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News, 02.11.2010
Studie
Stimmung bei deutschen Verbrauchern auf Fünfjahreshoch
Nach einer Untersuchung der Marktforscher von The Nielsen Company ist die Verbraucherstimmung in Deutschland so gut wie seit fünf Jahren nicht mehr. Hauptgrund für das Stimmungshoch bei deutschen Verbrauchern ist die positive Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
Während sich die Verbraucherstimmung EU-weit eingetrübt hat, befinden sich deutsche Verbraucher im Stimmungshoch.
Während sich die Verbraucherstimmung EU-weit eingetrübt hat, befinden sich deutsche Verbraucher im Stimmungshoch.
Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft und die niedrige Arbeitslosigkeit haben in Deutschland entgegen dem weltweiten Trend für einen erneuten Anstieg des Vertrauens der Verbraucher gesorgt. Das geht aus den aktuellen Zahlen der vierteljährlich durchgeführten Studie „Nielsen Global Online Survey“ von The Nielsen Company hervor, an der sich im September rund 30.000 Internetnutzer aus 54 Ländern beteiligt haben. Danach stieg der Vertrauensindex der Konsumenten in Deutschland auf 87 Punkte und notiert damit zurzeit so hoch wie zuletzt im Jahr 2005. Im europäischen Durchschnitt liegt der Vertrauensindex derzeit nur bei 78 Punkten. „In Großbritannien, Frankreich, Spanien liegt das Verbrauchervertrauen teilweise deutlich unter dem europäischen Durchschnitt, und in Italien sank der Index im dritten Quartal 2010 sogar um sieben Punkte auf seinen bisher niedrigsten Wert“, so The Nielsen Company.

Maßgeblich verantwortlich für die erneute Stimmungsaufhellung in Deutschland sind laut Nielsen die sprunghaft gestiegenen Bewertungen der Konsumenten im Hinblick auf die eigenen Berufsaussichten. So bewerten derzeit 46 Prozent der hierzulande Befragten ihre Jobaussichten als ausgezeichnet oder gut. Im zweiten Quartal 2010 war dieser Anteil noch bei 30 Prozent gelegen. Ein Anstieg der Konsumlaune ergibt sich dadurch aber nicht. Im Gegenteil: Laut Nielsen ist der Anteil derer, die ihre Privatausgaben zu erhöhen planen, im Vergleich zum Vorquartal sogar um zwei Prozentpunkte gesunken. Wie die Erhebung jedoch aufzeigt, liegt die Bereitschaft für persönliche Anschaffungen mit 35 Prozent noch immer deutlich höher als zu Jahresanfang: Hier hatten nur 29 Prozent geplant, sich mehr gönnen.

Der Anteil derer, die ihre persönliche finanzielle Situation in den kommenden zwölf Monaten als ausgezeichnet oder gut einschätzen, allerdings stagniert (3. Quartal: 46%; 2. Quartal: 45%). „Angesichts demnächst steigender Beiträge zum Gesundheitsfonds sowie weiterer Sparbeschlüsse der Bundesregierung rechnen die Verbraucher in Deutschland offenbar erst einmal nicht mit einer Verbesserung ihrer Finanzlage“, so Petra Kacnik, Director Consumer Research Nielsen DACH.

Konsumausgaben fließen am häufigsten in neue Kleidung


Am liebsten investieren deutsche Konsumenten, so die Lebenshaltungskosten gedeckt sind, überschüssige finanzielle Mittel in den Kauf von neuer Kleidung (42%) und in Freizeitaktivitäten (37%). Dahinter folgen fast gleichauf das Thema Urlaub/Reisen (33%) und das Abzahlen von Krediten/Schulden (32%). Jeweils ein Viertel gibt freie Gelder weiterhin für Renovierung und Inneneinrichtung (26%) sowie für technische Produkte wie beispielsweise IT und Unterhaltungselektronik (25%) aus. Fast ebenso viele investieren in Sparanlagen (24%) und mehr als jeder fünfte Deutsche in die eigene Altersvorsorge (22%). Zum Vergleich: Im europäischen Durchschnitt legt ein gutes Drittel (36%) sein Geld in Sparanlagen an, eine gezielte Altersvorsorge betreiben in Europa hingegen im Schnitt nur zehn Prozent der Konsumenten. Bei jedem fünften Verbraucher (Deutschland: 19%; Europa: 19%) stellt sich die Frage der (freien) Mittelverwendung allerdings erst gar nicht: Bei ihnen reicht das Geld gerade mal zur Deckung ihrer Lebenshaltungskosten – für Extras bleibt bei ihnen nichts mehr übrig.

Anstieg der Wohnnebenkosten neue Sorge Nr. 1


Befragt nach den Themen, um die sich deutsche Konsumenten sorgen, hat sich das Bild inzwischen gewandelt. So rangiert die Sorge um die wirtschaftliche Lage, die im Vorquartal das meist genannte Sorgenthema war, inzwischen nur noch auf Rang 2, während Thema „steigende Wohnnebenkosten“ mit 30 Prozent an Nennungen den ersten Platz im Sorgen-Ranking einnimmt.  Dahinter folgen das Thema Gesundheit (größte Sorge: 8%; zweitgrößte: 6%), die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz (größte Sorge: 8%; zweitgrößte: 6%), die Angst vor steigenden Lebensmittelkosten (5%; zweitgrößte: 10%) sowie das Thema Schulden (größte Sorge: 8%; zweitgrößte: 6%). Jeder Zehnte sorgt sich zudem um die Bildung und Wohlergehen seiner Kinder (10%) sowie das Thema Terrorismus (9%) und fast ebenso viele um die eigene Work-Life-Balance (8%) und das Thema Kriminalität (8%). Am wenigsten Sorgen bereitet deutschen Konsumenten der Erhebung zufolge, allen Integrations- und Einwanderungsdebatten zum Trotz, das Thema Einwanderung (2%). In Österreich und in der Schweiz treibt das Thema Einwanderung dagegen deutlich mehr Verbrauchern Sorgenfalten ins Gesicht: Hier liegt der Anteil derer, die sich diesbezüglich Sorgen machen, bei immerhin acht bzw. elf Prozent.
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