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News, 22.02.2007
Studie - Internet
Content kein Geld wert?
Geht es nach einer Studie des Medien-Beratungshauses Timelabs, stehen die Chancen für Verlage, mit kostenpflichtigen Inhalten im Internet (Paid Content) in Zukunft Geld zu verdienen eher schlecht.
Wie die das Webmagazin eMarket berichtet, scheint dem Paid Content Business keine allzu große Zukunft beschieden zu sein, zumindest was den entgeltlichen Zugriff auf redaktionellen Inhalte von Zeitungsverlage anbetrifft. Das Magazin bezieht sich dabei auf die aktuelle Studie „Grid Media - Überlebensstrategien für Publisher im digitalen Zeitalter”, die von der Timelabs GmbH aus Frankfurt erstellt wurde.

Grund für die schlechten Aussichten kostenpflichtiger redaktionelle Inhalte, so eMarket, seien in erster Linie die mangelnde Exklusivität und Kostenaspekte. So würde bereits ein zum Preis von einem Euro zum Download angebotener Artikel schon das Hundertfache gegenüber dem Druck-Pendant kosten.

Erschwerend hinzukäme, so berichtet eMarket Bezug nehmend auf die Studie, dass die voranschreitende Vertikalisierung und Lokalisierung der Suchmaschinen die Verfügbarkeit kostenfreier Inhalte weiter verbessern würde und die Zahlungsbereitschaft für kostenpflichtige Inhalte weiter sinken lassen dürfte.

Alleinig Chancen eingeräumt würden Anbietern aus dem Entertainement-Umfeld (Musik, Filme, Spiele und Live-Events) sowie all jenen Verlagshäusern, die mit exklusivem, mehrwerthaltigem und individualisierten Inhalten aufzuwarten vermögen.

Insgesamt also keine guten Aussichten für den Absatz und die Vermarktung kostenpflichtiger digitaler Inhalte, sofern es nach Meinung der Experten des Frankfurter Beratungshauses geht. Studienergebnisse aus den USA und Erfolgsbeispiele aus Deutschland zeichnen jedoch ein anderes Bild und verheißen dem Paid Content eine vielversprechende Zukunft.

Paid Content - eine Frage des Angebots

Einer 2005 vom stern durchgeführten repräsentativen Untersuchung „MarkenProfile 11“ zufolge sind immer mehr Online-Nutzer bereit für digitale Inhalte zu bezahlen. So stieg die Zahl der Zahlungswilligen schon im Jahr 2005 auf 5,7 Millionen Online-Nutzer – und erhöhte sich damit um rund ein Drittel gegenüber 2004.

Dabei zeigen Erfolgsbeispiele, dass nicht nur Musik- und Spiele-Downloads sondern auch entgeltliche redaktionelle Online-Inhalte bei den Internetnutzern Nachfrage finden können. So verbuchte das renommierte US-amerikanische „Wall Street Journal“ im Jahre 2005 schon 731.000 zahlende Online-Abonnenten.

Einen weiteren eindrucksvollen Beleg dafür, dass mit Online-Inhalten durchaus Geld zu verdienen ist, liefert darüber hinaus die Stiftung Warentest. Weit über 800.000 kostenpflichtige Abrufe von Testberichten und ein Paid-Content-Umsatz von fast 1,5 Millionen Euro zeigen, dass auch Content sich durchaus bezahlt machen kann – so man ihn zu vermarkten weiß und die angebotenen Inhalte ihr Geld wert sind.

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