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News, 24.04.2007
Studie
Vergütung im Sekretariat und Büro – Berufserfahrung zahlt sich aus
Welche Einflussgrößen sind es, an denen sich die Vergütung von im Büro oder Sekretariat beschäftigten Arbeitnehmern orientiert? Eine Frage, die sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber immer wieder beschäftigt und nun durch eine aktuelle Studie Antwort erfährt.
Qualifikationen und Berufserfahrung wirken sich positiv auf die Vergütung von Sekretariats- und Bürokräften aus. Je anspruchsvoller die Aufgabenstellung desto höher ist das Gehalt. Aber auch die Branchenzugehörigkeit und der Standort des Unternehmens spielen eine entscheidende Rolle für die Höhe der Vergütung. Dies ist das Ergebnis der Kienbaum-Studie „Vergütung von Sekretariats- und Bürokräften 2007“.

Bei Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistern verdienen Chef-Sekretärinnen am besten (56.300 Euro), gefolgt von den wirtschafts-, rechts- und steuerberatenden Unternehmen (55.200 Euro). Am schlechtesten verdienen Top-Sekretärinnen in der Grund- und Wohnungswirtschaft mit durchschnittlich nur 40.500 Euro pro Jahr. Auch bei den Sachbearbeitern zeigt sich der Brancheneinfluss deutlich. Verdienen Sachbearbeiter/Innen im Kundendienst in der Branche Chemie, Mineralölverarbeitung im Durchschnitt 45.400 Euro pro Jahr, erhalten ihre Kollegen/Innen im Bereich Transport, Logistik und Verkehr durchschnittlich mehr als 25 Prozent weniger (30.300 Euro pro Jahr).

Auch der Standort eines Unternehmens ist für die Höhe des Gehalts entscheidend. In München, Frankfurt am Main und Düsseldorf werden die höchsten Löhne für Sekretariats- und Bürokräfte gezahlt. Die Schlusslichter bei der Vergütung bilden Hannover, Bremen und Berlin. Beträgt der durchschnittliche Verdienst einer Chef-Sekretärin in Frankfurt/Main 57.400 Euro pro Jahr, fällt dieser in Ostberlin auf nur noch 39.900 Euro. So zeigten die Ergebnisse der Studie bei den Gehältern ein deutliches Ost-West-Gefälle. Demnach erreichen die Gehälter von im Sekretariat und Büro Beschäftigten nur 81 Prozent des Gehaltsniveaus der alten Bundesländer.

Abseits aller geographischen und branchenspezifischen Einflüsse weiterhin entscheidend ist die erworbene Berufserfahrung, die eng mit der Vergütung korreliert. Am stärksten zahlt sich dabei die Berufserfahrung in den ersten Berufsjahren bis Mitte des dreißigsten Lebensjahres aus. Während eine Bereichssekretärin/ Projektassistentin unter 24 Jahren durchschnittlich 30.000 Euro jährlich verdient, liegt ihr Gehalt im Alter von 30 bis 34 Jahren im Durchschnitt bei 42.500 Euro. Mit über 55 Jahren steigt dieses dann im Schnitt auf 47.900 Euro an. Damit ist die Gehaltssteigerung bis zum 34. Lebensjahr mit 41, 7 Prozent mehr als dreimal höher als zwischen dem 34. und 55. Lebensjahr (12,7 Prozent).

Bei den Vergütungsmodellen beginnt sich der Kienbaum-Studie zufolge nun auch im Sekretariats- und Bürobereich die variable Vergütung zu etablieren. Erfolgs- und leistungsorientierte Vergütungsvarianten in Form Prämien, Boni und sonstigen Jahresabschlussvergütungen würden derzeit im Westen von 29 Prozent der Unternehmen praktiziert. Im Osten nutzten solche Formen nur 24 Prozent. Anfallende Mehrarbeit und damit Überstunden werden von 91 Prozent der Unternehmen ausgeglichen, bei 79 Prozent durch Freizeit. Ein monetärer Ausgleich für die Überstunden erfolgt in Westdeutschland bei 36 Prozent der Unternehmen, in Ostdeutschland bei 30 Prozent.

Der komplette Ergebnisbericht „Sekretariats- und Bürokräfte 2007“ ist zum Preis von 350,00 Euro (zzgl. MwSt.) bei der Kienbaum Vergütungsberatung, Postfach 10 05 52, 51605 Gummersbach, erhältlich (Fax 0 22 61/7 03-2 01) oder über die Website www.kienbaum.de bestellbar.

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