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News, 02.09.2009
Studie
Mittelstand erhöht sein Engagement in Sachen Personalarbeit
Der deutsche Mittelstand beginnt die Kostenbremse im Personalbereich zu lockern. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie, der zufolge die Themen Personalentwicklung, Mitarbeiterbindung und Recruiting in deutschen Unternehmen wieder an Relevanz gewonnen haben.

Zwar bleibt die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen kritisch und entsprechend auch das Thema Stellenabbau vielerorten aktuell. Zugleich jedoch scheint der Zenit des allgemeinen Pessimismus überschritten. So bewerten die Unternehmen, wie der jüngste ifo-Geschäftsklimaindex aufzeigt, nicht nur die weitere Geschäftsentwicklung positiver als zuletzt, sondern investieren zudem auch wieder mehr ins eigene Personal. Das geht aus dem aktuellen „s+p Trendindex Personalarbeit” der s+p Software und Consulting AG, Anbieter von professionellen Personalmanagement-Softwarelösungen, hervor, der vierteljährlich die Schwerpunktthemen und Bedeutungsveränderungen im Personalbereich im deutschen Mittelstand erfasst.

Wie der Vergleich der aktuellen Umfrageergebnisse in den befragten Personalabteilungen mit denen aus der vorangegangenen Erhebung zeigt, werden die laufenden Personalkosten als Kostenblock Nr. 1 zwar weiterhin kritisch beäugt. Jedoch gewinnen Investitionen in die eigenen Mitarbeiter wieder an Bedeutung. So kletterte der Index für den Bereich Mitarbeiterbindung, der noch im Vorquartal von 28 auf 14 Prozent gefallen war, wieder auf 17 Prozent. Auch das Thema „Personalentwicklung und Weiterbildung“ erfuhr einen Bedeutungszuwachs: Der Wert war hier von 39 Prozent zu Anfang dieses Jahres im zweiten Quartal auf 26 Prozent gefallen und legte ebenfalls auf 28 Prozent leicht zu. Den stärksten Zuwachs verzeichnete der Trendindex bei der Thematik „Personalbeschaffung und Recruiting“: Hier stieg der Wert, der ebenfalls im Vorquartal noch abgestürzt war, um vier Prozent.

Personalkostenplanung und -controlling im Mittelstand das Thema Nr. 1

Dass die wirtschaftliche Lage trotz erster Silberstreifen am Wirtschaftshorizont in vielen Unternehmen weiter angespannt ist, zeigt der Index zum Thema „Umstrukturierung und Personalfreisetzung“, der in der vorangegangenen Erhebung noch bei 27 Prozent gelegen hatte und sich aktuell auf 38 Prozent erhöht hat. Wo Unternehmen einen Stellenabbau planen und ihre Organisation umstrukturieren, gewinnt entsprechend auch das Arbeitsrecht an Relevanz. So legt auch hier der Index um sieben Prozent auf 37 Prozent zulegt. Mit Abstand die höchste Bedeutung kommt allerdings im Mittelstand dem Thema „Personalkostenplanung und -controlling“ zu: Mit einem Zuwachs von fünf Prozent und einem Indexwert von 58 Prozent erfährt dies Thema die höchste Relevanz von allen abgefragten Themenfeldern.

„Die Ergebnisse unserer aktuellen Umfrage zeigen, dass die deutschen Mittelständler allmählich aus der von der weltweiten Wirtschaftskrise verursachten Schockstarre erwachen und wieder optimistischer in die Zukunft sehen“, erläutert Matthias Schneider, Vorstandsvorsitzender der s+p Software und Consulting AG in Leipzig. Dies geschehe zwar momentan noch sehr zögerlich, ein Trend sei aber eindeutig erkennbar. Gefragt im Personalbereich ist s+p zufolge derzeit Weitsicht. So sollten Unternehmen angesichts des trotz Krise anhaltenden Fachkräftemangels nicht blind die Kostenbremse treten. „Bei Personalfreisetzungen besteht die Gefahr, dass die entlassenen Fachkräfte in einer sich erholenden Konjunktur nicht so schnell wieder zurückgeholt werden können und das Unternehmen den Anschluss an den Wettbewerb verliert“, so Schneider. Ein Großteil der deutschen Firmen habe jedoch erkannt, dass Investitionen in die Potenziale der Mitarbeiter langfristig einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten und somit auch die Auswirkungen einer Krise sowie die Wettbewerbsfähigkeit beeinflussen. Durch eine effiziente und weitsichtige Personalkostenplanung könnten Unternehmen indes ausschlaggebende Einsparpotenziale finden und, ohne die wichtigsten Fachkräfte entlassen zu müssen, gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Hinweis: Die Ergebnisse des "Trendindex personalarbeit 2009" stehen kostenlos zum Download zur Verfügung.


[Quelle: s+p Software und Consulting AG]
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