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News, 04.06.2009
Studie
Kostendruck beflügelt green IT in Unternehmen
Umweltfreundliche IT-Strategien und –Lösungen, auch als „green IT“ bezeichnet, haben weltweit Konjunktur, so das Ergebnis einer Studie. Der Grund: Immer mehr Unternehmen entdecken green IT als Möglichkeit, um im IT-Bereich Kosteneinsparungen zu realisieren.
Unternehmen setzen zunehmend auf umweltschonende IT-Lösungen und Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz. Treiber dieser Entwicklung hin zur green IT ist der steigende Kostendruck in Unternehmen und damit auch auf die IT, die immer mehr auf Kosteneffizienz getrimmt wird. Zu diesem Ergebnis kommt der „Green IT-Report“ des Sicherheitsanbieters Symantec, der auf einer im März 2009 weltweit durchgeführten Studie aufsetzt, die auf Basis einer Befragung von 1.052 IT-Beauftragten aller Unternehmensebenen die Hauptinteressen und Strategien für einen umweltfreundlicheren Ansatz in den Bereichen Hardware, Software, Anlagen und Planung in Unternehmen mit mehr als 1.000 Arbeitsplätzen in 15 Ländern untersucht hat. Danach befinden sich derzeit bei 97 Prozent der Befragten grüne IT-Strategien in der Entwicklung, wobei fast jedes zweite Unternehmen (45%) entsprechende Projekte bereits realisiert hat.

Kostensenkung steht an erster Stelle

Befragt nach den Motiven für den Einsatz von green IT nennen 90 Prozent der IT-Beauftragten reduzierte Stromkosten, gefolgt von weniger Ausgaben für Kühlung (87%) sowie den gestiegenen Druck auf Unternehmen, ökologisches Handeln zu demonstrieren (86%). Dass die Senkung der Energiekosten auf der Agenda der meisten IT-Verantwortlichen ganz oben steht, hat einen guten Grund.  So müssen sich laut Studie mehr als drei Viertel der befragten IT-Experten (83%) inzwischen für den Stromverbrauch in ihrem Rechenzentrum verantworten oder dessen Kosten über ihr IT-Budget begleichen. „Solche Regelungen steigern den Ansporn, den Energieverbrauch zu reduzieren“, erklärt Symantec.

Steigende Budgets für green IT

Wie Studie aufzeigt, wächst die Bereitschaft, in Green IT zu investieren. Danach erwarten rund drei Viertel der Befragten (73%) in den kommenden zwölf Monaten, dass ihr Budget für green IT erhöht wird. Knapp jeder Fünfte rechnet gar mit einem Anstieg seiner Mittel von mehr als 10 Prozent. Ungeachtet dessen stimmen 89 Prozent der Studienteilnehmer darin über ein, dass an Ressourcen schonenden IT-Produkten kein Weg vorbeiführt und diese eine „wichtige“ beziehungsweise „sehr wichtige“ Bedeutung haben. Entsprechend dürfen energieeffiziente Produkte auch mehr kosten. So gaben zwei Drittel der Befragten an, für green IT um 10 Prozent höhere Anschaffungskosten in Kauf zu nehmen. Weitere 41 Prozent wären sogar bereit, Aufschläge von mehr als 20 Prozent zu akzeptieren.

IT zentraler Baustein grüner Strategien

Um Strom und Kosten zu sparen, setzen die Befragten der Studie zufolge auf mehrere Strategien. Hierzu zählen neben dem Austausch alter Geräte durch energieeffizientere Produkte (96%), die Überwachung des eigenen Stromverbrauchs (94%) sowie die Server-Virtualisierung oder eine Verbesserung der Auslastung ihrer Speicherkapazität (ebenfalls 94%). Zudem markieren bei fast sechs von zehn Befragten (57%) Software-as-a-Service-Angebote (SaaS) einen Kernbestandteil ihrer grünen Strategie.

In jedem Falle sind sich neun von zehn IT-Chefs (89%) darin einig, dass der Informationstechnologie bei den Bestrebungen von Unternehmen nach einem umweltbewussteren Handeln eine Schlüsselrolle zukommt. Die steigende Bedeutung umweltfreundlicher Strategien verdeutlicht auch der Umstand, dass 82 Prozent der befragten Unternehmen eigens einen Verantwortlichen berufen haben, der sich um die Koordination „grüner“ Aspekte im Unternehmen kümmert. Ein Fünftel der berufenen Experten beschäftigt sich dabei laut Studie allein mit Fragen der IT.

"Im vergangenen Jahr hat die IT eine Schlüsselposition innerhalb ‚grüner' Unternehmensstrategien und deren Umsetzung besetzt“, erläutert Andreas Zeitler, Vice President und Regional Manager Zentraleuropa bei Symantec. Ein wichtiger Grund dafür sei nicht nur das gestiegene Umweltbewusstsein, sondern vor allem der Kostendruck, der, wie Zeitler weiter ausführt, verstärkt auch die IT-Abteilungen erfasst: "Ein Großteil der befragten IT-Leiter ist inzwischen für die Energiekosten seiner Rechenzentren selbst verantwortlich. Ihre große Motivation, in Green IT zu investieren, ist nur verständlich."

Quelle: Symantec

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