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News, 10.09.2013
Studie zu Fortschrittsängsten
Irrationale Ängste in der Vergangenheit und heute
Studie zeigt, was die in früheren Zeiten der Menschheitsgeschichte verbreitete Angst, beim Segeln vom Rand der Welt zu stürzen, mit dem Bezahlen beim Online-Shopping zu tun hat.
Ein Thema, das besonders Verbrauchern in Deutschland große Sorge bereitet, ist die gentechnische Manipulation und Produktion von Nahrungsmitteln.
Ein Thema, das besonders Verbrauchern in Deutschland große Sorge bereitet, ist die gentechnische Manipulation und Produktion von Nahrungsmitteln.

Viele Ängste hätten die gesellschaftliche Entwicklung erheblich bremsen können, wären sie nicht überwunden worden. Solche Ängste gibt es allerdings auch heute – Ängste, die gegenwärtig durchaus begründet erscheinen, jedoch bereits in wenigen Jahren als irrational bewertet werden könnten. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie im Auftrag des Online-Backup-Anbieters Mozy, in der das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Mai 550 IT-Entscheider und 1.250 Büroarbeiter in Deutschland, Irland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und den USA zu Fortschrittsängsten der Vergangenheit und Gegenwart befragt hat.

Ängste, die in der Vergangenheit den Fortschritt bremsten

Im Ranking der fortschrittfeindlichsten Ängste der Vergangenheit mit deutlichem Abstand an der Spitze stehen die Angst, zu weit zu segeln und vom Rand der Welt zu stürzen, gleichauf mit dem in früheren Zeiten weit verbreiteten Glaube, Wissenschaft und Medizin seien Hexerei. Rund vier von zehn Befragten (39 %) sind überzeugt, dass diese Ängste für die Menschheit eine „Fortschrittsbremse“ waren. Platz 3 im Ranking der am häufigsten benannten Fortschritthemmnisse belegt mit 29 Prozent an Nennungen die Angst, dass Handys das Gehirn zum Schmelzen bringen können, gefolgt von der Sorge, dass Impfungen krank machen könnten (26 %) sowie dem Glaube, elektrisches Licht sei für Zuhause zu gefährlich (24 %). Auf den weiteren Plätzen im Ranking der fortschrittfeindlichsten Ängste der Vergangenheit:

  • Die Erfindung der Schrift wird dazu führen, dass sich Menschen nicht mehr ohne Hilfe an Dinge erinnern können (21 %)
  • Verbrennungsmotoren bringen Autos zum Explodieren (21 %)
  • Toiletten im Haus verbreiten Krankheiten (17 %)
  • Atomtechnik erzeugt mutierte Lebewesen z.B. Godzilla (15 %)
  • Das Durchbrechen der Schallmauer reißt ein Loch in den Weltraum (14 %)
  • Spiegel/Fotos fangen die Seele einer Person ein (14 %)
  • Menschen, die ein Telefon haben, verlassen nicht mehr das Haus (13 %)
  • Bohrungen in die Erde verursachen Erdbeben (12 %)
  • Raumfahrt führt zu "Weltraumkoller" (11 %)
  • Die Geschwindigkeit dampfbetriebener Züge ist tödlich für Passagiere (7 %)

„Dass sich bis heute irrationale Ängste mitunter als Innovationsbremse entpuppen, zeigt das aktuell diskutierte Beispiel von Cloud-Diensten. Obgleich sie private und geschäftliche Daten nachweislich vor Diebstahl, abstürzenden Festplatten und anderen unglücklichen Zufällen schützen, behindert eine latente Furcht vor der Cloud die Verbreitung der Technologie“, so Mozy.

