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News, 15.05.2013
Sozialer Ausgleich funktioniert
Kein Auseinanderdriften der sozialen Kluft
Die Behauptung, die Einkommen und Vermögen in Deutschland seien zunehmend ungleich verteilt, ist nach einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln nicht haltbar.
Dem IW Köln nach kann von einer größer werdenden sozialen Kluft in Deutschland keine Rede sein.
Dem IW Köln nach kann von einer größer werdenden sozialen Kluft in Deutschland keine Rede sein.

Wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berichtet, erfüllen die Werkzeuge, mit denen der Staat durch Umverteilung sozialen Ausgleich zwischen Arm und Reich herstellt, nach wie vor ihre Aufgabe. Das geht dem IW Köln zufolge aus einer neuen Studie zur Lohn- und Einkommensmobilität in Deutschland hervor. Danach liegt Deutschland im EU-Vergleich im Ranking jener Länder, in denen die unteren Einkommensschichten am meisten von staatlichen Transferleistungen profitieren, auf Platz 6. Der Erhebung nach besteht bei ihnen in Deutschland mehr als 60 Prozent des Nettoeinkommens aus staatlichen Transfers.  

Die Behauptung von einem stetig wachsenden Niedriglohnsektor trifft dem IW Köln nach ebenfalls nicht zu. Vielmehr stagniere der Anteil der Beschäftigten, die einen Niedriglohn erhalten, seit 2007 bei rund 22 Prozent. Ins Reich der Fabeln gehöre auch, dass immer mehr Beschäftigte trotz Vollzeitjob nicht von ihrer Arbeit leben können. Dem IW zufolge ist vielmehr genau das Gegenteil der Fall. So sei die Zahl der sogenannten Hartz IV-Aufstocker in den letzten Jahren um 50.000 auf 290.000 im Jahr 2011 gesunken.  „Ein Mindestlohn von 8,50 Euro eignet sich der Studie zufolge nicht zur zielgenauen Bekämpfung von Armut. Er gefährde aber viele Arbeitsplätze gerade für Problemgruppen“, so  das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Realität sei auch, dass der soziale Aufstieg durch Bildung in Deutschland nach wie vor gegeben sei. So verfügten dem IW Köln zufolge knapp ein Drittel aller Bundesbürger im Alter zwischen 35 und 44 Jahren über einen höheren Bildungsabschluss als ihr Vater, seien also sozusagen Bildungsaufsteiger. Auch haben der IW-Erhebung nach fast 20 Prozent der Kinder aus Nicht-Akademiker-Haushalten einen Hochschulabschluss oder absolvieren aktuell ein Studium. „Eine faire Bestandsaufnahme zeigt, dass Deutschland in Sachen Verteilung und Gerechtigkeit dank einer klugen Arbeitsmarktpolitik viel besser dasteht als oft behauptet“, so IW-Direktor Prof. Michael Hüther.

Eine Zusammenfassung aller Studienergebnisse steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

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