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News, 15.03.2010
Studie
Jeder zweite Arbeitnehmer plant Wechsel seines Arbeitgebers
Trotz weiter angespannter Lage in der deutschen Wirtschaft zeigen deutsche Arbeitnehmer eine fast unverändert hohe Wechselwilligkeit. Bei einem Viertel ist ein Stellenwechsel sogar im Grunde schon beschlossene Sache, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Um die Mitarbeiterbindung steht es in vielen deutschen Unternehmen augenscheinlich nicht zum Besten: Mehr als die Hälfte aller deutschen Arbeitnehmer planen, sich in naher Zukunft nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen. Rund ein Viertel hat den Arbeitgeberwechsel sogar schon beschlossen und plant demnächst zu kündigen. Das zeigen die Ergebnisse der von den Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der Online-Stellenbörse Monster durchgeführten Studie „Bewerbungspraxis 2010“, an der sich 9.000 deutsche Arbeitnehmer beteiligt haben.

Wer keinen Handlungsdruck verspürt, jedoch für einen Stellenwechsel offen ist, setzt zunehmend auf passive Bewerbungen, indem er sich auf Online-Stellenbörsen gegenüber Arbeitgebern präsentiert. Mehr als 70 Prozent der Stellensuchenden in Deutschland haben ihren Lebenslauf bereits auf einem Jobportal für Arbeitgeber freigeschaltet. Für rund 40 Prozent der in der Studie befragten Arbeitnehmer ist diese Art der Stellensuche sogar die präferierte Form. Ihnen ist lieber, dass sie potenzielle Arbeitgeber finden und sie kontaktieren, als sich selbst aktiv bei einem Unternehmen zu bewerben.

Laut Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Bamberg zeige der Umstand, dass der Anteil passiver Bewerber auch im Krisenjahr 2009 gestiegen sei, dass es sich hierbei nicht um ein konjunkturelles Phänomen, sondern um eine grundlegende Veränderung im Bewerberverhalten handele. „Der Trend geht dahin, dass karriereinteressierte Menschen die Initiative zur Kontaktaufnahme lieber den Unternehmen überlassen, die vakante Stellen zu besetzen haben“, so der Professor.

Daneben belegt die Studie, dass das Internet den Offline-Medien bei der Stellensuche immer mehr den Rang abläuft. So nutzen mittlerweile rund drei Viertel der Befragten (72%) Online-Stellenbörsen zur Recherche nach vakanten Stellen. Auf dem zweiten Platz rangieren Unternehmenswebsites, die weitere 37,3 Prozent zur Informationsbeschaffung nutzen. In Zeitungen und Zeitschriften dagegen informiert sich mittlerweile nurmehr rund ein Drittel der befragten Arbeitnehmer (34,6%) über Stellenangebote sowie das Thema Karriere und Beruf.

Grund für die enorme Popularität des Mediums Internet in Sachen Stellensuche ist insbesondere, dass sich die Stellensuchenden von der Online-Jobrecherche am ehesten Erfolg versprechen, vor allem von Online-Stellenbörsen. Laut Studie bewertete mehr als die Hälfte der befragten Stellensuchenden die Chancen, über Jobportale einen neuen Job zu finden, als sehr groß oder groß. Auf dem zweiten Platz rangierte die Suche mittels Personalberater und auf Platz 3 Bekannte.

„Die Studie zeigt, dass deutsche Arbeitnehmer den Fokus auf ihre berufliche Weiterentwicklung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten beibehalten und relativ zuversichtlich in die Zukunft blicken“, so das Fazit von Marco Bertoli, Geschäftsführer Central Europe bei Monster Worldwide.

[Quelle: Monster.de]
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