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Pressemitteilung

Studie: Freiberufler überdurchschnittlich von Forderungsausfällen betroffen

Intrum Justitia stellt Ergebnisse des „White Paper“ zum European Payment Index 2011 vor
(PM) Darmstadt, 21.12.2011 - Forderungsausfälle und -verzögerungen blieben 2011 europaweit auf einem bedenklichen Level. Wie das „White Paper“ zum European Payment Index von Intrum Justitia belegt, sind vor allem freiberufliche Dienstleister in erheblicher Weise von uneinbringlichen Forderungen betroffen. Die Studie lässt für 2012 ein weitere Verschlechterung der Situation erwarten. Intrum Justitia rät Unternehmen dazu, strikte Kreditrichtlinien zu entwerfen und zeitnah Maßnahmen zur Sicherung der Zahlungseingänge zu ergreifen.

Forderungsausfälle und verspätete Zahlungen erreichten 2011 europaweit neue Höchstwerte. Dies belegt das „White Paper“ zum European Payment Index 2011, für das Intrum Justitia Anfang des Jahres rund 6.000 Unternehmen aus 25 europäischen Ländern nach ihren Erfahrungen befragt hat. Europäische Firmen mussten rund 312 Milliarden Euro abschreiben, was einem Anteil von 2,7 Prozent der Forderungen entspricht.

Wie die Untersuchung zeigt, ist die Belastung durch Forderungsausfälle stark branchenabhängig. Intrum Justitia ermittelte, dass freiberufliche Dienstleister mit einem Abschreibungsanteil von 4,5 Prozent am schwersten betroffen sind. Platz 2 belegt die Immobilienbranche mit 3,8 Prozent, gefolgt vom Bildungssektor und der Bauindustrie, die auf 3,7 bzw. 3,6 Prozent kommen. Mittelschwer betroffen sind unter anderem die Finanzbranche mit 3,1 Prozent sowie der Telekommunikationssektor mit 2,7 Prozent. Das Transportwesen sowie der Bereich der Energie- und Wasserversorgung erreichten in der Untersuchung von Intrum Justitia mit 2,3 und 1,5 Prozent unterdurchschnittliche Werte.

Für das „White Paper“ zum European Payment Index 2011 untersuchte Intrum Justitia auch die Entwicklung des Abschreibungsanteils gegenüber 2010. Wie sich zeigt, musste die Branche der freiberuflichen Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Forderungsausfälle um 12,5 Prozent verzeichnen und ist damit Spitzenreiter. Auf Platz 2 der Befragung durch Intrum Justitia findet sich das Transportwesen, dessen Abschreibungsanteil um 9,5 Prozent zugenommen hat. Eine Abnahme der Forderungsausfälle lässt sich lediglich für die Immobilienbranche sowie den Groß- und Einzelhandel konstatieren, wie sich aus der Untersuchung von Intrum Justitia ergibt.

„Unsere Umfrage zeigt, dass sich die Dinge erst zum Schlechteren wenden werden, bevor es aufwärtsgeht. Freiberufliche Dienstleistungen sind oft als Erste von Budgetkürzungen durch Kunden betroffen. Sie dienen dadurch als Warnhinweis darauf, was noch vor uns liegt. Wie wir aus der Vergangenheit leider wissen, werden im nächsten Jahr in anderen Branchen deutlich höhere uneinbringliche Forderungen auflaufen“, fasst Bernard Green, Geschäftsführer von Intrum Justitia Deutschland, die Ergebnisse des „White Paper“ zum European Payment Index 2011 zusammen.

Doch es gibt wirksame Möglichkeiten, sich als Unternehmen vor uneinbringlichen Forderungen und einem Verzugsschaden zu schützen. Ein effizientes Mahnwesen, zeitnah ergriffene Maßnahmen bei Forderungsausfällen, vor allem aber auch strikte Voraussetzungen für die Kreditvergabe können helfen, Risiken zu minimieren und den Umsatz zu steigern. Hierzu erklärt Bernard Green: „Unserer Erfahrung nach können Unternehmen, die ihre Kunden kennen und effiziente Kreditrichtlinien einführen, einen früheren Zahlungseingang verbuchen und müssen einen geringeren Anteil des Umsatzes abschreiben“.

Weitere Informationen über Intrum Justitia und das „White Paper“ zum European Payment Index 2011 finden sich unter www.intrum-justitia-informationen .
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