Aktuelle Fortschrittsängste

Korrespondierend zu den Ängsten, die in der Vergangen den Fortschritt bremsten, wurde in der Studie auch gefragt, welche Fortschrittsängste gegenwärtig existieren, die sich bald in Luft auflösen werden. Spitzenreiter mit den meisten Nennungen ist hier die Sorge um die Sicherheit beim Online-Einkauf. So sind gut vier von zehn Befragten (41 %) überzeugt, dass die Angst, „Online-Käufe mit Kreditkarten zu bezahlen ist unsicher“ bereits in naher Zukunft kein Thema mehr sein wird. Gleiches gilt nach Meinung von fast ebenso vielen für die Angst, dass die Nutzung von Mobiltelefonen in Flugzeugen die Bordelektronik negativ beeinflusst (38 %). Auch die aktuell noch weit verbreitete Sorge, gentechnisch manipulierte Lebensmittel könnten negativ auf die Gesundheit wirken, sowie die Angst, dass Mobiltelefone im Krankenhaus zu einem Ausfall medizinischer Geräte führen, werden nach Meinung von mehr als jedem Dritten bald verflogen sein (36 % bzw. 35 %). Weitere genannte Ängste, die sich in naher Zukunft immer mehr verflüchtigen werden:

  • In der Cloud gespeicherte Daten (Musik/Fotos/Dokumente) werden von Hackern gestohlen (33 %)
  • Das Benutzen von Fingerabdrücken oder Iris-Scans anstelle von PINs führt dazu, dass Diebe Hände abschneiden oder Augen entfernen (30 %)
  • Das kabellose Aufladen von Geräten führt zu gesundheitlichen Schäden durch Strahlung (28 %)
  • Das Nutzen von kontaktlosen Bezahlformen (Identifizierung mit Funkfrequenz)  versetzt Diebe in die Lage Karten zu scannen und im Vorbeigehen  Geld zu stehlen (27 %)
  • Das Impfen von Kindern schadet deren Gesundheit (26 %)

„Irrationale Ängste haben unser Handeln im Laufe der Geschichte immer mitbestimmt und hätten das Entstehen einer modernen Welt verhindern können, wären sie nicht überwunden worden. Wir glauben, dass das in Zukunft auch auf zahlreiche moderne Technologien zutreffen wird, die die Menschen heute noch mit Skepsis betrachten“, kommentierte Olaf Dany, EMEA Channel Account Executive bei Mozy, die Ergebnisse der internationalen Studie.

Im Rahmen der Erhebung wurden die IT-Entscheider und Büroarbeiter auch nach den aus ihrer Sicht bedeutendsten Erfindungen der Menschheit befragt. Am meisten Nennungen entfielen dabei auf den Computer. Ihn stuften 44 Prozent als wichtigste Erfindung ein. Dahinter folgt mit einem Anteil von 36 Prozent an Nennungen das Internet, fast gleichauf mit der Elektrizität (35 %). Auf dem vierten Platz folgt das Mobiltelefon (28%) und dahinter das Antibiotikum, das allerdings als Fünftplatzierter noch nicht einmal von halb so vielen Befragten (20 %) als wichtigste Erfindung eingestuft wird wie der Computer. Auch der Deutschen liebstes Kind, das Auto, kann der digitalen Welt in Sachen Wichtigkeit nach mehrheitlicher Meinung nicht das Wasser reichen (20 %). Gleiches gilt für das Flugzeug (14 %) sowie die beiden Meilensteine in der Menschheitsgeschichte Rad und Feuer (14 % bzw. 12 %). „Diese Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit der Menschen im Hier und Jetzt leben“, so Mozy.

Weitere genannte „wichtigste Erfindungen“

  • Die Impfung (9 %)
  • Das Fernsehen (9 %)
  • Die Atomkraft (7 %)
  • Das Röntgen (6 %)
  • Die Empfängnisverhütung (6 %)
  • Die Kreditkarte (6 %)
  • Die Dampfmaschine (5 %)
  • Die SMS (5 %)
  • Das Schmerzmittel (3 %)
  • Das Düsentriebwerk (3 %)
  • Die Turbine (2 %)
  • Das Space Shuttle (1 %)
  • Der iPod (1 %)
  • Das iPad (1 %)
  • Der Klettverschluss (1 %)
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