VOLLTEXTSUCHE
News, 04.04.2012
Online-Marketing-Studie
Unternehmenskommunikation wird immer online-lastiger
Das Medium Internet genießt im Kommunikationsmix deutscher Unternehmen immer höheren Stellewert, zeigt eine aktuelle Studie. Jedes vierte internetaffine Unternehmen verzichtet mittlerweile sogar ganz auf Offline-Werbung.
Die Unternehmens- kommunikation verlagert sich bei deutschen Unternehmen immer mehr ins Netz.
Die Unternehmens- kommunikation verlagert sich bei deutschen Unternehmen immer mehr ins Netz.
Das Internet stellt mittlerweile das meist genutzte Medium in der Unternehmenskommunikation von deutschen Unternehmen dar. Das geht aus der Studie „Online-Marketing-Trends 2012“ von Absolit-Consulting und Rogator hervor, an der sich 727 Newsletter-Abonnenten von Absolit beteiligten. Wichtigster Baustein im Kommunikationsmix, zumindest so man den Einsatzgrad als Maßstab nimmt, ist der Befragung nach die Unternehmenswebsite. Mit einem Anteil von 92,8 Prozent steht sie im Ranking der genutzten Instrumente auf Platz 1.  Auf klassische Werbung wie beispielsweise Print-Anzeigen und postalische Werbemailings setzt dagegen bei der Unternehmenskommunikation nur rund die Hälfte der befragten Unternehmen.

Auch die am zweit- und dritthäufigsten genannten Kommunikationsmaßnahmen entfallen auf das Medium Internet. So betreiben 86,4 Prozent der Firmen E-Mail-Marketing und gute zwei Drittel Suchmaschinenmarketing (67,8%). Nimmt man die Kommunikationskanäle E-Mail-, Suchmaschinen und Social Media zusammen, setzen Absolit zufolge sogar 96,8 Prozent der Unternehmen in der Unternehmenskommunikation auf Online-Kommunikationsmaßnahmen. Mehr als vier von zehn befragten Firmen nutzen sogar alle drei der vorbenannten Online-Instrumente (42%). Dabei zeigt die Studie, dass sozialen Medien immer mehr an Stellenwert gewinnen. Danach sind inzwischen 61,2 Prozent der Unternehmen in Social Media aktiv. Vor einem Jahr war deren Anteil noch bei 49,6 Prozent gelegen.

Neben den reinen Online-Kommunikationsmaßnahmen genießt zudem die Pressearbeit hohen Stellenwert. 64,5 Prozent der Firmen sind der Studie zufolge hier aktiv. Mit deutlichem Abstand dahinter im Kommunikationsmix folgen Messen und Events (50,2%). In klassische Werbung investiert gerade einmal nur noch knapp die Hälfte der befragten Firmen. Meist genutzter Hebel sind hier postgestützte Werbesendungen (49,5%) und Printanzeigen (48,4%). 24,5 Prozent verzichten sogar mittlerweile ganz auf Offline-Werbung. Laut Studienautor Dr. Torsten Schwarz greift eine solche Strategie jedoch zu kurz: „Wer nur über Suchmaschinen neue Kunden gewinnen will, vergeudet Ressourcen. Die Kombination von online und offline bringt deutlich mehr, als die Fixierung auf einen Kanal“, so der Online-Marketingexperte.

Etwas überraschend, insbesondere vor dem Hintergrund der hohen Affinität der Befragungsteilnehmer zum Thema Online-Marketing: Auf Banner-Werbung setzt im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation nur gut ein Drittel der befragten Unternehmen (37,0%). Mobiles Marketing wie etwa Handy-Werbung ist zwar leicht im Vormarsch, dennoch bislang aber nur für eine kleine Minderheit von Relevanz: In mobile Kommunikationsmaßnahmen investieren aktuell nur 15,4 Prozent der Unternehmen, nach 12,9 Prozent im Vorjahr. Die am seltensten genutzten Kommunikationskanäle sind das Radio und das Fernsehen mit einem Nutzeranteil von 11,0 bzw. 7,3 Prozent.

Allerdings zeige die Studie Absolit zufolge, was die Nutzungsneigung der verschiedenen Kommunikationskanäle angeht, durchaus Unterschiede. So setzten im BtoB-Umfeld aktive Unternehmen, also solche, die auf Geschäftskunden ausgerichtet sind (bspw. Investitionsgüterhersteller) eher auf Pressearbeit und postbasierte Werbung als auf Verbraucher spezialisierte Firmen (BtoC). Bei Unternehmen im BtoC-Umfeld genießt dagegen Social Media eine größere Bedeutung (Nutzeranteil: 70,7%). Gleiches gilt für das mobile Marketing, wo BtoC-Anbieter mit einem Nutzungsanteil von 20,9 Prozent ebenfalls stärker engagiert als der Durchschnitt der befragten Firmen.

Ein weiteres Ergebnis: Vor dem Hintergrund des Siegeszugs von Social Media vertreten 7,2 Prozent der Studienteilnehmer die Überzeugung, auf die eigene Website eigentlich verzichten könnten. Entscheider, die dies glaubten, unterlägen Schwarz zufolge jedoch einem Irrtum. „Wer zugunsten von Social Web der Homepage entsagt, stellt sich selbst ein Bein“, so der Studienautor.

Eine Kurzversion der Studie „Online-Marketing-Trends 2012“ kann unter http://www.absolit.de/Trends.htm angefordert werden.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG