des Partners gibt es kaum etwas, das nicht durchforstet wird. So hat nach eigener Auskunft jeder dritte Befragte bereits die E-Mails eines Partners gecheckt (manchmal: 23%; regelmäßig: 10%). Fast ebenso häufig werden die Accounts in Social Media überprüft (manchmal: 22%; regelmäßig: 8%). Auch vor dem Bankkonto machen viele keinen Halt: Hierauf werfen immerhin nach eigener Auskunft 22 Prozent zumindest manchmal einen Blick.

Gefördert wird die Versuchung, dem Partner nachzuspionieren und das Vertrauen zu missbrauchen durch den Umstand, dass der Wunsch zu Teilen in Beziehungen ein gern gesehener Gast ist, wie es McAfee umschreibt. Dabei gibt es insbesondere in deutschen Partnerschaften kaum etwas, das nicht geteilt wird – angefangen von Bankdaten (53%), dem Zugang zum E-Mai-Konto (42%) und Angaben zur Krankenversicherung (45%) über Passwörter (32%) und Handy-Inhalte (37%) bis hin zur Krankenversicherungsnummer (37%) und zur Sozialversicherungsnummer (30%).

Mobile Daten noch immer vielfach ungesichert

Obwohl das Smartphone bei immer mehr Menschen den Dreh- und Angelpunkt des digitalen Lebens darstellt, angefangen von der E-Mail-Kommunikation bis zum digitalen Einkauf, verzichten weltweit noch immer 33 Prozent der Smartphone-Besitzer bei ihrem Gerät auf einen Passwortschutz. Auch das Speichern mobiler Daten ist noch immer keine Selbstverständlichkeit. So speichern lediglich sieben Prozent der weltweiten befragten  Smartphone-Besitzer ihre Daten täglich. Gut ein Viertel tut dies zumindest mehrmals in der Woche (9%) oder wenigstens mehrmals monatlich (18%). Weitere 12 Prozent dagegen speichern ihre Daten lediglich mehrmals im Jahr, gut ein Fünftel tut dies noch seltener (22%), und immerhin rund jeder Dritte speichert seine Smartphone-Daten nie (31%). 
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