Über Perspektive Mittelstand
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Studie
Online-Händler vernachlässigen Shop-Controlling

Eine zentrale Kennzahl, aber kaum erfasst: Wie viele Nutzer wollten etwas kaufen, brachen den Bestellvorgang dann jedoch ab?
Rein technisch wäre das Erfassen solcher Kennzahlen bei den meisten E-Shops kein Problem. Im Gegenteil: Rund drei von vier befragten Online-Händlern bewerten die vorhandenen Tools zur E-Shop-Analyse als „sehr gut“ oder „gut“. Die meisten Online-Shop-Betreiber aber schöpfen deren Potenzial nicht aus. So werten derzeit fast zwei Drittel der Befragten (63%) maximal zehn Kennzahlen aus. „Vor allem betriebswirtschaftlich und strategisch wichtige Fakten bleiben bei der Webanalyse außen vor“, berichtet novomind. So hält zum Beispiel Abbruchraten und den Durchschnittswert der Warenkörbe nur jeder zehnte Shop für wichtig.
Laut novomind zeigt allerdings die Studie: Je mehr Kennzahlen eingesetzt werden, desto zufriedener sind die Shops mit Umsatz und Gewinn. Aber auch die Auswahl und Kombination der Kennzahlen ist entscheidend: „E-Shops, die beim Controlling Besucherströme, Umsatzgrößen und Kosten zu einem ausgefeilten Reporting verknüpfen, wandeln diesen Informationsvorsprung häufiger in wirtschaftlichen Erfolg um“, so novomind. Danach erklärten 81 Prozent der Online-Händler, die auf ein breit gefächertes Controlling setzen, dass sie mit ihrem Umsatz und Gewinn zufrieden seien. Zum Vergleich: Bei den Online-Shops, die ihr Controlling allein auf Ist-Kennzahlen beschränken, trifft dies laut Studie nur auf rund die Hälfte der Befragten zu (53%).
