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News, 27.08.2013
Achillesferse Mobile Computing
Unternehmen vernachlässigen mobile IT-Sicherheit
Die Nutzung von mobilen Endgeräten in Unternehmen nimmt rapide zu. Allerdings sieht sich nur eine kleine der Minderheit der Unternehmen weltweit gegen mobilen Sicherheitsbedrohungen adäquat gerüstet, ergab jetzt eine Studie.
Für Datendiebe ein wahres Eldorado: öffentliche WLANs
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Die zunehmende Mobilisierung der IT eröffnet Unternehmen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, ihre Effizienz und Produktivität zu steigern. Allerdings bringt der verstärkte Einsatz von mobilen Endgeräten im Geschäftsalltag auch neue Gefahren für die IT-Sicherheit von Unternehmen mit sich. Hinzu kommt, dass die Grenzen zwischen der privaten und beruflichen Nutzung von mobilen Endgeräten immer mehr verschwimmen und diese Entwicklung durch den sogenannten „Bring your own device“ (BYOD)-Trend, das heißt die zunehmende Nutzung von privaten Endgeräten in der Arbeit, noch beschleunigt wird. Wie die aktuelle Studie „Global Corporate IT Security Risks: 2013“ des IT-Security-Anbieters Kaspersky Lab ermittelt hat, hinkt denn auch die mobile Sicherheit beim Gros der Unternehmen weltweit den Erfordernissen hinterher. So verfügt bislang erst jedes siebte Unternehmen weltweit (14 %) über vollständig implementierte Sicherheitsrichtlinien, die auch den Umgang mit mobilen Endgeräten regeln (Deutschland: 15 %). Noch bedenklicher ist allerdings ein anderes Studienergebnis, demnach knapp jedes zweite Unternehmen weltweit (45 %) sogar bis dato überhaupt keine Sicherheitsrichtlinien rund um das Thema Mobile Computing definiert hat. In Deutschland sind es immerhin ein Drittel (32 %), die hierzu aktuell noch keine Sicherheitsrichtlinien haben.

Wie wichtig Sicherheitsrichtlinien auch und insbesondere für den Umgang mit mobilen Endgeräten sind, zeigt vor allem ein Ergebnis der Erhebung. So nannten bei der Frage, welche Art von Sicherheitsvorfällen in der letzten Zeit die schwerwiegendsten Folgen hatte, weltweit sechs Prozent der Unternehmen Datenverluste wegen eines falschen Umgangs mit mobilen Endgeräten. In deutschen Unternehmen war mit 10 Prozent an Nennungen besonders oft der Diebstahl oder der Verlust mobiler Endgeräte der Grund für schwere Sicherheitsvorfälle (weltweit: 7 %). In diesem Kontext ergab die Studie, dass beim Diebstahl von mobilen Endgeräten in Deutschland immerhin in sieben Prozent der Fälle auch der Verlust von Daten einhergeht, die das Unternehmen als sensibel einstuft (weltweit: 5 %).

Sicherheitsrichtlinien werden oft nur halbherzig umgesetzt

Dass die zunehmende Mobilisierung des IT-Einsatzes neue Sicherheitsgefahren mit sich bringt, ist den meisten Unternehmen weltweit, auch in Deutschland, wohl bewusst. So meinten in der Studie beispielsweise rund zwei Drittel der befragten Unternehmen (Deutschland: 66 %; weltweit: 65 %), dass die Entwicklung hin zu BYOD für die Sicherheit der IT-Infrastruktur des Unternehmens zunehmend problematisch werden wird. Gut ein Drittel der befragten Unternehmen sieht jedoch nach eigener Auskunft keine Möglichkeiten mehr, den BYOD-Trend aufzuhalten, und von daher der Entwicklung weitestgehend machtlos ausgeliefert (Deutschland: 35 %; weltweit: 34 %).

De facto lässt sich allerdings durch klare Regeln, die auf den bewussten Umgang mit mobilen Endgeräten abzielen, die Gefahr von Sicherheitsvorfällen erheblich reduzieren. So hat denn auch in Deutschland immerhin mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (53 %) bereits mobile Sicherheitsrichtlinien definiert, setzt dieses allerdings bislang noch nicht komplett im Unternehmen um (weltweit: 41 %). Ein weiteres Fünftel der in Deutschland befragten Unternehmen hat das Erstellen solcher Regeln zumindest demnächst vor (weltweit: 32 %). Immerhin gut jedes achte Unternehmen weltweit ist jedoch der Meinung, solche Regeln auch in Zukunft nicht zu brauchen (13 %; Deutschland: 12 %).

In der von B2B Internation im Auftrag von Kaspersky Lab durchgeführten Studie „Global Corporate IT Security Risks: 2013“ wurden insgesamt knapp 2.900 IT-Entscheider aus Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten in 24 Ländern befragt. Eine englischsprachige Zusammenfassung der gesamten Studie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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