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News, 29.01.2014
Internet-Studie
Internet of Everything – Potenzial geht in die Billionen, allein für Staaten
Nach einer aktuellen Studie könnten Staaten durch die optimale Nutzung des Internets und darauf aufsetzender Technologien, das sogenannte Internet of Everything, weltweit bis zum Jahr 2022 mehrere Billionen Euro an zusätzlicher Wertschöpfung generieren.
Allein in den Städte schlummert weltweit bis 2022 der Studie nach ein Wertschöpfungspotenzial von 1,4 Billionen Euro.
Allein in den Städte schlummert weltweit bis 2022 der Studie nach ein Wertschöpfungspotenzial von 1,4 Billionen Euro.

Wie der Netzwerkausstatter Cisco errechnet hat, birgt das Internet of Everything weltweit für die öffentliche Hand allein von 2013 bis 2022 ein Kosteneinspar-, Produktivitäts- und Einnahmenpotenzial von 4,6 Billionen US-Dollar (3,4 Billionen Euro) in sich. Das ergab die Cisco-Studie „Internet of Everything: A $4.6 Trillion Public-Sector Opportunity“. Dabei ermittelte die Studie allein in Deutschland durch das Internet of Everything ein Wertschöpfungspotenzial von 177,8 Milliarden US-Dollar (130,6 Mrd. Euro). Das Internet of Everything, kurz IoE, bezeichnet die Vernetzung von Menschen, Prozessen, Daten und Objekten sowie dem Mehrwert dieser Verbindungen mit dem Netzwerk. Das IoE schließt ein Vielzahl an Technologien ein, wie etwa das Internet der Dinge und Cloud Computing, deren Verknüpfung das Internet of Everything erst ermöglichen.

Wert der einzelnen Prozesse

Alleine Städte können gemäß der Cisco-Studie weltweit 1,9 Billionen US-Dollar (1,4 Billionen Euro) an Wert in den kommenden zehn Jahren durch IoE-Anwendungen generieren, darunter bei:

  • Intelligenten Gebäuden: 100 Milliarden US-Dollar durch geringere Betriebskosten im Energieverbrauch über die Integration von Heizungs- und Klimaanlagen in die Gebäudesysteme
  • Gasversorgung: 69 Milliarden US-Dollar durch geringere Ablesekosten und genauere Verbrauchsbestimmung
  • Intelligenten Parkleitsystemen: 41 Milliarden US-Dollar durch die Echtzeit-Anzeige verfügbarer Parkplätze
  • Wasserversorgung: 39 Milliarden US-Dollar durch die Verbindung von Wasserzählern über ein IP-Netzwerk und deren Ablesung aus der Ferne
  • Mautgebühren: 18 Milliarden US-Dollar durch automatische Bezahlung, effizientere Verkehrsführung und höhere Umsätze

„Städte müssen heute flexibel Bedürfnisse von Bürgern erfüllen und gleichzeitig ihre vorhandenen Kapazitäten effizient nutzen“, sagt Michael Ganser, Senior Vice President Zentral- und Osteuropa bei Cisco. „Nahezu zwei Drittel des Wertschöpfungspotenzials durch IoE im öffentlichen Bereich werden durch Städte generiert. Das Internet of Everything verändert die Art, wie Städte ihre Dienste anbieten und wie Bürger mit den Behörden interagieren.“

Vernetzte Städte in Europa


In Hamburg wurde vor kurzem eine Hot-Spot-Zone im Hafen rund um die Landungsbrücke eingerichtet. In den nächsten Monaten ist es geplant, weitere Zentren der Hansestadt großflächig mit einem WLAN-Netz zu versorgen und zu einer durchgängigen Hot-Spot-Zone verschmelzen mit Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen von Smart City Konzepten. Die französische Stadt Nizza hat gemeinsam mit Cisco und Think Global das IoE-Projekt „Connected Boulevard“ verwirklicht. Es basiert auf etwa 200 Sensoren, die über die gesamte Stadt verteilt sind und deren Informationen über die Cisco-Infrastruktur durch Smartphones oder Tablets abrufbar sind. So lässt sich zum Beispiel feststellen, wie voll bestimmte Straßen oder Restaurants sind.

Auch die spanische Stadt Barcelona nutzt bereits IoE-Lösungen, um Bürgern neue Dienste und Funktionen anzubieten. „Virtuelle Bürger-Services“ ermöglichen etwa die ortsunabhängige virtuelle Interaktion mit dem Rathaus über Video- und Collaboration-Technologien. Als eine der weltweit führenden „Smart+Connected Communities“ hat Barcelona IoE-Lösungen für Wassermanagement, intelligentes Parken, Abfallentsorgung und vernetzte Omnibusse eingeführt. Damit spart die Stadt Kosten und verbessert die Qualität der Bürger-Services.

Weitere Ergebnisse

Neben den Städten profitieren Staats- und Landesbehörden auf fast allen Ebenen von IoE-Lösungen, sei es im Gesundheitswesen, in der Bildung, beim Katastrophenschutz oder Militär. 70 Prozent des Potenzials entsteht bei Prozessen innerhalb einer Behörde, 30 Prozent zwischen den Behörden. Würden die weltweit 350 Millionen Mitarbeiter in Behörden etwa stärker Telearbeitslösungen nutzen, könnte das 125 Milliarden US-Dollar an Wert bedeuten – zum Beispiel über geringere Büro- und Reisekosten.

„Das Internet of Everything hat das Potenzial, das Leben in Städten und Gemeinden grundlegend zu verändern – durch vernetzte Bürgerservices, innovatives Verkehrs- und Ver-/Entsorgungsmanagement, ohne gleichzeitige Steuererhöhungen", so Ganser. "Um künftig wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Arbeitsplätze zu schaffen, müssen Bürgermeister sich jetzt mit den  Möglichkeiten auseinander setzen, die das IoE bietet."

Die Studie

Die Studie „Internet of Everything: A $4.6 Trillion Public-Sector Opportunity“ basiert auf einer Untersuchung, die Cisco in 2013 durchgeführt hat. Diese identifizierte potenzielle Gewinne von 14,4 Billionen US-Dollar für private Unternehmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre IoE nutzen. Kombiniert mit dem potenziellen Wert von 4,6 Billionen US-Dollar für den Öffentlichen Sektor ergibt sich ein Gesamtpotenzial von 19 Billionen US-Dollar für IoE-Dienste weltweit von 2013 bis 2022.

Die vollständige Studie, Fragen und Antworten dazu sowie die 10 wichtigsten Erkenntnisse gibt es unter: www.internetofeverything.com.

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