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Studie
Mobile Internet in Deutschland weiter auf dem Vormarsch

Gleich ob per Handy, Smartphone, Netbook oder Notebook - das mobile Internet ist immer öfter mit dabei.
Nicht nur die Zahl mobiler Surfer, sondern auch die Dauer der mobilen Nutzung steigt rasant. So nutzen mittlerweile mehr als fünf Millionen Deutsche das mobile Web im Durchschnitt täglich eine Stunde. In Europa taten dies im letzten Jahr rund 71 Millionen mobile Surfer. Welche Rolle das mobile Internet im Hinblick auf die Mediennutzung spielt, wird auch darüber deutlich, dass mobile Surfer mit durchschnittlich sieben Stunden die Woche (Europa: 6,4 Stunden) inzwischen deutlich mehr Zeit im mobilen Web verbringen als mit dem Lesen von Zeitungen (Deutschland: 4,6 Stunden; Europa: 4,8 Stunden) oder Magazinen (Deutschland: 3,6 Stunden; Europa: 4,1 Stunden). Spitzenreiter in der mobilen Nutzung in Europa ist Polen (10,3 Stunden). Dahinter folgen Italien (7,9 Stunden) sowie Portugal und Belgien (jeweils 7,7 Stunden). Auf dem fünften Platz folgt Deutschland.
Auch deutsche Silver Surfer stehen aufs mobile Web
Wie die Studie aufzeigt, liegt die mobile Internetnutzung nicht nur bei jüngeren, sondern auch bei älteren Deutschen voll im Trend. Danach sind über 55-jährige mobile deutscher Surfer wöchentlich im Durchschnitt 7,2 Stunden mit dem Internet mobil verbunden und damit erheblich länger als der Durchschnitt dieser Altersklasse in der EU(4,7 Stunden). Bei den Deutschen führend in der mobilem Nutzungsdauer sind die 25- bis 34-jährigen Surfer: Diese Altersgruppe ist im Schnitt neun Stunden in der Woche im mobilen Internet. „Auf europäischer Ebene sind es vor allem die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die den Mobil-Trend vorantreiben. 23 Prozent der 16- bis 24-jährigen und 21 Prozent der 25- bis 34-jährigen Europäer nutzen das mobile Internet jede Woche für 7,2 bzw. 6,6 Stunden“, so der Verband.
Online-Shopping bei den Deutschen hoch im Kurs
Neben der mobilen Nutzung ist auch das Online-Shopping bei deutschen Nutzern immer stärker auf dem Vormarsch: Laut Studie liegen die Ausgaben für im Internet erstandene Produkte im Schnitt bei 662 Euro. Dabei kauften deutschen Surfer 2009 pro Halbjahr durchschnittlich neun Produkte, wobei sie im Vergleich zum Vorjahr im Online-Einkauf zwar ein Produkt im Durchschnitt weniger erwarben, dafür aber knapp 20 Prozent mehr investierten (2008: 556 Euro). Im Ranking der im Internet am meist gekauften Produkte an der Spitze liegen Bücher (85%), gefolgt von Spielwaren (82%), Konzertkarten (80%) und Bekleidung (79%).
Nutzung von Internet-TV steigt kräftig an
Mit nahezu 44 Millionen Internetnutzern verfügt Deutschland zahlenmäßig nach wie vor über die größte Nutzergemeinde in Europa, wobei sich die regelmäßige Internetnutzung bei den Befragten im Vergleich zum Vorjahr von 61 auf 62 Prozent erhöhte. Ein anderes Bild zeigt sich hingegen beim TV-Konsum, der gegenüber dem Vorjahr um mehr als 10 Prozent auf 12,8 Stunden zurückging (2008: 14,5 Stunden). Anders beim Internet-TV: Hier hat sich die Zahl der deutschen Nutzer binnen eines Jahres von sieben auf 16 Prozent mehr als verdoppelt.
„Bessere Geräte und Tarife haben im Jahr 2009 dazu geführt, dass das mobile Internet immer intensiver genutzt wird. Die technologischen Innovationen und das Verlangen der Verbraucher zur Verquickung ihrer Medien bieten Werbungtreibenden im kommenden Jahrzehnt große Chancen“, so Alison Fennah, Executive Director der EIAA. Fennah zufolge sei es für Marken daher wichtig, sich dem Trend der Internetmobilität anzupassen, ihre Marketing-Strategien entsprechend fortzuentwickeln und die Vielzahl der komplementären interaktiven Plattformen in den Marketing-Mix zu integrieren.
[Quelle: European Interactive Advertising Association]
