Über Perspektive Mittelstand
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Studie
Mobilfunk-Markt zieht kräftig an

Ein Trend: Handys mit QWERTZ-Tastatur.
Besonders Touchscreens stehen hoch im Kurs. So gab ein Drittel der Mobilfunknutzer an, sich ein Mobilgerät mit Touchscreen kaufen zu wollen. Verstärkt im Kommen sind auch mobile Endgeräte, die über eine „QWERTZ“-Tastatur verfügen, sprich wo die Buchstaben, Zahlen und Zeichen wie auf Computertastaturen angeordnet sind (Q, W, E, R, T, Z). Laut TNS hat sich der Anteil derer, die ein solches Endgerät zu kaufen planen, gegenüber dem Vorjahr auf elf Prozent verdoppelt. „Dies kann sicherlich als Signal für die ungebrochene Attraktivität von mobilen Messaging-Diensten wie SMS, E-Mail, Twitter & Co. verstanden werden“, erklärte Oliver Janßen, Research Director bei TNS Infratest Technology und Media.
Daneben haben aber auch andere Produkte wie Netbooks, Tablet-PCs oder E-Reader TNS zufolge Wachstumschancen. Besonders Netbooks sind verstärkt gefragt. 14 Prozent der Deutschen planen, sich demnächst ein solches anzuschaffen. Den Kauf eines Notesbooks planen weitere 16 Prozent, den eines Desktop-PCs hingegen nur vier Prozent. „Gespannt sein darf man außerdem, wie sich neuartige Geräte wie das kürzlich vorgestellte iPad von Apple am Markt behaupten können“, so Janßen. Gelingte es der Industrie, die vielfältigen Herausforderungen des Marktes zu meistern, stehe einem erfolgreichen nächsten Jahrzehnt nichts im Wege.
Abseits dessen hätten Mobilfunk-Anbieter Jansen zufolge die Chance, durch attraktive Inhalte und dazu passende Datentarife zusätzliche Einnahmen mit der mobilen Internetnutzung zu erzielen. Allerdings werde der erwartete Aufwärtstrend im Mobilfunk-Markt TNS zufolge keinesfalls zu einem Selbstläufer. Vielmehr verdeutlichten die Studienergebnisse, dass die Mobilfunkanbieter bereits heute die Weichen für eine nachhaltige Ausnutzung des Aufschwungs stellen müssen. „Allein die weiter stark steigende Anzahl mobil vernetzter Endgeräte kann die Netzverfügbarkeit verschlechtern und dazu führen, die vorhandenen Datenkapazitäten unter allen Nutzern teilen zu müssen“, so Janßen.
Wachstumshürde Usability
Ungeachtet der Fülle an neuen Funktionalitäten und Diensten, die mobile Endgeräte mittlerweile bieten, wünschen sich Verbraucher in erster Linie eine einfache und benutzerfreundliche Menüführung. Rund jeder Fünfte (26%) legt hierauf Wert. Mit deutlichem Abstand dahinter folgt die Möglichkeit, Applikationen und Content aus dem Internet herunter laden zu können (16%). Gerade aber wenn es um die Nutzung von mobilen Datendiensten geht, stellt der Faktor Benutzerfreundlichkeit, im Fachjargon auch oft als Usability bezeichnet, für viele Verbraucher noch eine Barriere dar. So gab ein Drittel der befragten Deutschen an, mobile Datendienste derzeit nicht zu nutzen, weil diese nicht genug benutzerfreundlich sind.
[Quelle: TNS Infratest]
