VOLLTEXTSUCHE
News, 17.03.2010
Studie
Gute Stimmung im deutschen Online-Handel
Die Mehrzahl deutscher Online-Händler hat in Sachen Online-Umsatz derzeit keinen Grund zur Klage. Bei vielen stationären Einzelhändlern ist sogar der Umsatzanteil aus dem Online-Handel mittlerweile höher als der aus dem Filialgeschäft.

Der deutsche Online-Handel hat sich in der Wirtschaftskrise gut behauptet und blickt mit Optimismus in die Zukunft. Das zeigen die Ergebnisse des zweiten Online Business Barometers, einer Studie von eBay zum Online-Handel in Deutschland, für die mehr als 1.200 deutsche Händler zur ihrer Geschäftslage sowie ihren Zielen und Geschäftserwartungen befragt wurden. Danach gaben zwei Drittel der deutschen Online-Händler an, in den vergangenen drei Monaten ihre gesteckten Umsatzziele erreicht zu haben. Mehr als die Hälfte der Befragten (55%) hat die Umsatzziele im Vergleich zum Jahr 2009 erhöht.

Wie Studie zeigt, hat sich die ohnehin schon insgesamt recht positive Stimmungslage im deutschen Online-Handel seit Herbst 2009 noch mal verbessert. So beurteilen mittlerweile rund zwei Drittel der befragten Händler (65%) die eigenen Geschäftsaussichten positiv. Zum Vergleich: Im Rahmen der ersten Befragung im November vergangenen Jahres hatte der Optimisten-Anteil noch bei 59 Prozent gelegen. Dass die Geschäftsaussichten in den nächsten drei Monaten eher schlecht bzw. sehr schlecht sind, meint hingegen derzeit nur ein Zehntel der Befragten.

Zeichen stehen auf Umsatzwachstum

Das positive Stimmungsbild schlägt sich auch in den Umsatzerwartungen der Händler nieder. Laut Studie gehen 41 Prozent der deutschen Online-Händler für die nächsten drei Monate von steigenden Umsatzerlösen aus, während weitere 42 Prozent erwarten, dass ihr Umsatz zumindest konstant bleibt. Einen Umsatzrückgang befürchtet dagegen nur rund jeder Sechste (17%). Was indes die weitere Entwicklung der Gewinnspannen angeht, sind die Prognosen nicht ganz so optimistisch. So erwartet rund ein Drittel (32%), dass die Marken sinken werden. Demgegenüber erwarten 54 Prozent konstante Margen und lediglich 14 Prozent, dass die Erträge steigen.

Zum steigenden Optimismus der Branche passt auch, dass mehr als die Hälfte der befragten Online-Händler für das laufende Jahr keine Sparmaßnahmen planen. „Damit bestätigt sich der Sektor als stabiler Wirtschaftspfeiler und Arbeitgeber“, heißt es in der Studie. Bei jenen, die hingegen sparen wollen, konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem auf Änderungen des Produktsortiments (20%) und darauf, die Betriebskosten zu senken (19%).

Online-Handel häufig tragende Säule des Filialgeschäfts

Welche Bedeutung dem Internet als Absatzkanal im Handel zukommt, verdeutlicht nicht zuletzt der Umstand, dass 55 Prozent der Online-Händler zugleich im stationären Handel tätig sind und die Mehrzahl von ihnen (60%) mittlerweile den Hauptteil ihres Umsatzes im Internet erzielt. Mehr als jeder fünfte Händler (22%) gab sogar an, dass die Fortführung des Filialgeschäfts erst durch den Online-Handel möglich sei. Auch ist sich der Großteil der Befragten (65%) darin einig, dass ein im Internet aktives Filialgeschäft zukunftsfähiger ist.
„Die Zahlen der Studie zeigen, dass Online- und stationärer Handel nicht etwa in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich vielmehr ergänzen und stützen. Gerade auch im ländlichen Raum sichert der E-Commerce das Überleben der stationären  Handelsstrukturen und leistet so einen Beitrag zur Sicherung der Infrastruktur“, so Dr. Stephan Zoll, Geschäftsführer von eBay in Deutschland.

Abmahnrisiko bleibt weiter hoch

Laut Studie stellt der missbräuchliche Einsatz von Abmahnungen nach wie vor ein ernsthaftes Problem dar. So hat in den vergangenen Jahren im Durchschnitt jeder Händler zwei Abmahnungen erhalten. Aus Sicht der Händler wird dieses Instrument, das eigentlich dem fairen Wettbewerb und Schutz von Konsumenten dienen sollte, zumeist gezielt missbraucht. Die meist genannten Motive für den Missbrauch sind nach Meinung der Befragten: schnell und einfach Geld verdienen (79%) und die Konkurrenten zu behindern (40%). „Nur in 21 Prozent der Fälle werden Abmahnungen nach Einschätzung der Händler auch aus einem berechtigten Interesse an der Beseitigung eines Rechtsverstoßes ausgesprochen“, berichtet eBay. Den mit Abmahnungen einhergehenden finanziellen Schaden bewerten mehr als vier von zehn befragten Händlern (42%) als erheblich. Jeder Zehnte (10%) stuft den Schaden gar als existenzbedrohend ein.

Die Komplettfassung der Studie steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.


[Quelle: eBay Deutschland]
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG