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News, 20.06.2014
Fachkräftemangel
Jeder zweite Arbeitslose nur für Hilfsjobs einsetzbar
Fast die Hälfte aller Arbeitslosen in Deutschland ist lediglich für Hilfs- und Anlerntätigkeiten, also Jobs mit geringen Qualifikationsanforderungen einsetzbar. Hiervon gibt es aber immer weniger.
Die besten Job-Aussichten haben geringqualifizierte Arbeitslose der Studie nach in Bayern und Baden-Württemberg.
Die besten Job-Aussichten haben geringqualifizierte Arbeitslose der Studie nach in Bayern und Baden-Württemberg.
Die Chancen für gering qualifizierte Arbeitslose, einen Job zu finden, stehen schlecht. So sind nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge 45 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland lediglich für Helferjobs und einfache Anlerntätigkeiten einsetzbar, mittlerweile aber nur mehr 14 Prozent aller Arbeitsplätze  für Geringqualifizierte ausgerichtet. Betroffen von dieser Entwicklung sind vor allem Frauen und Arbeitslose ausländischer Herkunft: Sie suchen der Studie zufolge besonders häufig nach Jobs, die keine besondere Qualifikation erfordern. „Niedrig Qualifizierte sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen, weil Arbeitsplätze mit geringen Qualifikationsanforderungen über lange Zeit abgebaut wurden“, so das IAB.

Besonders schwierig gestaltet sich die Stellensuche für Geringqualifizierte in der Ruhrgebietsregion, allen voran in Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Dortmund, Duisburg  und Oberhausen. In diesen Städten liegt die Arbeitslosenquote im „Helfer“-Segment im Schnitt bei über 40 Prozent. In Ostdeutschland sind es für Helfer und sonstige Ungelernte wenig besser aus. Hier sind im Durchschnitt aller Bundesländer knapp 35 Prozent aller Geringqualifizierten arbeitslos. Im Westen beziehungsweise in den alten Bundesländern trifft dies dagegen nur auf 22 Prozent der „Helfer“ zu.

Die besten Aussichten haben geringqualifizierte Arbeitslose in Bayern, allen voran im Landkreis Eichstätt. Hier beträgt die Arbeitslosenquote im Helfer-Segement gerade einmal 5,2 Prozent. In weiteren 28 Kreisen des Freistaats beläuft sie sich auf weniger als zehn Prozent.  In vier Kreisen Baden-Württembergs (Bodenseekreis, Hohenlohekreis, Enzkreis und Ravensburg) sowie in Wolfsburg sind die Aussichten mit einer Arbeitslosenquote von unter zehn Prozent für Geringqualifizierte ebenfalls günstiger.

„In prosperierenden Regionen ist der Arbeitsmarkt also auch für Personen mit geringen Qualifikationen aufnahmefähig“, so die IAB-Arbeitsmarktforscher. Hingegen stünden in Regionen mit ungünstiger Arbeitsmarktlage zu viele Geringqualifizierte zu wenig einfachen Arbeitsplätzen gegenüber.

Eine größere regionale Mobilität von Arbeitslosen bringt angesichts des insgesamt betrachtet deutlichen Überhangs an Jobsuchenden dem IAB zufolge allerdings für einen Arbeitsmarktausgleich nur wenig. Wichtiger seien eine bessere Qualifizierung und eine Verringerung der Zahl an unqualifizierten Neuzugängen am deutschen Arbeitsmarkt.

Eine detaillierte Zusammenfassung aller Ergebnisse der Studie des IAB steht kostenlos zum Download zur Verfügung.
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