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News, 08.02.2018
Gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer Produktivitätsmotoren
Gewerkschafter fördern Produktivität von Unternehmen
Unternehmen mit Beschäftigten, die Mitglied in einer Gewerkschaft sind, arbeiten produktiver als Betriebe ohne gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter, hat eine Studie ermittelt.
Klausur des Ortsvorstandes der IG Metall Regensburg im Juli 2013 im Schlosshotel Neufahrn i.NB.
Klausur des Ortsvorstandes der IG Metall Regensburg im Juli 2013 im Schlosshotel Neufahrn i.NB.
Gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter wirken sich positiv auf die Produktivität von Unternehmen aus. Das haben die Erling Barth und Harald Dale-Olsen vom Institut für Sozialforschung in Oslo sowie Alex Bryson vom University College London in einer empirischen Studie ermittelt. In dieser haben die Forscher amtliche Daten aus Norwegen zu rund 2,4 Millionen Beschäftigten und etwa 8.000 Unternehmen aller Größenklassen analysiert. Das zentraler Ergebnis: Je höher der gewerkschaftliche Organisationsgrad in einer Belegschaft ist, desto höher ist die Produktivität, berichtet die Hans-Böckler-Stiftung.

Um untersuchen zu können, wie sich gewerkschaftlich organisierte Beschäftigte  auf Unternehmen unabhängig von betrieblichen oder individuellen Faktoren auswirken, haben sich die Forscher eine Entwicklung im norwegischen Steuerrecht zunutze gemacht: Durch Änderungen bei der steuerlichen Absetzbarkeit von Mitgliedsbeiträgen ist gewerkschaftliches Engagement im Laufe der Zeit finanziell attraktiver geworden. Die Folge war eine messbare Zunahme der Mitgliederzahlen von Gewerkschaften. „Da die Höhe der steuerlichen Subvention sowohl über die Jahre als auch über die Berufsgruppen variiert, lässt sich der Effekt des Organisationsgrads damit statistisch isolieren“, so die Hans-Böckler-Stiftung.

Wie die Studie belegt, wirkt sich der gewerkschaftliche Organisationsgrad eindeutig positiv auf Unternehmen aus. So ergaben die Berechnungen, dass bereits eine Zunahme des Gewerkschafteranteils an der Belegschaft um nur einen Prozentpunkt einen Produktivitätszuwachs um bis zu 1,8 Prozent zur Folge hat. Mit der höheren Unternehmensproduktivität einher geht ein Anstieg des Lohnniveaus um bis zu 1,5 Prozent. „Dieses Plus fällt umso größer aus, je produktiver ein Betrieb ist“, so die Stiftung.

cs/Hans-Böckler-Stiftung; Bild: IG Metall Regensburg / flickr
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