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News, 20.12.2012
Hartz IV-Studie
Langzeitarbeitslosigkeit am seltensten Auslöser für Hartz IV-Bezug
Der Eintritt in Hartz IV ist bei der Mehrheit der Hartz IV-Empfänger nicht auf eine Langzeitarbeitslosigkeit, sondern andere Gründe zurückzuführen, ergab jetzt eine Studie.
Viele Arbeitslose rutschen direkt in Hartz IV, weil sie keinen Arbeitslosengeldanspruch erworben haben (Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
Viele Arbeitslose rutschen direkt in Hartz IV, weil sie keinen Arbeitslosengeldanspruch erworben haben (Bildquelle: Bundesagentur für Arbeit)
Nicht nur Langzeitarbeitslose rutschen in Hartz IV ab. Im Gegenteil: Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in einer soeben veröffentlichten Studie ermittelt hat, war weniger als jeder dritte Hartz IV-Empfänger vor dem Eintritt in den Hartz IV bereits als arbeitslos gemeldet. Ein ähnlich hoher Anteil war vor dem Hartz IV-Bezug erwerbstätig, der Rest absolvierte zuvor eine Ausbildung oder ein Studium, war Hausfrau oder Hausmann, oder war infolge einer Krankheit erwerbsunfähig.

Häufigster Grund für den Hartz IV-Bezug ist Arbeitslosigkeit: Sie ist der Studie nach bei 70 Prozent der Leistungsbezieher der Auslöser für den Hartz IV-Antrag. Zu dieser Gruppe zählen zum einen Arbeitslose, deren Anspruch auf Arbeitslosengeld inzwischen ausgelaufen ist. Zum anderen zählen hierzu jene, die vor der Antragstellung erwerbstätig waren, jedoch zum Beispiel aufgrund einer zu kurzen Beschäftigungsdauer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben haben.

Viele rutschen aber auch aus anderen Gründen in Hartz IV ab, wie das IAB berichtet: „Nicht wenige sind nach der Geburt eines Kindes oder der Trennung vom Partner auf finanzielle Hilfe vom Staat angewiesen.“ Bei anderen ist es dem Bericht nach aber auch das Wegfallen von Einkünften wie Kindergeld und Unterhalt, der dazu führt, dass sie nicht mehr genug zum Leben haben und als letzter Ausweg nur Hartz IV bleibt.

Dem IAB zufolge sei Langzeitarbeitslosigkeit daher weniger ein dominierender Zugangsfaktor, sondern vielmehr ein Phänomen, das sich im Laufe des Hartz-IV-Bezugs verfestige. „Ein erheblicher Teil der Hartz-IV-Bezieher bleibe dementsprechend lange bedürftig“, so das Institut.
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