VOLLTEXTSUCHE
News, 30.10.2007
Studie
Personalbeschaffung via Internet in Großunternehmen inzwischen Standard
­Nahezu zwei Drittel aller Neueinstellungen in deutschen Großunternehmen gehen inzwischen auf Stellenanzeigen im Internet zurück. Im Hinblick auf die Online-Personalbeschaffung nehme Deutschland damit in Europa eine Vorreiterrolle ein, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Mehr als 70 Prozent aller offenen Stellen in europäischen Großunternehmen werden mittlerweile über das Internet ausgeschrieben, die Hälfte aller Stellenanzeigen auf Online-Stellenbörsen. Das zeigen die Ergebnisse der neuen Studie „Recruiting Trends 2007 – European Union“, im Rahmen derer das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt und Bamberg sowie das Online-Stellenportal Monster die tausend größten Unternehmen in Europa zu aktuellen Recruiting-Trends sowie zur Effektivität unterschiedlicher Bewerbungskanäle und Bewerbungsformen befragt hatten.

Für Europas Top-Unternehmen ist das Internet zur Personalbeschaffung inzwischen unverzichtbar. Wie aus der Studie hervorgeht, ist mittlerweile mehr als jede zweite Neueinstellung (56%) in europäischen Großunternehmen auf eine Online-Stellenanzeige zurückzuführen. In deutschen Unternehmen genießt die Personalbeschaffung über das Internet sogar noch höhere Bedeutung: Dort resultieren nahezu zwei Drittel aller neuen Anstellungen aus Stellenanzeigen im Netz.

Trotz ihrer hohen Affinität zur Online-Personalbeschaffung, zeigen deutscher Großunternehmen der Studie zufolge dennoch ein mangelndes Bewusstsein für die zunehmende Bedeutung internationaler Rekrutierungsmaßnahmen: Während 45 Prozent aller großen Unternehmen in Europa der internationalen Rekrutierung in den kommenden Jahren eine hohe Bedeutung zumessen, seien es in Deutschland lediglich 27 Prozent. Dabei nutze schon jetzt ein Drittel der befragten europäischen Unternehmen ausländische Jobportale, weitere 20 Prozent wollen dies in Zukunft zu tun.

Das Interesse der europäischen Großunternehmen, Fachpersonal auch außerhalb der eigenen nationalen Grenzen zu rekrutieren, so die Studie, gehe einher mit der Verstärkung des „War for Talent“ auf gesamteuropäischer Ebene. Angesichts des hohen Bedarfs an qualifizierten Arbeitskräften mit Berufserfahrung, wie ihn zwei Drittel der befragten europäischen Großunternehmen in den kommenden Jahren erwarten, sehen dem Bericht zufolge 40 Prozent diese Nachfrage nicht durch ein entsprechendes Angebot gedeckt. Deshalb hält fast die Hälfte der befragten Unternehmen den Ausbau internationaler Rekrutierungsmaßnahmen für unabdingbar.

„Die positive ökonomische Entwicklung, demografische Faktoren sowie die relativ geringe Mobilität der Arbeitssuchenden führen zu einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte – und dies nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa“, fasst Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide, die Gründe für die zunehmende Bedeutung einer internationalisierten Personalbeschaffung zusammen. Nach Einschätzung von Bertoli werde es immer wichtiger, den Auswahlprozess zu optimieren, einen großen Kreis von qualifizierten Bewerbern zu erreichen und das Wissen um gute Kandidaten in eigenen Datenbanken festzuhalten.

Um den Zugriff auf geeignete Kandidaten sowie deren Identifikation und Auswahl zu verbessern, setzen mehr als zwei Drittel der Großunternehmen auf den Einsatz von Bewerbermanagementsystemen. Die Digitalisierung des Recruiting-Prozesses zahlt sich demnach aus: Mehr als 80 Prozent der Befragten konnten durch den Einsatz solcher Systeme die Personalauswahl beschleunigen, und fast 70 Prozent ihre Personalbeschaffungskosten reduzieren. Der Trend zum digitalen Bewerbungsprozess ist nicht nur bei Unternehmen festzustellen. Auch die Bewerber scheinen digitale Medien vorzuziehen: Nach Auskunft der Befragten gehen mittlerweile mehr als 60 Prozent aller Bewerbungen online in den Unternehmen ein.

::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

Die vollständige Studie „Recruiting Trends 2007 – European Union“ in englischer Sprache kann direkt bei Monster Deutschland über die E-Mail-Adresse ramona.kesch@monster.de angefordert werden.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG