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News, 03.02.2009
Studie
„Millennials“ erwarten von Arbeitgebern IT „state-of-the-art“
Die Internet-Generation - häufig auch als Millennials bezeichnet - will frei entscheiden, womit sie kommuniziert – auch im Beruf. Accenture zufolge nutzt mindestens jeder dritte Berufstätige im Alter von 14 bis 32 Jahren Instant Messaging und Social Networks wie zum Beispiel Facebook. Bei rund der Hälfte erfolgt die Nutzung ohne Wissen ihres Arbeitgebers.
Die junge Arbeitnehmer-Generation erwartet, dass ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ein optimales Arbeitsumfeld mit modernster Technik bietet. Für rund zwei Drittel  aller deutschen Schüler und Studenten (65%) markiert die IT- und Kommunikationslandschaft sogar ein entscheidendes Kriterien für die Auswahl ihres Arbeitgebers. Das zeigt die Studie „Millennials vor den Toren“ von Accenture, für die der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister 570 Personen in Deutschland, im Alter zwischen 14 und 32 Jahren zu ihren Präferenzen und ihrem Nutzerverhalten im Bereich IT und Kommunikation befragt hat.

Der Studie zufolge arbeitet rund die Hälfte der jungen Berufstätigen (51%) mit Handys und Smartphones. Gleichzeitig werden 41 Prozent der Geräte nicht von der IT-Abteilung ihres Arbeitgebers unterstützt. „Die ‚Millennials’, wie wir sie nennen, wollen sich nicht vorschreiben lassen, womit sie zu arbeiten haben“, sagt Tönnies von Donop, Geschäftsführer des Bereichs System Integration & Technology bei Accenture. „Sie bringen die Technologie ins Unternehmen mit, die sie auch privat überzeugt.“

Ob als Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner  – Millennials erwarten webbasierte Echtzeit-Interaktion und neue Plattformen der internetgestützten Zusammenarbeit. Von Donop zufolge haben viele IT-Verantwortliche den Handlungsbedarf jedoch noch nicht erkannt. In jedem dritten Unternehmen fehlen entsprechende Richtlinien nach Auskunft von Accenture sogar ganz.  Eine Folge: Jedem fünften Befragten ist nicht bekannt, ob es ihm von seinem Arbeitgeber untersagt ist, Informationen über Kunden und ihre Arbeit auf Seiten wie Facebook oder in Wikis zu verwenden. Doch selbst in jenen Fällen, wo Richtlinien klar definiert und kommuniziert sind, hält sich nach eigener Auskunft jeder Zehnte nicht daran.

Wunsch nach Selbstbestimmtheit findet in den meisten Unternehmen kein Gehör

Wie aus der Studie hervorgeht, spiegelt sich Wunsch nach Selbstbestimmtheit im Arbeitsalltag meist nicht wider: Während rund acht von zehn befragten Schülern und Studenten erwarten, dass sie selbst entscheiden können, welchen PC bzw. welches Laptop sie verwenden (82%), ist dies bislang bei nur rund jedem dritten berufstätigen Millennial der Fall. Auch im Hinblick auf die Verwendung von Desktop-Programmen klaffen Wunsch und Wirklichkeit noch deutlich auseinander, demnach drei Viertel  der befragten Schüler und Studenten diesbezüglich Wahlfreiheit erwarten, zurzeit jedoch nur dritte Young Professional bei seinem Arbeitgeber eine solche auch besitzt. Hierzu zählt unter anderem die Verwendung so genannter Open Source-Programme und webbasierter Software wie zum Beispiel Google Docs, die rund vier von zehn Befragten derzeit nutzen. Ein weiteres Detail der Untersuchung: Millennials verbringen etwa zehn Stunden ihrer Freizeit pro Woche mit Instant Messaging und Social Networks. Mit E-Mail beschäftigen sie sich nur zwei Stunden. Auch im Job würden die schon beruftätigen Millennials gern mehr über Social Networks und Instant Messaging kommunizieren.

 „Unternehmen sollten den Mitarbeitern entgegenkommen, indem sie Instant Messaging, Wikis und Netmeetings von sich aus anbieten“, empfiehlt Tönnies von Donop. „Verbote sind der falsche Weg, um der sich verändernden Kommunikation und Zusammenarbeit zu begegnen.“

Firmen sollten Internet- und Technologieorientierung der Millennials für sich nutzen

Laut von Donop bietet die Offenheit der jungen Generation gegenüber Webanwendungen und neuen Technologien Unternehmen große Chancen und fördert deren Effizienz und Produktivität, indem beispielsweise mehr Interaktionen und Prozesse internetbasiert und in Echtzeit abgewickelt werden könnten. Als Beispiel nennt Accenture internetbasierte Buchungs- und Bestellsysteme. Die Geschäftsabwicklung werde dadurch günstiger und schneller. In vielen deutschen Unternehmen werden diese Potenziale bisher jedoch nur unzureichend ausgeschöpft: Während in Firmen mit überdurchschnittlichem Umsatz- und Renditewachstum (High Performance-Unternehmen) jeweils rund die Hälfte aller Interaktionen mit Kunden (53%) und Mitarbeitern (52%) schon automatisiert und internetbasiert ablaufen, trifft dies in deutschen Unternehmen im Durchschnitt nur auf rund ein Viertel der Prozesse zu. Berufstätige Millennials jedoch schätzen, dass sich fast zwei Drittel aller Interaktionen mit Kunden webbasiert und automatisiert abbilden lassen (56 Prozent).

„Die Millennials werden den Wandel hin zu einer flexibleren und internet-orientierten IT vorantreiben“, fasst Tönnies von Donop die Studienergebnisse zusammen, und, so der Experte weiter, "Unternehmen sowohl als Mitarbeiter als auch als Kunden und Geschäftspartner herausfordern". In diesem Zusammenhang prognostiziert Accenture folgende Entwicklungen, auf die sich Unternehmen einstellen sollen:

  • State-of-the-art-IT, flexible Arbeitsmodelle und neue Kommunikationswege werden wichtige Kriterien, um den qualifizierten und motivierten Nachwuchs als Mitarbeiter zu gewinnen.

  • Webbasierte Prozesse und Interaktionen werden ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Millennials bringen die dafür richtige Einstellung mit.

  • Unternehmen brauchen IT-Sicherheitsstrategienfür neue Kommunikationskanäle (IM, SN), für mobiles Arbeiten und als Antwort auf das ‚Einschleppen‘ privater Anwendungen und Geräte.

  • Der Einfluss der Millennials begünstigen die Einführung flexibler, demand-getriebener Systeme und Technologien (Saas, Cloud Computing).

  • Die Bereitschaft der Millennials zu flexiblen Arbeitsmodellen kann sich positiv auf die Green-IT-Agenda von Unternehmen auswirken.

Eine detaillierte Zusammenfassung der Studie „Millennials vor den Toren” – Anspruch der Internet-Generation an IT steht auf der Website von Accenture zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Quelle: Accenture

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