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News, 13.01.2011
Studie
Gesundheits-Apps revolutionieren medizinische Versorgung
Laut einer Studie werden mobile Anwendungen - sogenannte Apps - eine herausragende Bedeutung in der medizinischen Versorgung gewinnen. In vielen Fällen werden die Gesundheits-Apps sogar den Arztbesuch ersetzen.
Übermittlung von Laborwerten, Ferndiagnose und –überwachung – immer mehr wird künftig im Gesundheitswesen über Apps ablaufen.
Übermittlung von Laborwerten, Ferndiagnose und –überwachung – immer mehr wird künftig im Gesundheitswesen über Apps ablaufen.
Mobile Applikationen, kurz als Apps bezeichnet, werden nach Einschätzung des Hightech-Verbandes BITKOM in den nächsten Jahren die medizinische Versorgung revolutionieren  und zu einem zentralen Bestandteil im Gesundheitswesen werden. Grundlage der BITKOM-Prognose ist eine internationale Studie des Instituts research2guidance, der zufolge mobile Gesundheitslösungen bzw. Apps insbesondere bei der Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Herzkrankheiten sowie Asthma oder chronischer Bronchitis breiten Einsatz finden werden. „Spezielle Gesundheits-Apps eignen sich hervorragend zur Übertragung und Speicherung individueller Patientendaten und können den Gang in die Praxis oft überflüssig machen“, erklärte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.

Das Verfahren, nach dem die mobile medizinische Versorgung erfolgt, ist dem BITKOM zufolge denkbar einfach: „Spezielle mobile, medizinische Geräte erfassen die relevanten Gesundheitsdaten eines Patienten und leiten sie an das Handy weiter. Das Handy wertet die Daten mit einer App aus und überträgt sie im Bedarfsfall an Arzt, Klinik oder Gesundheitszentrum“, so der Verband. So könnten beispielsweise EKG oder Blutdruckmessung zu Hause vorgenommen und per Handy an den Arzt geschickt werden oder Diabetiker ihre Blutzuckerwerte vom Messgerät via Bluetooth in ein vom Arzt einsehbares Online-Tagebuch einstellen. Teure stationäre Untersuchungen würden so entfallen. Darüber hinaus gebe es laut BITKOM bereits unter anderem Anwendungen  zur Überwachung der Medikamenteneinnahme, zum Abruf von Laborergebnissen, zur Fernüberwachung oder Fernsprechstunde sowie mobile Überwachungsgeräte, mit denen beispielsweise die Nachsorgezeit im Krankhaus verkürzt werden könne. „Die mobilen Gesundheitslösungen können helfen, den dramatischen Kostenanstieg im Gesundheitswesen abzufedern“, erläutert Scheer.

Laut Studie erwartet die Mehrheit der Unternehmen im Gesundheitssektor, dass sich mobile Gesundheitslösungen in den kommenden fünf Jahren durchsetzen werden. So glauben rund zwei Drittel der befragten Firmen (67%), dass im Jahr 2015 in den Industrieländern die Mehrheit  der Ärzte und Krankenschwestern sowie des medizinischen Personals Gesundheits-Apps verwenden wird. Als treibende Kräfte dieser Entwicklung sehen die Befragten dem BITKOM zufolge die zunehmende Verbreitung von Smartphones sowie die starke Nachfrage von Patienten.

Nach Einschätzung der Studienteilnehmer werden die Gesundheits-Apps in Zukunft vor allem auf Smartphones (82%) und Tablet-PCs zum Einsatz kommen. Die größte Bremste im Hinblick auf die Verbreitung von Gesundheits-Apps sehen die befragten Firmen in einem Mangel an Standardisierung. Laut Studie hat in diesem Punkt zurzeit die Hälfte noch Bedenken. Als weitere Hürden nannten die befragten Unternehmen unter anderem eine zu starke Regulierung, mangelnde Kenntnis über die neuen technischen Möglichkeiten und Sicherheitsaspekte.
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