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News, 10.06.2013
Handelsstudie
Interaktiver Handel in Deutschland bleibt Konjunkturlokomotive
Die positive Wirtschaftslage im deutschen Versand- und Online-Handel hält an, zeigt eine Dauerstudie zum sogenannten Interaktiven Handel in Deutschland. Dabei entwickeln sich soziale Medien zu einem immer wichtigeren Kommunikationskanal.
Mehr als zwei Drittel aller Unternehmen aus dem interaktiven Handel setzen bei ihrer Kundenkommunikation auf Social Media, allen voran auf Facebook.
Mehr als zwei Drittel aller Unternehmen aus dem interaktiven Handel setzen bei ihrer Kundenkommunikation auf Social Media, allen voran auf Facebook.
Der Interaktive Handel in Deutschland erweist sich auch im Frühjahr als ein Motor der deutschen Binnenkonjunktur. Lage und Erwartungen der Versand- und Online-Händel verbleiben auf hohem Niveau und damit deutlich über dem Niveau der deutschen Gesamtwirtschaft. Das zeigen die Ergebnisse der Handelsstudie „Die Wirtschaftslage im deutschen Interaktiven Handel B2C 2012/2013“ des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh) und der Creditreform Boniversum GmbH (Boniversum). Das Rekordhoch aus dem Vorjahr wird laut Boniversum jedoch nicht mehr ganz erreicht. „Trotz insgesamt deutlich überdurchschnittlichen Bewertungen werden die Auftrags-, Umsatz-, Ertrags- und Personalsituation etwas negativer bewertet als noch im letzten Frühjahr“, so das Bonitätswerk. Insgesamt befinde sich der interaktive Handel aber weiterhin dank des stabilen privaten Konsums in einer ausgezeichneten wirtschaftlichen Lage.

Konjunkturoptimismus treibt Investitionsbereitschaft der Händler

Die besten Lageurteile und Bewertungen zur weiteren Geschäftsentwicklung kommen gegenwärtig von Handelsunternehmen mit einem Jahresumsatz über fünf Millionen Euro und mehr als 100.000 Kunden (in den vergangenen 12 Monaten).   „Neben den größeren Unternehmen, sind es die Unternehmen der Teilbranchen Freizeit und Haushalt, die ihre aktuelle und zukünftige Geschäftslage derzeit am positivsten bewerten. Insgesamt liegen aber auch alle anderen Branchen des Interaktiven Handels auch in diesem Jahr wieder über dem deutschen Durchschnitt“, so Boniversum-Geschäftsführer Siebo Woydt.

Die anhaltend gute Geschäftslage und optimistischen Geschäftserwartungen im Interaktiven Handel  fachen auch die Investitionsbereitschaft der Händler an. So planen 83 Prozent der Versand- und Online-Handelsunternehmen, demnächst Investitionen vorzunehmen und damit zwei Prozentpunkte mehr als im Vergleichszeitraum 2012. An erster Stelle stehen Boniversum nach Investitionen für Kapazitätserweiterungen (plus drei Prozentpunkte auf 37 %) gleichauf mit Investitionen in Innovationen (minus zwei Prozentpunkte auf 37 %). Auch hier verdeutlich der Vergleich mit der Gesamtwirtschaft die Rolle des E-Commerce als Konjunkturlok: In der deutschen Wirtschaft insgesamt lag die Investitionsneigung im ersten Quartal geringfügig unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (minus ein Prozentpunkt auf 50 %).

Verbreitung und Nutzung von Social Media nimmt weiter zu

Social Media nimmt als Kommunikationskanal bei Handelsunternehmen einen immer größeren Stellenwert ein. Der Studie nach sind mittlerweile 70 Prozent der Unternehmen aus dem interaktiven Handel in sozialen Medien präsent. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im ersten Vierteljahr 2012. Mit großem Abstand meist genutzte Web 2.0-Plattform ist Facebook: 93 Prozent der in Socal Media aktiven Unternehmen sind hier mit einer Firmensite vertreten (2012: 91%). Immer beliebter ist auch das zum Google-Imperium gehörige Video-Portal YouTube. Es steht mit 50 Prozent im Ranking auf Rang 2 (2012: 43%).

Hauptbeweggrund für die Nutzung von sozialen Medien ist mit einem Anteil von 31 Prozent an Nennungen  ein „engerer Kontakt zum Kunden“. Damit hat die Intensivierung des Kundenkontakts mithilfe von Social Media im Vergleich zum Vorjahr stark an Stellenwert gewonnen (2012: 24%).  Die steigende Bedeutung von Social Media als Baustein der Unternehmenskommunikation zeigt sich auch in dem Umstand, dass knapp ein Drittel der befragten Unternehmen, seinen Personalbestand für Social Media aufgestockt hat  (31 %). Im Vorjahr hatte dies gut ein Fünftel getan (2012: 22%). Immer öfter machen sich die Aktivitäten auch in einem Mehrumsatz bezahlt. So konnte rund ein Fünftel durch die Nutzung von sozialen Medien seinen Umsatz steigern (24%) – sechs Prozentpunkte mehr als im Vergleichszeitraum 2012.

„Auch wenn mittlerweile der Großteil der Unternehmen seine Social Media Strategien insofern angepasst hat, dass über diesen Kanal nicht automatisch mehr Umsatz generiert wird und vielmehr andere Aspekte im Vordergrund stehen wie die engere Kommunikation mit dem Kunden, scheint dennoch ein kausaler Zusammenhang zwischen Social Media-Nutzung und Geschäftserfolg zu bestehen. Unternehmen die Social Media nutzen, weisen ein überdurchschnittliches und leicht zunehmendes Geschäftsklima auf“, so Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

Leichte Entspannung in Sachen Retouren


In der aktuellen Analyse vom Frühjahr 2013 zeigt sich, dass es dem deutschen Interaktiven Handel in den letzten 12 Monaten offenbar gelungen ist, die Retourenquote zu senken. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation verbessert, da derzeit nur noch etwa jedes fünfte Unternehmen von steigenden Rücksendungen berichtet (2013: 20 Prozent; -5 Punkte). Und auch der Anteil der Unternehmen, die von sinkenden Rücksendungen sprechen, hat zugenommen (2013: 16 Prozent; +5).

„Es bleibt abzuwarten, wie sich der Retouren-Trend für die nächsten Monate entwickelt. Aktuell rechnen die befragten Unternehmen wieder mit einem leichten Anstieg (2013: 23 Prozent; +3). Letztlich ist der Rückgang der Retourenquote aber natürlich auch ein Ausdruck der Bemühungen, durch ein effizientes Retourenmanagement Kosten zu senken und damit die Ertragslage der Unternehmen zu verbessern“, so Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.
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