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News, 21.10.2008
Studie
Fokussierung auf IT-Kosten behindert Business IT Alignment
Während IT-Abteilungen immer stärker aufgefordert sind, ihre IT-Services auf die Unternehmensziele auszurichten und ihren Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens darzustellen, fällt es einer aktuellen Studie zufolge nach wie vor vielen IT-Abteilungen schwer, sich gegenüber den Fachbereichen und dem Management als Business-Partner zu positionieren.
Obwohl die meisten Unternehmen, die IT Service Management (ITSM) betreiben, ihre IT bereits an den Geschäftszielen ausrichten, wird das optimale Zusammenspiel von Business und IT (Business IT Alignment) häufig durch eine zu starke Fokussierung auf die Kostenseite der IT sowie Zieldifferenzen und Mentalitätsunterschiede zwischen den IT- und Fachabteilungen behindert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "ITSM – Aligning IT with Business" von IDC, für die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen 203 IT-Fach- und Führungskräfte aus deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern zum Status Quo sowie ihren Plänen im Hinblick auf IT Service Management (ITSM) und insbesondere des IT Business Alignments befragt hat.

In Bezug auf Business IT Alignment im Rahmen von ITSM geben über die Hälfte der befragten IT-Fach- und Führungskräfte an, dass IT-Services bereits an den Geschäftszielen ihres Unternehmens ausgerichtet zu haben. Ein weiteres Fünftel der Befragten (19%) hat dies in Zukunft vor. Auf die Frage, wie IT-Abteilungen den messbaren Beitrag zur Wertschöpfung darstellen, nennen 54 Prozent der Befragten, dass sie die Reduzierung der IT-Kosten aufzeigen. Weitere 39 Prozent stellen zudem die Verringerung der Durchlaufzeiten von IT-Prozessen dar. Erst danach werden typische IT Business Alignment-Formen genannt, wie das Reduzieren der Prozesskosten für Fachabteilungen (33%), das Darstellen von Durchlaufzeiten der Geschäftsprozesse (30%) oder das Erstellen eines Business Case (29%).

Laut IDC verdeutlichten diese Ergebnisse wie stark die IT-Abteilungen noch immer auf sich selbst und Kostenaspekte fixiert sind. Und das obwohl unter einem Beitrag zur Wertschöpfung IDC zufolge viel mehr das effektive Gestalten von Geschäftsprozessen zu verstehen ist und Einsparungen in diesem Bereich nach Auskunft von IDC-Analyst Matthias Kraus die potenziellen IT-Zusatzkosten in der Regel vielfach übersteigen. Vor diesem Hintergrund sei in der IT ein Umdenken erforderlich, um sich selbst und die eigenen Leistungen besser zu positionieren.  „Wollen die IT-Abteilungen ihre Position im Unternehmen stärken und als Partner der Fachabteilungen wahrgenommen werden, müssen sie auf einen messbaren Beitrag zur Wertschöpfung – und die Form der Darstellung – achten“, so IDC-Experte Kraus.

Die starke Kostenfokussierung der IT kommt nicht von ungefähr und kann nach Auskunft der Experten auch vom Management gesteuert werden. So sehen 46 Prozent der befragten IT-Fach- und Führungskräfte das größte Hindernis für das Business IT Alignment in den unterschiedlichen Zielen von IT- und Fachabteilungen (46%). „Die Grundvoraussetzung für eine Zusammenarbeit sind jedoch gemeinsame – oder zumindest aufeinander abgestimmte – Ziele. Die IT-Abteilungen stehen also im Spannungsfeld zwischen IT-Kostenreduzierung einerseits und den Anforderungen der Fachabteilungen – Optimierung der Geschäftsprozesse – andererseits“, so IDC.

Hinzu kommt noch ein weiteres Problem: IT und Business sprechen nicht die gleiche Sprache. So geben mehr als zwei fünf Befragten Mentalitätsunterschiede (43%) und rund ein Drittel Sprachprobleme (36%) als weitere Barrieren beim Business IT Alignment an. Zudem beklagt ein Drittel der IT-Verantwortlichen, dass es den Fachabteilungen an technischem Verständnis fehle. IDC zufolge stellt ein solches Argument jedoch eine sehr einseitige Sichtweise der IT-Verantwortlichen dar: "Es kann schließlich nicht die Hauptaufgabe der Fachabteilungen sein, die oftmals komplexen technischen Zusammenhänge der IT-Welt zu verstehen. Die IT muss sich vielmehr bemühen, die Themen einfach und verständlich darzustellen. Und das im eigenen Interesse, denn sie müssen sich von einer Kostenstelle, die kaum Mehrwert bietet und einfach ausgelagert werden kann, zu einem echten Partner der Fachabteilungen entwickeln" erläutert IDC-Experte Kraus.

Die Hürden beim Business IT Alignment betreffend  sieht IDC indes für ITSM-Anbieter eine Chance, sich als Vermittler zu positionieren und als Außenstehende zwischen der IT-Abteilung einerseits und den Fachabteilungen sowie dem Management andererseits eine Moderatorenfunktion zu übernehmen. „Die ITSM-Anbieter könnten die IT-Abteilungen auch beim Darstellen des messbaren Beitrages unterstützen; beispielsweise beim Bewerten von Geschäftsprozessen oder dem Erstellen eines Business Case“, so IDC.

Eine Zusammenfassung der für Endanwender relevanten Projektergebnisse sowie Fallstudien und Unternehmensdarstellungen der Projektteilnehmer sind auf der IDC-Website erhältlich.

Quelle: IDC Central Europe GmbH

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