VOLLTEXTSUCHE
News, 16.11.2007
Studie
Fusionen und Unternehmensübernahmen in Europa bei deutschen Firmen hoch im Kurs
Deutsche Unternehmen investieren in die Zukunft und versuchen durch Unternehmensübernahmen und Fusionen die eigene Position im Markt zu stärken. Ihre Begehrlichkeiten konzentrieren sich dabei vor allem auf Europa, wie eine aktuelle Studie zu den Aktivitäten deutscher Unternehmen im Bereich „Mergers and Acquisitions“ (M&A) belegt.
Um Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, setzen viele deutsche Unternehmen auf den Schulterschluss mit anderen, sprich: Unternehmensübernahmen und -Fusionen. 60 Prozent der deutschen Unternehmen geben an, dass „Mergers and Acquisitions“(M&A) für sie eine hohe strategische Bedeutung haben. Im Fokus der M&A-Aktivitäten stehen dabei nicht etwa die Boom-Regionen Asiens, sondern vielmehr das „naheliegende“ Europa. Dies geht aus der von Deloitte und der Deutschen Gesellschaft für Managementforschung (DGMF) durchgeführten Studie „Auf Erfolgskurs – M&A in Deutschland“ hervor.

Obwohl sich der globale M&A-Markt etwas abgekühlt habe, wie Dr. Elisabeth Denison, Deloitte Research Deutschland, berichtet, wollen dennoch drei Viertel (75%) der in Deutschland befragten Unternehmen ihre M&A-Aktivitäten weiter aufrecht erhalten oder sogar noch ausweiten. Der zentrale Treiber hierfür sei der hohe Konkurrenzdruck, wie Prof. Christoph Wamser, Direktor der DGMF, ausführt: „79 Prozent der Unternehmen wollen ihre Wettbewerbsposition durch M&A gezielt stärken.“ Der Studie zufolge weitere Motive: die geographische Expansion und Marktdurchdringung.

Asien für die meisten eher wenig interessant

Während der asiatische Raum als Ziel für M&A-Aktivitäten der Studie zufolge zwar für die Fertigungsindustrie nichts an seiner Attraktivität verloren hat und drei Viertel der Unternehmen aus diesem Segmant nach Indien und China expandieren wollen, hat dennoch die Mehrzahl der Befragten vorrangig Europa im Visier. Größere Unternehmen ebenso wie die Finanzbranche favorisieren dabei eher Osteuropa. Die kleineren Unternehmen und solche aus der Medien-, Technologie- und Telekommunikationsbranche hingegen drängt es eher in den Westen. Auch Russland sei demnach ein Ziel.

Soziale Kompetenzen entscheidend

Trotz des weit verbreiteten Optimismus deutscher Unternehmen im Hinblick auf ihre Wachstums- und Expansionsbestrebungen, zeigt die Ergebnisse der Studie: Die Gefahr eines Scheiterns ist groß. Befragt nach den Erfahrungen mit zurückliegenden Übernahmen und Fusionen, bewertet fast ein Drittel der Befragten den Erfolg von M&A-Aktivitäten als mittel, gering oder sehr gering. Entscheidend für den Erfolg seien vor allem die Strategie, die Unternehmensbewertung, kompetente Führungskräfte und die Kommunikation.

Während in der Vorbereitungsphase insbesondere harte Faktoren wie eine klare Strategie und die (fachlich) Kompetenz der Führungskräfte zum Tragen kämen, seien es in der Durchführungs- beziehungsweise Integrationsphase vornehmlich „weiche“ Faktoren, auf die es ankommt, wie beispielsweise Führungsstärke und Maßnahmen zur Mitarbeiter- und Kundenbindung. „Auffallend ist: Bei vier der fünf kritischen Erfolgsfaktoren steht der Mensch im Mittelpunkt“, stellt Denison hierzu fest. Nach Meinung der Deloitte-Expertin seien es vornehmlich soziale Kompetenzen, die entscheiden. Nur wenn Soft Skills in ausreichendem Maß vorhanden seien, könne die Integration gelingen.

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG