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News, 10.01.2008
Studie
Ungarn glänzt mit attraktivem Arbeitsmarkt für Arbeitgeber
Trotz steigender Lohnkosten zählt der Wirtschaftsstandort Ungarn nach wie vor zu einem der attraktivsten unter den neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Kienbaum-Studie zum Arbeitsmarkt in Ungarn und dessen Rahmenbedingungen für internationale Unternehmen.­
Wenngleich Ungarn inzwischen mit das höchste Lohnniveau unter den neuen EU-Mitgliedsländern verzeichnet, hat das Land als Standort für ausländische Investoren nichts an Attraktivität verloren. „Das Arbeitskräfteangebot in seiner Gesamtheit, also unter Berücksichtigung von Kosten, Qualifikation und Produktivität, spricht nach wie vor für den Standort Ungarn“, sagt Maria Smid, Beraterin bei der Managementberatung Kienbaum. Dies belegt die Studie „Internationale Unternehmen in Ungarn – Mitarbeiter und Leitende Angestellte“, die Kienbaum in Kooperation mit der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer durchgeführt hat. Demnach bewegen sich die Löhne und Gehälter teils deutlich unter dem Niveau in Westeuropa.

Zwar seien die Löhne und Gehälter laut Studie nominal betrachtet kräftig angestiegen. Das tatsächliche Realeinkommen wachse aufgrund der hohen Inflation jedoch nur minimal beziehungsweise überhaupt nicht. Im Jahr 2007 haben die ungarischen Unternehmen die Grundgehälter um durchschnittlich 8,3 Prozent angehoben. Den größten Zuwachs verzeichneten Geschäftsführer mit einem Plus von 9,2 Prozent. Der Studie zufolge verdient ein ungarischer Geschäftsführer zurzeit im Durchschnitt 22,5 Millionen Forint (rund 90.000 Euro). Eine Fachkraft erzielt in Ungarn einen durchschnittlichen Verdienst von umgerechnet rund 17.500 Euro und ein Arbeiter von rund 8.600 Euro.

Ausschlagend für die Höhe der Vergütung sind vor allem die Position des Mitarbeiters sowie der Standort eines Unternehmens. So verdienen Führungskräfte der ersten Führungsebene (unterhalb der Geschäftsführung) im Durchschnitt 27 Prozent weniger als ihre Management-Kollegen aus der zweiten Ebene. Gleichzeitig verdient ein Geschäftsführer, dessen Unternehmensstandort sich in West-Ungarn oder im Großraum Budapest befindet, durchschnittlich ein Viertel weniger als ein Kollege, dessen Sitz direkt in Budapest, in Ost- oder auch Südungarn ist.

Rund zwei Drittel (67%) aller ungarischen Fach- und Führungskräfte erhalten eine variable Vergütung. Auf Geschäftsführungsebene ist der Anteil derer, die variable Vergütungsbestandteile beziehen, mit 76 Prozent am höchsten. Doch auch unter den Fachkräften erhalten immerhin noch sechs von zehn ein Grundgehalt plus Boni. Bei mehr als jeder zweiten Fach- und Führungskraft mit variabler Vergütung ist diese fest vertraglich fixiert. Der Anteil variabler Vergütungsbestandteile an den Gesamtbezügen liegt dabei im Durchschnitt zwischen 28 Prozent (Geschäftsführung und dritte Führungsebene) und 21 Prozent (zweite Führungsebene).

Bemerkenswert: Obwohl Frauen auch in Ungarn ebenso wie Deutschland in Geschäftsführungspositionen mit einem Anteil von rund neun Prozent unterrepräsentiert sind, liegen ihre jährlichen Gesamtbezüge im Schnitt rund 10.000 Euro höher als die von ihren männlichen Kollegen. Für den Rest der weiblichen Führungskräfte gilt dies hingegen nicht: Auf allen anderen Führungsebenen verdienen Männer durchschnittlich 34.000 Euro mehr pro Jahr als ihr weiblichen Pendants.

Quelle: Kienbaum

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